Das machten die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen auf der Infrastrukturkonferenz in Lutherstadt Wittenberg deutlich. Beispielsweise müsse der Bau von Bahnstrecken "erkämpft" oder von den ostdeutschen Ländern bezahlt werden, während in Süddeutschland investiert werde, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Woidke. Ein weiterer Nachteil für Ostdeutschland seien fehlende Brücken nach Polen, dabei würden diese ganz Deutschland helfen.
Thüringens Regierungschef Voigt kritisierte große deutsche Unternehmen für Schließungen ihrer Produktionsstätten im Osten, während an den Hauptsitzen im Westen nicht gespart werde. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze forderte auf der Konferenz mehr Mut, um eigene Ziele auch gegenüber denen durchzusetzen, die das kritisch sehen. Woidke stellte klar, dass keine Sonderbehandlung für Ostdeutschland gefordert werde, jedoch mehr Fairness.
Diese Nachricht wurde am 12.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
