FAZ 19.08.2026
06:50 Uhr

(+) Arbeitsmarkt: Die Generation, die KI am besten beherrscht, findet keine Jobs mehr


Die Schwierigkeiten junger Menschen, in KI-nahen Berufen einen Job zu finden, wächst. Neue Daten zeigen, dass sich die Lücke binnen eines Jahres von 15 auf 19 Prozent geweitet hat. Erstmals liefern auch deutsche Unternehmen die Bestätigung.

(+) Arbeitsmarkt: Die Generation, die KI am besten beherrscht, findet keine Jobs mehr

Vor einem Jahr war es eine Vermutung, gestützt auf einen einzigen Datensatz und mit Vorsicht formuliert. Erik Brynjolfsson, Bharat Chandar und Ruyu Chen vom Stanford Digital Economy Lab hatten im Sommer 2025 einen Befund veröffentlicht, der quer zur damaligen Debatte lag. Nach ihren Daten verliert nicht die breite Masse der Beschäftigten durch Künstliche Intelligenz Arbeit, sondern eine schmale, klar identifizierbare Gruppe, nämlich junge Menschen am Beginn ihrer Laufbahn in genau jenen Berufen, in denen KI Aufgaben übernehmen kann. „Canaries in the Coal Mine“ hatten sie ihr Papier genannt, nach den Kanarienvögeln, die im Bergbau als Frühwarnsystem dienten.

Der Arbeitsmarkt wird sich durch die KI-Transformation grundlegend verändern. Chinesische Hochschulen streichen schon zahlreiche Bachelorstudiengänge – vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Quelloffene Software und ein kleiner Heimserver verwandeln das jährliche Steuerchaos in eine durchsuchbare Tabelle. Ein Selbstversuch.

Eine neue Indeed-Studie unter 80.000 Arbeitnehmern in acht Ländern zeigt: Deutsche Beschäftigte experimentieren privat überdurchschnittlich viel mit KI.  Doch am Arbeitsplatz klafft im Vergleich zu anderen Ländern eine große Lücke.

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