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09.03.2026
15:18 Uhr
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Wolfram Weimer hat das Prozedere des Deutschen Buchhandlungspreises geändert. Nun erklären sich die Juroren, und der SPD-Kulturpolitiker Carsten Brosda sucht nach Erklärungen wie die Kurt-Wolff-Stiftungsvorsitzende.

Bis heute Morgen herrschte Schweigen seitens der von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer diskreditierten Jury des Deutschen Buchhandlungspreises. Zur Erinnerung: Diese siebenköpfige vom Weimer selbst in seinem Amt als Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) bestellte Jury hatte in einem Auswahlprozess unter fast fünfhundert Einreichungen 118 unabhängige deutsche Buchhandlungen für preiswürdig erachtet, aber nur 115 fanden sich dann auf der veröffentlichten Liste der Gewinner. Drei Buchhandlungen waren vom BKM gestrichen worden, weil gegen sie „verfassungsrechtlich relevante Informationen“ vorliegen sollen, deren Inhalt bis jetzt aber niemand außerhalb des Verfassungsschutzes kennen will.
Die Behörde des Kulturstaatsministers blamiert sich immer weiter: Die Absageschreiben an die drei aus der Juryliste für den Deutschen Buchhandlungspreis wieder ausgesonderten Läden zeigen, dass man es mit der Wahrheit nicht so genau nahm.
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Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Literatur" und „Literarisches Leben“.
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