Zudem habe man mehrere iranische Drohnen abgefangen und abgeschossen, die ebenfalls eine Bedrohung dargestellt hätten. Weiter hieß es, diese Maßnahmen seien "zurückhaltend, rein defensiv" und darauf ausgerichtet gewesen, "die Waffenruhe aufrechtzuerhalten."
Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim schoss die Marine der Revolutionsgarden auf einen amerikanischen Öltanker, der die Meerenge habe passieren wollen und zur Umkehr gezwungen worden sei. Weiter hieß es, der Beschuss des US-Militärs habe offenes Gelände östlich der Hafenstadt Bandar Abbas getroffen. Es seien keine Opfer oder Schäden gemeldet worden.
Kuwait meldet Angriffe
Als Reaktion auf die nächtlichen Angriffe hat der Iran nach Angaben des staatlichen Fernsehens einen US-Stützpunkt angegriffen. Angaben zum Ort des Stützpunktes wurden nicht gemacht, allerdings meldete Kuwait Drohnen- und Raketenangriffe. Das Militär des Golfemirats teilte am Morgen mit, die Luftabwehr sei im Einsatz, die Attacken abzuwehren.
Bereits in der Nacht zu Dienstag hatten die US-Streitkräfte Angriffe mit einer ähnlichen Begründung geflogen. Zuvor war eine beiderseitige Feuerpause für längere Zeit weitgehend eingehalten worden.
Erneute Angriffe durch Israels Armee im Südlibanon
Die israelische Armee attackierte nach eigenen Angaben erneut im Süden des Libanon Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz. Demnach wurde Infrastruktur der Schiiten-Miliz in der Stadt Tyrus angegriffen. Zugleich meldete die Armee, ein mutmaßlicher Drohnenangriff auf israelische Truppen im Süden des Landes sei abgewehrt worden. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zuvor hatte die israelische Armee große Teile des Südlibanon zu einer sogenannten Kampfzone erklärt und die Bevölkerung zur Flucht aufgerufen.
Diese Nachricht wurde am 28.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
