FAZ 14.05.2026
06:50 Uhr

(+) Südchinesisches Meer: Amerikas strategisches Dilemma im Herzen Asiens


Bei Donald Trumps Besuch in Peking richten sich die Augen auf den Krieg in der Straße von Hormus, auf Chinas wachsenden Export und die Versorgung mit Rohstoffen. Insbesondere Asien erwartet auch Antworten auf die Taiwanfrage. Dabei ist ein anderer Konflikt womöglich der drohendere Kriegsherd.

(+) Südchinesisches Meer: Amerikas strategisches Dilemma im Herzen Asiens

Peking beansprucht in etwa 90 Prozent der Fläche des Südchinesischen Meeres für sich. Dazu zählen aber auch Wirtschaftszonen und Küstengewässer der größten Volkswirtschaft Südostasiens, Indonesien, sowie Gebiete Malaysias, der Philippinen, Vietnams und Bruneis. Immer wieder versuchen die Chinesen, ihre Ansprüche durch das Entsenden von Fischereiflotten, Küstenwachen und Forschungsschiffen zu untermauern. Seit Jahren kommt es zu Konflikten auf See, insbesondere mit den von den Amerikanern unterstützten Philippinen, aber auch mit Vietnam.

Japan hat sich über Jahrzehnte als pazifistische Nation verstanden. Nun erlaubt die Regierung den Export tödlicher Waffen. Was politisch für Streit im Land sorgt, kann der Beginn eines neuen Exportbooms werden.

Mit einem neuen Kontrollsystem für wichtige Lieferketten droht China ausländischen Unternehmen und sichert sich gegen die Rivalität mit den USA ab. Deutschland und Europa stecken in der Zwickmühle.

Jung, dynamisch, digital – so präsentiert sich das kommunistische Vietnam, viele deutsche Unternehmen investieren kräftig. Doch längst nicht alles läuft rund in Deutschlands wichtigstem Handelspartner in Südostasien.

Leiter F.A.Z. Weltwirtschaft

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