FAZ 28.09.2026
07:24 Uhr

(+) Europas Hoffnung: Hat Mistral das KI-Wettrennen verloren, Herr Mensch?


Wie mit vielen Technologien steht Europa auch mit der KI nicht mehr an der Spitze des Fortschritts. Der Hoffnungsträger Mistral aber gibt nicht auf. Und erweitert am Montag seine Präsenz in Deutschland.

(+) Europas Hoffnung: Hat Mistral das KI-Wettrennen verloren, Herr Mensch?

Der Zeitpunkt war günstig. Als Arthur Mensch, Guillaume Lample und Timothée Lacroix im April 2023 in Paris Mistral AI gründeten, schienen die Szenarien einer die gesamte Menschheit gefährdenden Künstlichen Intelligenz noch weit weg. Open AI aus den USA hatte mit ChatGPT gerade eine KI-Euphorie entfacht. Ähnlich wie Aleph Alpha aus Heidelberg hauchte Mistral den Europäern Zuversicht ein, in dieser Spitzentechnologie vorn mitzuspielen. Ko-Gründer und Geschäftsführer Mensch versprach, Mistral werde Anfang 2024 das beste offene Sprachmodell der Welt auf den Markt bringen.

Links und rechts verweigern Reformen. Und die gerupfte Mitte redet ihnen nach dem Munde. War es das mit dem Wohlstand?

Flávio Bolsonaro will es seinem Vater gleichtun und Präsident von Brasilien werden. Seine Chancen stehen gut. Wenn da nicht ein veritabler Finanzskandal wäre.

Das Staatsbankett in Washington lief ohne chinesische Konzernchefs ab. Diese hatten offenbar bis zur letzten Minute gehofft.

Redakteur in der Wirtschaft

Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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