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06.05.2026
07:22 Uhr
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Samsung erreicht Börsenwert von einer Billion US-Dollar +++ US-Handelsdefizit steigt auf 60 Milliarden Dollar +++ Biontech schließt Standorte und streicht bis zu 1860 Stellen +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Lufthansa will 2026 trotz Irankriegs mehr verdienenDie Deutsche Lufthansa geht trotz der Folgen des Irankriegs, steigender Kerosinpreise und Streiks im Frühjahr davcon aus, 2026 ein höheres Ergebnis einzufliegen als im Vorjahr. Die Prognose, das um bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern gegenüber den Vorjahreswert von 1,96 Milliarden Euro zu steigern, behält der Konzern bei. Die anhaltende Krise im Mittleren Osten stelle den globalen Luftverkehr und auch Lufthansa vor enorme Herausforderungen, sagte der Vorstandsvoritzende Carsten Spohr. \"Allerdings sind wir resilient aufgestellt, um diese Auswirkungen abzufedern.\" Lufthansa verweist darauf, den eigenen Kerosinbedarf für das laufende Jahr zu rund 80 Prozent durch Hedging-Kontakte gegen Preisschwankungen abgesichert zu haben. Dennoch führen die gestiegenen Kerosinpreise zu Mehrkosten in Höhe von 1,7 Milliarden Euro. Diese Mehrbelastung will der Konzern durch höhere Ticketpreise, Anpassungen im Streckennetz an veränderte Reiseströme sowie weitere Sparmaßnahmen weitgehend ausgleichen. Finanzvorstand Till Streichert machte allerdings die Einschränkung, er sei weiter der Ansicht das vorjahresergebnis deutlich übertreffen zu können, \"sofern es nicht zu Lieferengpässen beim Treibstoff oder zu weiteren Streiks kommt.\" Und die Steigerung des Gewinns werde \"vermutlich geringer ausfallen als ursprünglich gedacht.\"Im ersten Quartal hatte Lufthansa davon profitiert, dass Langstreckenreisende nicht Kriegsbeginn auf Direktflüge nach Asien auswichen, da der Weg mit Fluggesellschaften vom Golf und Umstieg in den Emiraten nicht möglich war. Der Umsatz stieg um acht Prozent von 8,1 Milliarden auf 8,7 Milliarden Euro, womit der Konzern das umstarkstärskte Auftaktquartal seiner Geschichte schaffte. Der saisonüberliche Verlust fiel mit 665 Millionen Euro um ein viertel geringer aus als im Vorjahreszeitraum. \"Wir erreichen, was wir uns vornehmen und liefern, was wir versprochen haben\", sagte Konzernchef Spohr. Für den weiteren Jahresverlauf sieht sich Lufthansa dennoch zu Anpassungen gezwungen. Der Konzern hat nach dem Betriebsstopp der Tochtergesellschaft Cityline schon angekündigt, für die nächsten Monate 20.000 Flüge aus dem Programm zu nehmen. Dabei geht es vor allem über kürzere innereuropäische Strecken. Das Zubringernetz zu den Konzerndrehkreuzen wurde angepasst, so dass Passagiere aus manchen Orten nicht mehr mehrere Umsteigeknotenpunkte erreichen können, sondern nur noch einen, um von dort zu anderen Kontinenten weiterzufliegen. Für den Urlauberverkehr rechnet Lufthansa aber weiter mit einem \"starken Reisesommer\". Zudem wichen Langstreckenreisende weiterhin wegen der Krise im Mittleren Osten verstärkt von Umsteigeflughäfen in der Golfregion auf die Drehkreuze der Lufthansa aus.
Gewinn von Daimler Truck um 80 Prozent eingebrochen Der Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 80 Prozent eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei das Konzernergebnis von 749 Millionen Euro auf 149 Millionen Euro gesunken, teilte der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit.Der Umsatz ging um 13 Prozent auf 9,98 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis (Ebit) fiel um 71 Prozent von einer Milliarde Euro auf 292 Millionen Euro.Die Finanzergebnisse seien in erster Linie durch eine geringere Profitabilität bei den Geschäften in Nordamerika beeinflusst worden, hieß es laut Mitteilung. Von einer „positiven Dynamik“ sprach der Konzern hingegen bei den Auftragseingängen. Diese seien im ersten Quartal um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen. In den USA hätten sich die Auftragseingänge noch deutlicher erholt.
Volkswagen größter Aktionär bei Tesla-Herausforderer RivianVolkswagen ist nun größter Einzelaktionär des Tesla-Herausforderers Rivian. Der deutsche Autobauer kommt laut einer Rivian-Mitteilung bei der US-Börsenaufsicht auf einen Anteil von 15,9 Prozent. Damit überholt VW den frühen Geldgeber Amazon, der nach jüngsten Angaben noch auf eine Beteiligung von knapp 13 Prozent kommt. Der weltgrößte Online-Händler kauft bei Rivian Elektro-Lieferwagen für die Zustellung.Die wachsende Beteiligung von Volkswagen hängt mit einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Elektroautobauer zusammen. Es soll unter anderem die Elektronik-Architektur von Rivian für Elektro-Modelle von VW weiterentwickeln. Volkswagen lässt sich die Zusammenarbeit bis zu 5,8 Milliarden Dollar kosten.Ein zentraler Unterschied der bei Rivian entwickelten Architektur ist, dass sie nach Zonen im Fahrzeug statt nach Funktionen aufgebaut ist. Traditionell gibt es etwa separate Kontrolleinheiten für einzelne Aufgaben wie zum Beispiel die Temperatur-Steuerung. Im Rivian-Konzept werden die Funktionen hingegen gebündelt – so kann zum Beispiel ein Computer auf der Fahrerseite sowohl das Gaspedal als auch die Fensterheber steuern.
Börsenwert von Samsung überschreitet Billionen-Dollar-MarkeDer südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics hat mit seinem Börsenwert die Marke von einer Billion Dollar übertroffen. Die Aktien des weltgrößten Herstellers von Speicherchips stiegen im frühen Handel in Seoul um zwölf Prozent, womit die Marktkapitalisierung auf 1500 Billionen Won (etwa 1,03 Billionen Dollar) kletterte. Damit ist Samsung nach dem taiwanischen Konkurrenten TSMC das zweite asiatische Unternehmen, das diesen Meilenstein erreicht hat. Die Papiere profitierten von starken Kursgewinnen der Aktien von US-Technologiekonzernen wie Intel am Vorabend. An der Wall Street hatten gute Quartalszahlen sowie eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran die Kurse von KI-Unternehmen angetrieben.
US-Handelsdefizit steigt auf 60 Milliarden DollarDas amerikanische Handelsdefizit ist im März größer geworden. Die Einfuhren übertrafen die Ausfuhren um 60,3 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Im Februar hatte das Defizit noch 57,8 Milliarden Dollar betragen. Der Grund für die Entwicklung: Die Einfuhren wuchsen mit 2,3 Prozent auf rund 381 Milliarden Dollar etwas schneller als die Ausfuhren – diese legten um zwei Prozent auf knapp 321 Milliarden Dollar zu, was auf einen Anstieg der Erdöllieferungen zurückzuführen ist. Der Krieg der USA und Israels mit Iran dürfte die Erdölexporte in den kommenden Monaten weiter ankurbeln, da die USA zu den Netto-Ölexporteuren zählen.US-Präsident Donald Trump hatte nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 höhere Zölle verhängt, darunter gegen China und die Europäische Union (EU). Der Republikaner begründete diese damit, dass sein Land ausgenutzt werde. Trump verteidigt die Zölle als notwendig, um Handelsungleichgewichte zu beseitigen und die amerikanische Industrie zu schützen. Dennoch hatte das Handelsdefizit im vergangenen Jahr ein Rekordhoch erreicht. Der Oberste Gerichtshof der USA hat zudem im Februar die Strafzölle für unrechtmäßig erklärt.
Biontech schließt Standorte – bis zu 1.860 Jobs bedrohtDas Mainzer Biotechunternehmen BioNTech stellt seine Corona-Impfstoffproduktion in Deutschland ein, schließt fast alle heimischen Produktionsstandorte und streicht bis zu 1860 Stellen. Die Covid-Impfstoffherstellung werde komplett an den US-Partner Pfizer übertragen. „Im Laufe des Jahres werden wir die letzten Chargen hier in Deutschland herstellen“, sagte eine BioNTech-Sprecherin der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Im Zuge des Umbaus schließe das Unternehmen die Werke in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie die Standorte des übernommenen Tübinger Rivalen CureVac. In Deutschland blieben neben dem Hauptsitz in Mainz künftig nur noch Berlin und München als reine Bürostandorte erhalten.Die Schließungen sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Für die betroffenen Standorte würden Verkaufsoptionen geprüft, um den Stellenabbau möglichst abzufedern. Mit dem radikalen Umbau reagiert BioNTech auf die deutlich gesunkene Nachfrage nach Corona-Impfstoffen nach dem Ende der Pandemie. Bereits im vergangenen Jahr hatte BioNTech einen Abbau von rund 950 bis 1350 Vollzeitkräften über die nächsten zwei Jahre angekündigt. Wie viele Mitarbeiter das Unternehmen bereits verlassen haben, ist offen. Nun folgt der komplette Schnitt an den genannten Standorten, von dem insgesamt bis zu 1860 Arbeitsplätze betroffen sind.Nach Abschluss der Restrukturierung rechnet BioNTech ab 2029 mit jährlichen Einsparungen von rund 500 Millionen Euro. Die Mittel sollen vollständig in die Entwicklung von Krebsmedikamenten fließen. Bis 2030 will sich das Unternehmen zu einem führenden Anbieter in der Onkologie entwickeln.
Rheinmetall wächst schwächer als gedacht Rheinmetall hat die Erwartungen zum Jahresstart nur teilweise erfüllt. Der Rüstungskonzern kann sich kaum vor Aufträgen retten, hat aber Probleme mit dem Abarbeiten der Bestellungen. Während der Auftragsbestand im ersten Quartal weiter nach oben geschnellt ist, hinkt die Umsatzentwicklung dem Rüstungsboom hinterher. Rheinmetall bestätigte aber seine Jahresziele und stellte eine deutliche Beschleunigung des Wachstums im zweiten Quartal in Aussicht. Das beruhigte die Anleger, die Aktie stieg im frühen Handel bis zu 2,3 Prozent und setzte damit ihre jüngste Erholung fort. Der Umsatz von Rheinmetall sei im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 7,7 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro gestiegen, wie der Rüstungskonzern bereits am Montagabend nach Börsenschluss auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Damit sei die Markterwartung von knapp 2,3 Milliarden Euro nicht erreicht worden. Das operative Ergebnis legte um gut 17 Prozent auf 224 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge stieg um 1,1 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent, was auf dem Niveau der Markterwartung liege. Wegen des hohen Auftragsbestands bekräftigte Rheinmetall seine Jahresziele. Der Umsatz soll 2026 weiterhin um 40 bis 45 Prozent auf 14 bis 14,5 Milliarden Euro nach oben klettern. Die operative Ergebnismarge erwartet der Rüstungskonzern bei rund 19 Prozent. Die vollständigen Quartalszahlen will Rheinmetall weiterhin am 7. Mai vorlegen.
Audis Gewinne schrumpfen immer weiterAudi macht immer weniger Gewinn. Im ersten Quartal verdiente der zu VW gehörende Teilkonzern nach Steuern 559 Millionen Euro, wie er mitteilt. Das waren gut 11 Prozent weniger und der vierte Rückgang in einem ersten Quartal in Folge. Zum Vergleich: In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 hatte Audi noch 2,9 Milliarden nach Steuern verdient.Seither hat sich für die ganze Autoindustrie der Wind gedreht: Die US-Zölle sorgten für eine Belastung im niedrigen dreistelligen Millionenbereich, wie Finanzchef Jürgen Rittersberger sagt. Und wie sich die neuesten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump auswirken, kann das Unternehmen noch nicht sagen. Immerhin: Ohne die US-Zölle hätte es laut Rittersberger im ersten Quartal für ein Gewinnwachstum vor Steuern gereicht. Das andere Dauerproblem für Audi ist China. Dort verdiente der Konzern sehr viel weniger. Das China-Geschäft, das Audi im Finanzergebnis verbucht, trug dort nur noch 28 Millionen Euro bei. Vor einem Jahr waren es noch 170 Millionen. Auch beim Umsatz musste Audi Federn lassen. Er sank von 15,4 auf 14,2 Milliarden Euro. Alle Zahlen beziehen sich auf den Audi-Konzern zu dem neben der Kernmarke auch Bentley und Lamborghini gehören.
Commerzbank-Angreiferin Unicredit erzielt GewinnrekordDie um die Commerzbank buhlende italienische Großbank Unicredit hat zum Jahresauftakt laut der Nachrichtenagentur dpa mehr verdient als erwartet. Der Überschuss sei um 16 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gestiegen, teilte die im Euro Stoxx 50 notierte Bank laut dpa am Dienstag in Mailand mit. Das sei der höchste Quartalsgewinn in der Geschichte der Bank. Am Montag hatte Unicredit-Chef Andrea Orcel auf einer außerordentlichen Hauptversammlung grünes Licht erhalten, die Übernahme der Commerzbank weiter zu verfolgen. Die Aktionäre genehmigten eine Kapitalerhöhung um den Ausbau der bestehenden Beteiligung an dem deutschen Kreditinstitut zu finanzieren. Am heutigen Dienstag will Orcel ein offizielles Angebot für die Übernahme vorlegen, wie er kürzlich in einem Interview mit der F.A.Z. angekündigt hatte. Die Commerzbank lehnt die Übernahme ab. Unicredits Plan wird die Commerzbank zerlegen, warnte Firmenkundenvorstand Michael Kotzbauer in einem weiteren Interview mit der F.A.Z.
Brüssel stoppt EU-Gelder für Projekte mit Technik aus ChinaSolaranlagen und andere neue Projekte im Energiesektor sollen nur noch EU-Förderung erhalten, wenn sie ohne bestimmte elektrische Bauteile aus Ländern wie China auskommen. Konkret geht es um smarte Wechselrichter zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom, wie die EU-Kommission mitteilte. Laut Brüssel stellen sie eine potenzielle Bedrohung für die Stromnetze der EU dar. In der Praxis könnten sie zu einer Fernabschaltung der Netze der Mitgliedstaaten dienen und landesweite Stromausfälle herbeiführen, sagte die Sprecherin.Betroffen sind vor allem Lieferanten aus China, das einen globalen Marktanteil von rund 80 Prozent bei Wechselrichtern hält - der Huawei-Konzern ist bei Solaranlagen Weltmarktführer. Wechselrichter sind oft smarte Geräte, die ans Netz angeschlossen werden, um Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln.Das Verbot basiert laut Beamten auf einer Entscheidung der EU-Kommission von Anfang April und gilt für alle EU-Mittel, die direkt von der Kommission oder über Partnerbanken vergeben werden. Es gilt für Projekte, die die kritische Infrastruktur betreffen. Daher ist auch die deutsche Förderbank KfW angehalten, die neuen Regel zu beachten. Für Vorhaben, die bereits weit fortgeschritten sind, gilt eine Übergangsfrist.
Hapag-Lloyd: Hormus-Transit für unsere Schiffe derzeit unmöglichDie Reederei Hapag-Lloyd sieht auch nach der jüngsten US-Ankündigung, Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu geleiten, vorerst keine Möglichkeit für einen Transit der eigenen Frachter. Weiterhin säßen vier Schiffe von Deutschlands größter Containerreederei im Persischen Golf fest, bestätigte eine Konzersprecherin am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. \"Wir haben die jüngste Meldung zur Kenntnis genommen\", erklärte sie. Derzeit prüfe Hapag-Lloyd die Informationen und stehe in engem Kontakt mit zuständigen Behörden und Sicherheitspartnern. \"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bleibt unsere Risikoeinschätzung unverändert, Transite durch die Straße von Hormus sind momentan für Hapag-Lloyd-Schiffe nicht möglich.\"Die Reederei begrüße grundsätzlich Initiativen zur Verbesserung der Sicherheit, so die Sprecherin. \"Bislang liegt uns jedoch keine ausreichende operative Klarheit zu einem sicheren Transitverfahren vor.\" US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Schiffe befreien zu wollen, die wegen des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran im Persischen Golf festsitzen. Das iranische Militär warnte die US-Streitkräfte aber umgehend vor dem angekündigten Einsatz. Der Iran blockiert seit mehr als zwei Monaten fast die gesamte Schifffahrt im Golf.Ursprünglich saßen sechs Hapag-Lloyd-Schiffe mit rund 150 Seeleuten an Bord fest. Vor zehn Tagen hatte die Reederei der Nachrichtenagentur Reuters bestätigt, dass eines der zur Flotte der Hamburger gehörenden Schiffe die Straße von Hormus passieren konnte. Bei einem weiteren Schiff lief der Chartervertrag aus, sodass es nicht mehr zur Hapag-Lloyd-Flotte gehört. Den Crews an Bord der verbliebenen vier Schiffe gehe es \"unter den Umständen okay\", erklärte die Sprecherin am Montag weiter. Versorgungsschiffe lieferten Proviant und Trinkwasser.
Irankrieg vermiest Autoherstellern die StimmungSchon vor den von US-Präsident Donald Trump verkündeten höheren Importzöllen hat sich die Stimmung der deutschen Autoindustrie verschlechtert. Das Barometer fiel im April auf minus 23,8 Punkte, von minus 19,0 Zählern im März, wie das Münchner Ifo-Institut laut der Nachrichtenagentur Reuters am Montag zu seiner Umfrage mitteilte. Die Unternehmen bewerteten laut der Meldung zwar ihre aktuelle Geschäftslage besser, blicken aber erheblich pessimistischer auf die kommenden Monate. Das Barometer für die Geschäftserwartungen fiel auf minus 30,7 Punkte, von minus 15,3 Punkten im März. „Die Iran-Krise belastet die ohnehin geschwächte Autoindustrie zusätzlich“, sagt Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.Seit Freitag kommt ein neuer Belastungsfaktor hinzu. US-Präsident Trump hat angekündigt, die Einfuhrzölle für Fahrzeuge aus der Europäischen Union schon in dieser Woche von 15 auf 25 Prozent heraufzusetzen. „Die Kosten durch diese zusätzlichen Zölle wären für die deutsche sowie europäische Automobilindustrie in ohnehin sehr herausfordernden Zeiten enorm, hätten aber wahrscheinlich auch Auswirkungen auf die Verbraucherinnen und Verbraucher in den USA“, sagte die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller.In der Autoindustrie machten sich erste Anzeichen von Materialknappheit bemerkbar. Bei 9,3 Prozent der Unternehmen fehlten im April wichtige Vorprodukte, im März waren es noch knapp ein Prozent. „Die Iran-Krise beeinträchtigt etwa die Produktion und Lieferung von Helium“, sagt Wölfl. Dieses Edelgas sei direkt und indirekt für die Automobilproduktion wichtig. Helium wird zum Beispiel in der Chipproduktion, für Airbags, bei der Metallbearbeitung und der Leckortung von Batterien verwendet. Die EU bezieht mit etwa 40 Prozent einen bedeutenden Anteil ihres Heliumbedarfs aus Katar, verwies das Ifo-Institut auf Daten der Deutschen Rohstoffagentur. Die Forscher verwiesen zudem auf indirekte Wirkungen aus der Iran-Krise, die sich in den gesunkenen Geschäftserwartungen niederschlagen würden: Die generelle Unsicherheit bei Unternehmen und Haushalten steigt. „Zusammen mit den hohen Energiepreisen könnte dies für Kaufzurückhaltung beim Kauf von Neuwagen sorgen“, so das Ifo-Institut.
Thyssen und Jindal \"pausieren\" Gespräche über Stahlsparten-VerkaufDie Gespräche zwischen dem deutschen Industrieunternehmen Thyssenkrupp und Jindal Steel über einen Verkauf der Stahlsparte sind vorerst gescheitert. Das gab Thyssenkrupp am Samstag in einer offiziellen Mitteilung bekannt. Die Gespräche zwischen den beiden Anbietern \"pausieren\" demnach. \"Die ursprünglichen Grundannahmen und Voraussetzungen für eine mögliche Veräußerung von Thyssenkrupp Steel haben sich in den vergangenen Monaten deutlich geändert\", heißt es darin. Thyssen sehe \"große Fortschritte\" in der Neuausrichtung der Stahlsparte und verwies auf den Sanierungstarifvertrag mit der IG Metall und die Grundsatzvereinbarung der Gesellschafter von HKM über die zukünftige Aufstellung des Standortes im Duisburger Süden. Hinzu komme \"ein deutlich verändertes und grundlegend vorteilhafteres regulatorisches Umfeld für die Stahlindustrie in Europa, wodurch sich für den Sektor ein erhebliches verbessertes Stabilisierungs- und Aufwärtspotenzial\" biete. Dies gelte trotz des aktuellen Energiepreisschubs durch den Irankrieg, der das Energiepreisniveau global erhöht hat.„Wir haben immer gesagt: Stahl ist Zukunft. Und ein zukunftsfähiges Geschäft ist ein werthaltiges Geschäft“, erklärte Thyssen-Vorstandschef Miguel López laut der Mitteilung: „Nachdem wir uns im eigenen Unternehmen, mit den Tarifpartnern und mit der Politik in Deutschland und Europa im Grundsatz geeinigt haben, sind die Voraussetzungen für eine profitable Fortführung von thyssenkrupp Steel so gut wie lange nicht mehr. Jindal war während der gesamten Gespräche ein konstruktiver und engagierter Partner. Wir haben jedoch gemeinsam beschlossen, die Verhandlungen vorerst auszusetzen.“
Meta erwägt, Facebook, Instagram und Whatsapp im Bundesstaat New Mexico abzuschaltenDer Internetkonzern Meta droht nach übereinstimmenden Medienberichten damit, seine Social-Media-Dienste im amerikanischen Bundesstaat New Mexico einzustellen. Damit reagiere das Unternehmen auf Ansinnen der dortigen Staatsanwaltschaft. Das berichtet etwa die Nachrichtenagentur AP und beruft sich auf entsprechende Gerichtsunterlagen. Die Strafverfolger verlangen grundlegende Änderungen an den Plattformangeboten von Meta, darunter Instagram, um die psychische Gesundheit und Sicherheit von Kindern zu schützen.Die Staatsanwaltschaft fordert eine Reihe von Änderungen an Kinderkonten in sozialen Medien, die darauf abzielen, süchtig machende Funktionen einzuschränken, die Altersüberprüfung zu verbessern und sexuelle Ausbeutung von Kindern durch Standard-Datenschutzeinstellungen und eine strengere Aufsicht zu verhindern. Führungskräfte von Meta erwidern, dass das Unternehmen die Sicherheit von Kindern kontinuierlich verbessert und gegen die zwanghafte Nutzung sozialer Medien vorgehe. Das Unternehmen gibt an, dass es unter Hunderten von Apps, die von Jugendlichen genutzt werden, besonders ins Visier genommen werde.