Am Freitag hatte das US-Verteidigungsministerium einen Teilabzug angeordnet. Führende Republikaner reagierten mit Skepsis. Die Vorsitzenden der Verteidigungsausschüsse von Senat und Repräsentantenhaus, Wicker und Rogers, erklärten, das sende ein falsches Signal an Russlands Präsidenten Putin.
Hintergrund ist offenbar auch eine Verärgerung Trumps über Äußerungen von Bundeskanzler Merz zum Irankrieg. Bundesverteidigungsminister Pistorius bezeichnete den Teilabzug von Truppen aus Deutschland als erwartbar. Man müsse mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen, erklärte der SPD-Politiker in Berlin. Deutschland sei dabei auf einem guten Weg.
Die Linke begrüßte den Verzicht auf die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland. Fraktionschef Pellmann sagte der Nachrichtenagentur AFP, manchmal würden Politiker aus den falschen Gründen auch mal richtige Entscheidungen treffen.
Der US-Stützpunkt Ramstein – Militärische Bedeutung und Wirtschaftsfaktor
Streit zwischen Merz und Trump - Was ein Teilabzug der US-Truppen bedeuten würde
Diese Nachricht wurde am 03.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
