Dlf 02.05.2026
01:03 Uhr

Transatlantischer Handel - Wirtschaft kritisiert Trumps Zoll-Ankündigung


Der Verband der Automobilindustrie hat die von US-Präsident Trump angekündigte Anhebung der Zölle auf Fahrzeuge aus der EU kritisiert. VDA-Präsidentin Müller teilte mit, die zusätzlichen Kosten wären für die deutsche und die europäische Automobilindustrie enorm. Sie rief die EU und die USA auf, zu deeskalieren und das Gespräch zu suchen.

Transatlantischer Handel - Wirtschaft kritisiert Trumps Zoll-Ankündigung
Der deutsche Außenhandelsverband BGA warnte: "Einseitige ⁠Zolldrohungen untergraben Vertrauen und belasten den transatlantischen Handel erheblich". Völlig unklar sei zudem, auf welcher rechtlichen Basis Trump die angekündigte Zollerhöhung umsetzen wolle.
Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, Lange, betonte, Trumps Ankündigung zeige, wie unzuverlässig die US-Seite sei. Die EU müsse darauf mit großer Klarheit und Entschlossenheit reagieren. ​
Der Ökonom Fratzscher meinte, Trump "nutzt Deutschlands und Europas stetiges Nachgeben als Schwäche aus". Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ergänzte, es räche sich erneut, "dass die Europäische Union und ⁠auch ⁠die Bundesregierung im Konflikt ⁠mit Trump immer wieder nachgegeben und ihn ⁠gewähren lassen haben". Obwohl die US-Gerichte ⁠Trumps Zölle als unrechtmäßig eingestuft ‌hätten, versuche er nun, auf Kosten Europas und insbesondere der deutschen Autohersteller innenpolitisch in ​den USA wieder an Popularität zu gewinnen.

EU-Kommission droht mit Gegenmaßnahmen

Die EU-Kommission behält sich nach der angekündigten Anhebung der Zölle auf europäische Fahrzeuge Gegenmaßnahmen vor. Eine Sprecherin teilte in Brüssel mit, es gebe Optionen, um die Interessen der EU zu schützen. Zugleich betonte sie, dass man das Handelsabkommen mit den USA im Einklang mit der üblichen Gesetzgebungspraxis umsetze

Trump will Zölle von 25 Prozent auf Fahrzeuge aus der EU

Trump hatte auf seiner Online-Plattform mitgeteilt, dass die Zölle für europäische Pkw und Lastwagen ab der nächsten Woche auf 25 Prozent erhöht werden. Als Begründung führte er an, dass die Europäische Union das im vergangenen Jahr vereinbarte Handelsabkommen mit den USA nicht einhalte. Womit die EU gegen das Abkommen verstoßen haben soll, führte er nicht aus.

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Diese Nachricht wurde am 02.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.