Paul Magnier hat das chaotische Finale der Auftaktetappe des Giro d'Italia für sich entschieden. Nach einem Massensturz im Feld etwa 650 Meter vor dem Ziel, bei dem mehrere Radprofis bei hoher Geschwindigkeit zu Fall kamen, gewann der Franzose den Sprint einer elfköpfigen Gruppe im bulgarischen Burgas. Pascal Ackermann belegte nach 147 Kilometern Platz sieben, Maximilian Walscheid wurde Neunter. Da die Stürze, die unter anderem Etappenfavorit Dylan Groenewegen stoppten, innerhalb der letzten drei Kilometer erfolgten, hat dies keine Auswirkungen auf die Gesamtwertung. Alle im Hauptfeld befindlichen Fahrer werden mit derselben Zeit gewertet. Magnier führt nach seinem Triumph auch die Gesamtwertung an und trägt das Rosa Trikot. Favorit auf den Gesamtsieg ist der Däne Jonas Vingegaard. Der 29-Jährige hielt sich im Hauptfeld aus allen Gefahrensituationen heraus, kam nach ersten Eindrücken auch beim Massensturz nicht zu Fall. Die Italien-Rundfahrt startet erstmals in Bulgarien. Die Auftaktetappe am Schwarzen Meer von Nessebar nach Burgas bildete den Auftakt einer Trilogie, die am Sonntag in Sofia endet. Am Samstag geht es deutlich anspruchsvoller von Burgas nach Veliko Tarnovo. Auf den 221 Kilometern sind drei Bergwertungen zu bewältigen, zudem beinhalten die letzten drei Kilometer zwei Kopfsteinpflasterabschnitte und eine neunprozentige Steigung. Nach einem Ruhetag wird der Giro am Dienstag in Italien fortgesetzt.
