FAZ 06.05.2026
06:50 Uhr

(+) Hintergrund: Was Anthropic wirklich stark macht


Anthropic gilt als die seriösere Alternative zu Open AI. Die Firma verkauft Sicherheit, Claude Code bringt KI-Arbeit ins Terminal. Doch aus dem Sicherheitslabor ist ein Großkunde der Rechenzentrumsindustrie geworden.

(+) Hintergrund: Was Anthropic wirklich stark macht

Mehr als 100 Milliarden Dollar über zehn Jahre, bis zu fünf Gigawatt Rechenkapazität: Als Anthropic am 20. April die nächste Ausbaustufe seiner Partnerschaft mit Amazon meldete, las sich die Mitteilung weniger wie die Ankündigung eines Software-Start-ups als wie ein Beschaffungsplan für eine neue Industrie.

Mira Murati hat ChatGPT mitgeprägt, Open AI während der Altman-Krise kurz geführt und danach Thinking Machines Lab gegründet. Ihr neues Unternehmen baut nicht den nächsten Assistenten, sondern die Werkbank darunter.

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Open AI hat sein nach eigenen Angaben bislang stärkstes Sprachmodell vorgestellt: GPT-5.5, das auch zahlenden Kunden von ChatGPT offensteht. Die Entwicklerschnittstelle bleibt vorerst gesperrt. Anthropic ist mit seinem jüngsten Spitzenmodell Mythos den umgekehrten Weg gegangen.

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