Dlf 10.09.2026
09:55 Uhr

Riskante Immobiliengeschäfte - Verluste bei Krankenkassen vermutlich höher als bisher bekannt


Der Skandal um mutmaßliche Verluste durch riskante Immobiliengeschäfte bei den Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen beschäftigt die Bundesregierung.

Riskante Immobiliengeschäfte - Verluste bei Krankenkassen vermutlich höher als bisher bekannt
Das meldet die Tagesschau unter Berufung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Demnach untersuchen derzeit unter anderem Bundes- und Landesbehörden, wie es zu den Fehlinvestments kommen konnte. Der finanzielle Schaden könnte sich auf 1,1 Milliarden Euro belaufen. Bisher war von rund 220 Millionen Euro die Rede gewesen.
Den Angaben zufolge haben insgesamt zwölf Krankenkassen Gelder in Anlagen gesteckt, die als "leistungsgestört" gelten. Das bedeutet, dass Renditeerwartungen deutlich verfehlt werden. Auch ein Totalverlust ist möglich. Die Grünen-Politikerin Piechotta sagte, offensichtlich fehle es einigen Kassen an ausreichenden Kontrollmechanismen und finanzpolitischem Sachverstand.
Kassenärztliche Vereinigungen sind wie Krankenkassen Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sie sollen die ambulante Versorgung durch Vertragsärzte und Psychotherapeuten sicherstellen.
Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.