FAZ 21.09.2026
09:46 Uhr

Business-Ticker: Berentzen wird amerikanisch


Autobauer melden ungewöhnlich schwaches erstes Halbjahr +++ Umsatz gegen internationalen Trend rückläufig +++ Trump will „KI-Zar“ ernennen +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog

Business-Ticker: Berentzen wird amerikanisch

Grünenthal kauft Krebsmedikament Stivarga von BayerDer Aachener Arzneimittelhersteller Grünenthal übernimmt für bis ​zu 375 Millionen Euro das Krebsmedikament Stivarga von Bayer. Das Geschäft ⁠soll nach Zustimmung der Behörden Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das Mittel wird ‌in Tablettenform gegen bestimmte fortgeschrittene Krebserkrankungen wie Darm- und Leberkrebs eingesetzt und ist in mehr als 90 Ländern zugelassen.Für Bayer ‌war der Umsatz ‌mit Stivarga zuletzt rückläufig. Im Jahr 2025 sanken die Erlöse mit dem Medikament um 27 Prozent auf 338 Millionen Euro. Das lag ​vor allem an deutlichen Rückgängen in ⁠China, wo staatliche Großeinkäufe für einen hohen Preisdruck sorgen. Der Patentschutz für das Mittel ​läuft voraussichtlich 2029 in der Europäischen Union und 2030 in den ⁠USA aus. Grünenthal rechnet ‌damit, dass Stivarga 2027 bis zu 100 Millionen Euro zum operativen Gewinn (Ebitda) beisteuern wird. 

Kühne+Nagel winkt durch Amazon-Deal Milliardenumsatz  Der Schweizer Logistikkonzern Kühne+Nagel (K+N) baut seine Zusammenarbeit mit dem US-Technologiekonzern Amazon aus. Die langfristige Vereinbarung umfasse auch die Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS), teilte Kühne+Nagel am Montag mit. Dabei geht es um Logistikdienstleistungen für die AWS-Infrastruktur, vom Bau ‌und der Inbetriebnahme der Anlagen bis hin zur Wartung und Modernisierung.Die Vereinbarung hat einer mit der Angelegenheit vertrauten Person zufolge das Potenzial, das jährliche Geschäftsvolumen zwischen den beiden Unternehmen auf mehrere Milliarden ‌Dollar zu steigern. Gegenwärtig liege der ‌Umsatz von K+N mit Amazon in einem höheren dreistelligen Millionen-Dollar-Bereich, sagte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Ein großer Teil des zusätzlichen Geschäfts dürfte demnach auf Komponenten für die KI-Infrastruktur entfallen, die aus Asien in andere Regionen der Welt geliefert ​werden. Kühne+Nagel erwirtschaftete 2025 einen Nettoumsatz von 24,5 ⁠Milliarden Franken. Die Kooperation wird der Mitteilung zufolge durch eine finanzielle Vereinbarung untermauert. Demnach erhält Amazon eine Kaufoption auf K+N-Aktien. Falls K+N ​innerhalb von sieben Jahren gewisse Meilensteine erreicht, kann Amazon dem Insider zufolge K+N-Aktien zum gegenwärtigen Kurs erwerben. Amazon habe also ein Interesse, ⁠K+N hohe Aufträge ‌zu erteilen. Kühne+Nagel trage dabei kein Risiko. Die K+N-Aktien aus dem Eigenbestand seien mithilfe eines Finanzdienstleisters bereits abgesichert worden.

Deutsche Autobauer fallen bei Umsatz und Gewinn zurückDie deutschen Autohersteller haben einer Studie ​von EY zufolge im ersten Halbjahr weiter an Boden verloren. ⁠BMW, Mercedes und Volkswagen kommen zwar zusammen noch auf Erlöse von gut 284 Milliarden Euro und damit auf 1,5 Milliarden ‌Euro mehr als die zweitplatzierten japanischen Hersteller, wie aus der Erhebung der Beratungsgesellschaft EY hervorgeht, die am Sonntag veröffentlicht wurde. ‌Das sind aber ‌2,9 Prozent weniger als im Vorjahr und sogar sieben Prozent weniger als im Rekordjahr 2023. Amerikanische, japanische, chinesische und südkoreanische ​Hersteller erzielten der Erhebung zufolge dagegen ⁠jeweils Umsatzrekorde für ein erstes Halbjahr.Beim Gewinn fahren die deutschen Hersteller der ​Konkurrenz hinterher. Die drei Unternehmen erwirtschafteten zusammen einen Gewinn von gut 13 ⁠Milliarden Euro, das ‌ist der zweitniedrigste Wert seit 2017. Lediglich im ersten Pandemiejahr 2020 sei der Gewinn in einem ersten Halbjahr noch niedriger ⁠ausgefallen. Insgesamt kamen ⁠die 19 größten Autobauer der Welt zusammen auf einen Gewinn von ⁠43,7 ​Milliarden Euro, ⁠das ist nur der siebthöchste ​Wert im Untersuchungszeitraum. Weniger war es jeweils ‌im ersten Halbjahr 2019, 2020 und 2025.

Trump plant „KI-Zaren“ und lehnt KI-Warnungen ab    US-Präsident Donald Trump hat sich abermals ablehnend zu Sicherheitswarnungen wegen der rasanten Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) geäußert. Kritiker der Technologie wollten „die Dezimierung oder Zerstörung von KI“, schrieb Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. „Ich, als Präsident der Vereinigten Staaten, werde nicht untätig danebenstehen und das zulassen.“Seine Regierung werde „das Wachstum dieser unglaublichen Industrie in keinster Weise behindern oder drosseln“. Stattdessen werde sie diese „hegen, ihr helfen und auf sie aufpassen, während sie wächst!“, schrieb der US-Präsident weiter. Zugleich kündigte Trump die Schaffung einer „AI Force“ an, ohne jedoch Angaben zu deren Aufgaben zu machen. „Sehr bald“ werde er zudem die Nominierung eines KI-Koordinators beziehungsweise „KI-Zaren“ verkünden. Auf Missbrauch werde man achten; dieser lasse sich nach Trumps Darstellung sehr leicht mit dem bestehenden Straf- und Zivilrecht regeln. Das Präsidialamt nahm zu den Plänen zunächst nicht Stellung.Anfang der Woche hatte Trump erklärt, es gebe eine „kranke Verschwörung“ gegen KI und Rechenzentren. Dabei wies er Forderungen nach neuen bundesweiten KI-Regeln zurück und betonte, die USA bräuchten für die Regulierung der Technologie lediglich einen starken Präsidenten. Zudem wollen US-Vertreter das Thema KI bei einem Treffen Trumps mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in der kommenden Woche ansprechen. Washington und Peking betrachten Fortschritte bei der KI als entscheidend für ihre wirtschaftliche und militärische Wettbewerbsfähigkeit. Sie sind sich jedoch uneins über den Zugang zu hochmodernen Chips, Vorwürfe des Technologiediebstahls und die Regulierung der Branche.

KI-Fehler hätte laut CNN-Bericht fast zu US-Militäreinsatz gegen chinesisches Schiff geführtEin mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellter,  fehlerhafter US-Geheimdienstbericht hätte laut einem Medienbericht fast dazu geführt, dass inmitten des Iran-Kriegs das US-Militär ein chinesisches Schiff gestürmt hätte. Der Sender CNN zitierte am Freitag mit dem Vorfall vertraute Kreise, wonach die Geheimdienstinformationen über eine angebliche Ladung des Schiffes mit Komponenten für Atomwaffen „komplett falsch“ gewesen seien, aber im Frühjahr „fast einen Krieg verursacht“ hätten, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet.Dem CNN-Bericht zufolge hatten sich US-Soldaten bereits darauf vorbereitet, das Schiff zu entern. Aus einigen Kreisen hieß es, Flugzeuge der Luftwaffe seien bereits in der Luft gewesen. Der Einsatz im Mittleren Osten wurde demnach abgebrochen, nachdem Beamte herausgefunden hatten, dass ein von einem Analysten genutzter KI-Chatbot die Ladung des Schiffes falsch identifiziert habe.

Open AI-Chef Altman spricht vor UN-Sicherheitsrat über KI-RisikenSam Altman, der das amerikanische KI-Unternehmen Open AI führt, wird in der ​kommenden Woche vor dem UN-Sicherheitsrat in New York sprechen. Während der für Mittwoch angesetzten Sitzung ⁠am Rande der UN-Vollversammlung soll es um Künstliche Intelligenz (KI) und internationale Sicherheit gehen. Altman werde persönlich an der öffentlichen Sitzung teilnehmen, sagte ein Sprecher von Open AI gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.In seinen Äußerungen werde er sich voraussichtlich auf die Notwendigkeit internationaler Koordination und gemeinsamer Sicherheitsstandards konzentrieren. Geleitet wird das Treffen vom französischen Außenminister Jean-Noël Barrot, da Frankreich im September den Vorsitz ‌des 15-köpfigen Gremiums innehat.

Googles KI Gemini hackte ebenfalls andere UnternehmenAuch Googles KI-Software Gemini hat sich bei Tests ihrer Cybersicherheitsfähigkeiten in Computersysteme anderer Unternehmen gehackt. Der Internet-Riese ist der vierte Entwickler Künstlicher Intelligenz (KI), dessen Programme mit einem solchen Verhalten auffielen, nach OpenAI, Anthropic und dem Facebook-Konzern Meta. Google machte die schon Monate zurückliegenden Vorfälle erst nach einer Nachfrage der Zeitung „Wall Street Journal“ öffentlich.

On steigt mit Kylian Mbappé ins Fußballgeschäft ein Der Schweizer Sportartikelhersteller On, der bisher vor allem für seine Laufschuhe bekannt ist, nimmt Anlauf, um künftig auch im großen Fußballgeschäft mitzumischen. Dafür hat man sich prominente Hilfe gesichert. Der französische Superstar Kylian Mbappé soll seine Ideen und seine Erfahrung in die Entwicklung von Fußballschuhen und Trikots einbringen und als globaler Markenbotschafter fungieren. Der Spieler von Real Madrid war bisher bei dem amerikanischen Sportartikelgiganten Nike unter Vertrag. Dieser ist jedoch in diesem Sommer ausgelaufen.Die Bezahlung enthalte auch „Eigenkapitalkomponenten“, teilte On mit. Mit anderen Worten: Mbappé wird (in vermutlich kleinem Umfang) an dem Unternehmen beteiligt. Das Manöver erinnert an den Einstieg in das Geschäft mit Tennisschuhen und -kleidung, für das man vor paar Jahren Roger Federer an Bord holte. Die Schweizer Tennislegende beteiligte sich an dem Unternehmen, das seinerzeit noch nicht an der Börse notiert war.Wie On außerdem mitteilt, wird der ehemalige französische Nationalspieler Thierry Henry Direktor der neu geschaffenen Abteilung Fußball. Die ersten Fußballartikel sollen im kommenden Jahr auf den Markt kommen. 

Wirtschaftsprüfung EY bekommt neuen Chef Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Jan Brorhilker ist vom Aufsichtsrat des Unternehmens zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung von EY Deutschland bestellt worden. Brorhilker folgt zum 1. Januar 2027 auf Henrik Ahlers, teilte die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY am Freitag mit. Ahlers leitet EY Deutschland seit April 2021. Er hatte damals zunächst mit Jean-Yves Jégourel das Ruder übernommen, als sein Vorgänger Hubert Barth nach dem Wirecard-Skandal auf einen anderen Posten im EY-Netzwerk wechselte. Für Brorhilker steht laut EY die Weiterentwicklung der gesamten Gruppe im Fokus, also aller Geschäftsbereiche, in denen EY tätig ist. Brorhilker ist seit 2020 Mitglied der EY-Geschäftsführung und leitete in den vergangenen vier Jahren den Bereich Assurance, also die Wirtschaftsprüfung. Ahlers bezeichnet seinen Nachfolger in der Mitteilung als klugen Strategen und erfahrenen Manager. „Wir sind überzeugt, dass er EY in eine erfolgreiche Zukunft führen wird“, sagte er.

Neuer Chef für PlaymobilNach dem Abgang von Bahri Kurter beim Playmobil-Hersteller Horst Brandstätter Group hat das Unternehmen den Manager Lars Wagner neu in das Gremium berufen. Gemeinsam mit René Feser und Matthias Fauser werde das Unternehmen damit vom 1. Oktober an von drei gleichberechtigten Vorständen geleitet, teilte ein Unternehmenssprecher in Zirndorf mit. Wagner hatte früher unter anderem für Walt Disney und für Warner gearbeitet und war in leitender Position auch bereits im Unternehmensgefüge Brandstätter aktiv.Die Spielzeugmarke Playmobil befindet sich in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser. Erst vor wenigen Wochen war die Produktion in Deutschland eingestellt und ins Ausland verlagert worden. Zu den Gründen für die personelle Veränderung an der Unternehmensspitze machte Brandstätter weiterhin keine Angaben. Die für ihre Spielfiguren und Spielwelten bekannte Marke Playmobil kämpft seit Längerem mit sinkenden Umsätzen. 700 Stellen wurden in dem Zuge im In- und Ausland abgebaut. Ende Juni hatte der Hersteller sein einziges deutsches Werk im mittelfränkischen Dietenhofen geschlossen. 350 Beschäftigte verloren ihren Job. Playmobil wird damit nur noch in Malta und Tschechien produziert.

Buffett gibt bei Berkshire auch Verwaltungsrats-Chefposten aufWenige Wochen nach seinem 96. Geburtstag zieht sich Star-Investor Warren Buffett bei seiner börsennotierten Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway weiter zurück. Buffett habe den Posten als Verwaltungsratschef an seinen Sohn Howard Buffett übergeben, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Warren Buffett werde als „Chairman emeritus“ aber Mitglied des Verwaltungsrats bleiben und „seine geschätzte Meinung ‌und Ansicht“ weiter zur Verfügung stellen. Mit einer konservativen, auf Substanzwerten aufgebauten Anlagestrategie hatte Buffett die frühere Textilfirma Berkshire Hathaway zu einem der zehn wertvollsten Unternehmen weltweit entwickelt. ‌Heute ist die Beteiligungsfirma an ‌der New Yorker Börse 1,1 Billionen Dollar wert.Zum Jahreswechsel hatte Warren Buffett bereits das Amt des Vorstandschefs an Greg Abel übergeben. „Meine Erwartungen an ihn waren von Anfang an unermesslich, und er hat sie übertroffen“, bilanzierte Buffett in einem Brief an die Aktionäre. „Deshalb ist die Zeit reif, um den Übergang abzuschließen.“ Er habe seit 1965 für Berkshire gearbeitet, „und ich habe immer noch den besten Job der Welt“, schrieb er. Aber „Gevatter Zeit ‌gewinnt immer. Er war gleichwohl großzügig mit mir.“Buffetts Sohn Howard ist seit 1993 für Berkshire Hathaway tätig und hatte das Unternehmen in zahlreichen Aufsichts- und Verwaltungsräten vertreten. „Das ist eine längere Lehrzeit als ich sie hatte, bevor ich mit 34 die Zügel in die Hand nahm“, schrieb Warren Buffett. „Greg leitet das Unternehmen, Howard wird auf seine Kultur und seine Werte achten.“ Howard Buffett leitet seit ‌1999 auch eine nach ihm benannte Stiftung, die sich um die weltweite Ernährungssicherheit und die Beilegung von Konflikten bemüht. 

Neue Spitze für ÖBAGÖsterreichs Staatsvermögen wird künftig von Thomas Arnoldner gemanagt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Telekommunikationsdienstleisters A1 Telekom Austria wurde am Freitag vom Aufsichtsrat zum neuen Alleinvorstand der Staatsholding ÖBAG bestellt. Arnoldner löst die bisherige Managerin Edith Hlawati im Februar 2027 ab.In der ÖBAG sind wichtige Unternehmensbeteiligungen gebündelt. Sie umfassen einen Wert von gut 30 Milliarden Euro und sichern 103.000 Arbeitsplätze. Zum Portfolio gehört der Energieversorger Verbund, der Petrochemiekonzern OMV, A1 Telekom Austria und die Österreichischen Post. Hinzu kommen weitere Unternehmen, darunter die Immobiliengesellschaft BIG.

Japans Leitzins auf 31-jährigem HöchststandJapans Zentralbank hat laut Nachrichtenagentur dpa-AFX den Leitzins unter anderem wegen des durch den Irankrieg verursachten Preisanstiegs abermals angehoben. Die Zinserhöhung war erwartet worden. In der Meldung heißt es weiter: Der Zinssatz wurde um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 1995 nach oben gesetzt, teilte die japanische Notenbank (BoJ) am Freitag in Tokio mit. Die Entscheidung fiel mit 7 zu 2 Stimmen. Die japanischen Währungshüter hatten den Leitzins zuletzt im Juni erhöht. Es ist die zweite Erhöhung in diesem Jahr und die sechste seit dem Ende der Epoche mit einem negativen Leitzins in Japan. Im März 2024 hatte die japanische Zentralbank erstmals nach 17 Jahren den Zinssatz wieder erhöht.

Russland-Geschäft von Nestlé unter russische Verwaltung gestelltDie Russland-Geschäfte des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé und der französischen Einzelhandelskette Auchan sind unter russische Verwaltung gestellt worden. Laut einem Dekret von Kreml-Chef Wladimir Putin wurden die Anteile an eine russische Gesellschaft namens L.E.V. Management übertragen. Betroffen ist demnach auch die Bauhauskette Leroy Merlin, die 2024 in Russland in Lemana Pro umbenannt worden war. Im Fall Nestlé betrifft das Dekret unter anderem die Vermögenswerte der Nestlé Deutschland AG in Russland. Laut einem Bericht der unabhängigen russischen Zeitung „Nowaja Gaseta Europa“ wird das Ende 2025 gegründete Unternehmen von Andrej Krajuschkin geleitet, der demnach dem russischen Innenministerium untersteht. Aus den Buchhaltungsunterlagen geht laut der Zeitung hervor, dass das Unternehmen zumindest bis Ende 2025 „keinerlei Geschäftstätigkeit“ ausgeübt habe und „nur einen einzigen Mitarbeiter“ beschäftige. „Die Eigentümer sind unbekannt“, berichtete die Zeitung, die in Russland als „unerwünschte Organisation“ gelistet ist und ihren Sitz in Lettland hat.