Es handele sich aber um ein Massenphänomen, begründet durch strukturelle Probleme und falsche Rollenbilder. Laut dem Justizministerium sind bei Partnerschaftsgewalt fast 80 Prozent der Opfer weiblich.
Der Bundestag beschloss am Vormittag neue Regelungen. Neben den Koalitionsfraktionen Union und SPD stimmten auch die AfD und die Grünen dem Gewaltschutzgesetz zu. Die Linke enthielt sich. Das Gesetz sieht vor, dass Täter, gegen die schon ein Annäherungsverbot verhängt wurde, zum Tragen einer elektronischen Fußfessel verpflichtet werden können. Außerdem sollen Familiengerichte Täter nach einer Körperverletzung oder einer ernsthaften Gewaltdrohung dazu verpflichten können, an Anti-Gewalt-Trainings teilzunehmen.
Hubig kündigte weitere Gesetzentwürfe an. So wolle sie auch Kinder besser vor schlagenden Elternteilen schützen. Überdies sollten schon die Schulen verstärkt gegen falsche männliche Rollenbilder vorgehen. Sie nannte Spanien als Vorbild. Das Land sei beim Thema Gewaltschutz weit voraus.
Diese Nachricht wurde am 08.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
