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04.10.2026
18:07 Uhr
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Ein „Tatort“ dauert 90 Minuten. In „Explosive Mischung“ mit Lena Odenthal und Johanna Stern vollzieht sich die Story in dieser Zeitspanne. Sie erzählt von einem Bankräuber, verlorenen Jugendlichen und häuslicher Gewalt.

Na, das ist mal eine Verankerung im Hier und Jetzt: „Sonntag, 4. Oktober, 20.16 Uhr“. Wie ist es da so im sanierungsbedürftigen Deutschland, in Ludwigshafen zum Beispiel mit seinen Nachtschwärmerkneipen, Spielotheken und der Müllverbrennungsanlage als architektonischem Highlight? Ein junger Mann mit Hut wirft einen Böller in einen Abfallbehälter, eine Mutter mit Baby wartet auf die Rückkehr ihres gewalttätigen Gatten, eine Kommissarin von asketischer Entschlossenheit klappert mit ihrem Team das Umfeld eines Toten vom Vorabend ab. Und der Müllkran läuft ja sowieso rund um die Uhr. Hier hat keiner die Muße, sich wie der Kameramann dieses Films, Andreas Schäfauer, an den nächtlichen Schattierungen der Stadt zu erfreuen.
12 deutschsprachige Autoren schreiben eine Anthologie über das provinzielle Tschechien. Das Ergebnis bringt mitunter Drastisches hervor, zeigt aber auch Erwartbares und die eigene Ahnungslosigkeit.
Was als wahr, gerecht oder normal gilt, hat sich über Jahrhunderte immer wieder verschoben. Nun steht der nächste große Umbruch an – getrieben von Algorithmen, behauptet Mads Pankow.
Einfühlung ist etwas Schönes, aber wenn die Figuren real waren, möchte man doch wissen, woher ihre Meinungen im Roman kommen. Irina Slot geht da bei der Bauhaus-Künstlerin Marguerite Friedlaender wenig glücklich vor.
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