Merz trat nach der Sitzung des Parteipräsidiums vor die Presse. Im Gegensatz zum Abschneiden der CDU in Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich der Kanzler mit dem Ergebnis in Berlin zufriedener.
+++ SPD-Spitzenkandidat Krach: "Katastrophales Ergebnis"
Krach räumte eine deutliche Niederlage der Sozialdemokraten ein. Er sprach von einer Zäsur für die Partei. Man habe es nicht geschafft, die Menschen in Berlin zu erreichen.
+++ Linke-Spitzenkandidatin Eralp dankt Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern.
Unter großem Applaus sagte Eralp auf der Wahlparty in Berlin, Liebe habe über Hass gewonnen.
+++ Prognose der Forschungsgruppe Wahlen sieht Linke noch deutlicher vorne.
Wie immer gibt es kleinere Unterschiede bei der Prognose der Forschungsgruppe Wahlen (ZDF). Dort wird die Linke bei 26,0 Prozent gesehen, die CDU ebenfalls bei 20,0 Prozent.
+++ Die Linke liegt in Berlin laut der Prognose von infratest dimap deutlich vor der CDU.
Die Prognose im Detail (in Prozent): Linke 24,5 - CDU 20,0 - AfD 16,0 - Grüne 15,0 -SPD 12,0 - BSW 5,0 - FDP 2,5.
Die Wahlbeteiligung liegt mit 75,0 Prozent deutlich höher als bei der letzten Wahl (+12,1 Prozentpunkte).
+++ Bis zum Mittag haben mehr Menschen ihre Stimme in den Wahllokalen abgegeben als um die gleiche Uhrzeit bei der Wahl 2023.
Bis 12 Uhr wählten 27,9 Prozent der Wahlberechtigten, wie der Landeswahlleiter in der Bundeshauptstadt mitteilte. 2023 lag die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt demnach bei 23,4 Prozent.
+++ Nun hat auch CDU-Spitzenkandidat Evers seine Stimme abgegeben.
Er stimmte in Berlin-Friedrichshain ab.
+++ Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin haben die meisten Spitzenkandidaten ihre Stimme abgegeben.
CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers wählte am frühen Nachmittag in Friedrichshain. Seine Hauptkonkurrentin, die Linken-Kandidatin Elif Eralp, wollte nicht öffentlich wählen. Werner Graf von den Grünen und Steffen Krach von der SPD wählten bereits am Vormittag im Bezirk Tempelhof-Schöneberg.
+++ In Berlin-Pankow stimmen einige Wählerinnen und Wähler bei der Abgeordnetenhauswahl auf dem Gelände einer Moschee ab.
Scharjil Khalid, Imam und islamischer Theologe in der Khadija-Moschee, sagte, Kirchen und andere religiöse Einrichtungen seien schon längst als Wahllokale aktiv. In diesem Sinne sei es eine Art der demokratischen Neutralität oder der demokratischen Normalität, dass jetzt auch die Moschee als Wahllokal fungiere. Das Wahllokal auf dem Gelände der Moschee sei ein Zeichen, dass Islam und Muslime zu Berlin und Deutschland gehörten. Der Tag sei einer der wichtigsten Tage der Demokratie, so Khalid.
+++ An einzelnen Wahllokalen in Berlin wurden laut der Wahlleitung Graffitis oder Schmierereien entdeckt, bei denen es um Aufrufe gegen die AfD ging.
Diese seien nach Möglichkeit entfernt worden, sagte Landeswahlleiter Bröchler. Er nannte zunächst zwei Fälle in Steglitz. Eine dpa-Reporterin berichtete von entsprechenden Schriftzügen, die vor einem Wahllokal in einer Grundschule im Ortsteil Kladow unkenntlich gemacht wurden. Zuvor hatte die Wahlleitung darauf hingewiesen, dass bei der Stimmabgabe im Wahllokal keine politischen Bekenntnisse erlaubt sind. Das gelte nicht nur für Wählerinnen und Wähler, sondern auch für die Wahlhelfer im Wahllokal. Als politische Manifestationen können etwa Äußerungen zugunsten einer Partei, aber auch Plakate, Kleidungsstücke, Aufkleber oder Symbole gewertet werden. Betreffende können des Wahllokals verwiesen werden.
+++ Seit acht Uhr haben die Wahllokale in Berlin geöffnet.
In der Hauptstadt sind rund 2,5 Millionen Menschen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Stimmabgabe in den mehr als 2.500 Wahllokalen ist bis 18 Uhr möglich.
Alle Beiträge unseres Newsblogs zur Wahl des Abgeordnetenhauses in Berlin finden Sie hier.
Diese Nachricht wurde am 20.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
