Dlf 31.08.2026
01:33 Uhr

Wahlkampf - Linken-Spitzenkandidatin Eralp kritisiert eigene Parteimitglieder nach Rapper-Auftritt in Neukölln


Im Berliner Landtagswahlkampf hat die Spitzenkandidatin der Partei Die Linke, Eralp, den eigenen Neuköllner Bezirksverband kritisiert.

Wahlkampf - Linken-Spitzenkandidatin Eralp kritisiert eigene Parteimitglieder nach Rapper-Auftritt in Neukölln
Auslöser ist ein Rapper, der dort bei einer Wahlkampfveranstaltung aufgetreten ist. Sie und die Landesparteivorsitzende Wolter verurteilten den Auftritt aufs Schärfste, sagte Eralp der dpa. Sie sei entsetzt. Die Verantwortlichen hätten sofort intervenieren müssen. - Der Musiker hatte in einem Lied den Krieg Israels im Gazastreifen thematisiert, mit Textzeilen wie "Tod der israelischen Armee".
Kurz zuvor hatte es im Berliner Wahlkampf Streit wegen einer Podiumsdiskussion in einer Moschee gegeben. Kritiker werfen der Einrichtung eine Nähe zu islamistischen Strukturen vor. Die CDU sagte ihre Teilnahme ab. Die FDP sprach die Vorwürfe direkt an, was manche als kalkulierte Provokation werteten. Es kam zu Wortgefechten. Eralp betonte, man müsse auch über muslimisches Leben sprechen können, ohne religiösen Fundamentalismus zu thematisieren. Auch Grüne und Linke verteidigten die Moschee-Veranstaltung.
Diese Nachricht wurde am 31.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.