Dlf 28.08.2026
15:25 Uhr

Nepal und China - Auswärtiges Amt: Mehrere Deutsche nach Sturzflut im Himalaya vermisst


​Nach der schweren Sturzflut zwischen Nepal und Tibet werden mehrere deutsche Staatsangehörige vermisst. Das Auswärtige Amt in Berlin sprach von einer niedrigen zweistelligen ⁠Zahl. Die deutschen Botschaften in Kathmandu und Peking stünden mit den Familien in engem Kontakt.

Nepal und China - Auswärtiges Amt: Mehrere Deutsche nach Sturzflut im Himalaya vermisst
Die Zahl der Todesopfer wird inzwischen in Nepal mit 538 angegeben. 977 Personen werden vermisst. In Tibet sind es bislang fünf bestätigte Todesfälle, dort gibt es 558 Vermisste. Nach Angaben der Internationalen Rotkreuz-Föderation sind insgesamt 93.000 Menschen in beiden Ländern von den Auswirkungen der Sturzflut betroffen. So gebe es nicht nur unzählige Verletzte, sondern auch viele obdachlos gewordene Menschen. Die Förderation gab über ihren Katastrophenfonds 1,2 Millionen Dollar für ‌das nepalesische Rote Kreuz frei.

Beliebte Wander- und Pilgerregion

Die betroffene Region gilt als beliebtes Wandergebiet und ist zugleich Ziel von buddhistischen und hinduistischen Pilgern, die über Nepal zum heiligen Berg Kailash in Tibet wollen. Bereits vor einem Jahr hatte eine schwere Flut in dem Gebiet Menschen getötet und eine Brücke zerstört. Laut nepalesischen Medien hatte sich damals im Juli 2025 am Oberlauf des Lhende-Flusses in Tibet ein Gletschersee plötzlich in den Bhotekoshi-Fluss ergossen. 

Aus dem Deutschlandfunk-Programm

Nach Sturzflut im Himalaya: Warnung vor weiteren Überflutungen
Diese Nachricht wurde am 28.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.