FAZ 12.05.2026
12:27 Uhr

(+) Geflüchteter Boxer: „Ich trage das Leid der iranischen Bevölkerung in mir“


Wie vielen Sportlern drohen Omid Ahmadisafa in seiner Heimat Iran Repressionen. Kurz vor einem Kampf erfährt er, dass ein Ringer erhängt worden ist. Ahmadisafa ist verzweifelt. Das IOC schweigt.

(+) Geflüchteter Boxer: „Ich trage das Leid der iranischen Bevölkerung in mir“

Omid Ahmadisafa tänzelt über den Parkettboden der Berliner Trainingshalle. Man kann hören, wie er beim Schattenboxen bei jedem Schlag die Luft durch seine Lippen presst: „Pff, pff!“ Er liebt das Boxen. Omid Ahmadisafa kämpfte bei den Sommerspielen in Paris als Athlet des Refugee Olympic Teams. Sein Ziel ist eine abermalige Olympiateilnahme 2028 in Los Angeles. Aber das Boxen kann ihn seit Wochen nicht von dem ablenken, was in seiner Heimat Iran passiert. „Ich trage das Leid der iranischen Bevölkerung in mir“, sagt Ahmadisafa. „Mir geht es nicht um Politik und nicht um Religion. Ich spreche für die Menschen, die Angst haben und leiden.“

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