Die Streitkräfte benötigten auch Raketen für die Luftabwehrsysteme, erklärte er. In ihrem Abwehrkampf gegen Russland griff die Ukraine erneut Energie- und Industrieanlagen in mehreren russischen Regionen an. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau mitteilte, gab es Drohneneinschläge in den Gebieten Saratow, Kirow, Rostow am Don, Woronesch sowie Belgorod. Es gebe mehrere Verletzte. Auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim wurden Beschränkungen für den Verkauf von Benzin angekündigt.
Die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA reagierte besorgt auf einen möglichen Drohneneinschlag in einem Gebäude des russisch besetzten Atomkraftwerks Saporischschja im Südosten der Ukraine. Zuvor hatte die Werksleitung darüber informiert. Sie lastete den Vorfall der ukrainischen Armee an. Die wies die Vorwürfe zurück.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist das größte Europas. Es befindet sich seit März 2022 in russischer Hand und liegt nahe der Front. Die sechs Reaktoren sind abgeschaltet, die Anlage braucht jedoch weiterhin Elektrizität für ihre Kühl- und Sicherheitssysteme. Seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 haben sich beide Seiten wiederholt gegenseitig vorgeworfen, mit Angriffen auf das Atomkraftwerk eine Atomkatastrophe zu riskieren.
Diese Nachricht wurde am 31.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
