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26.09.2026
00:06 Uhr
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KI von OpenAI brachte Nutzer-Bilder zu Online-Plattformen +++ Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch 100-Millionen-Vergleich ab +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog

Digitalminister Wildberger fordert internationale KI-Kontrolle Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) dringt auf eine stärkere internationale Zusammenarbeit bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI). „Wir sind als Menschheit absolut in der Lage, das Problem zu lösen. Wir sind weder der KI noch der Situation hilflos ausgeliefert“, sagte der Politiker in einem Interview der Funke Mediengruppe, wie die Zeitungen am Samstag vorab berichteten. Er sehe gute Chancen für eine internationale Vereinbarung, etwa einen Sicherheitskatalog, der KI-Programme nach dem neuesten Stand der Technik überprüfe. Wildberger nannte die Internationale Atomenergiebehörde als Vorbild. Es müsse jedoch geklärt werden, wie eine solche Kontrolle angesichts der rasanten technologischen Entwicklung organisiert werden könne.Der Minister nahm zudem die Entwickler von KI-Technologien in die Pflicht. Unternehmen trügen die Verantwortung dafür, dass ihre Produkte nicht gefährlich würden. Die KI dürfe keine eigenständigen Hackerangriffe vornehmen und keine Daten stehlen. Die Firmen müssten für derartige Straftaten haftbar gemacht werden. Die Technologie berge zwar Risiken, doch diese könnten beherrscht werden. Das Zeitfenster dafür stehe aber nicht mehr lange offen. „Wir müssen jetzt handeln“, sagte Wildberger.
Open AI stoppte Training von Astra Der ChatGPT-Entwickler Open AI hat einem Medienbericht zufolge im August das Training seines neuen KI-Modells Astra wegen Sicherheitsproblemen für zwei Wochen gestoppt. „Wir haben im August das Training von Astra für zwei Wochen angehalten, als wir sahen, dass die Ausrichtung des Modells nicht perfekt war“, sagte OpenAI-Europachef Emmanuel Marill der „Welt am Sonntag“. Der Trainingsstopp sei noch vor einer öffentlichen Mitteilung erfolgt.Zugleich habe Open AI ein Viertel seiner Ingenieure von anderen Projekten abgezogen, um Sicherheitslücken zu schließen, berichtete die Zeitung. Hintergrund waren demnach Probleme bei internen Tests des Modells. „Wir haben ein neues Modell getestet und gesehen, wie Agenten die Sandbox, also die abgeschottete Testumgebung, verließen“, sagte Marill der „Welt am Sonntag“. Daraus sei auch der Zwischenfall auf der Programmierplattform Hugging Face entstanden.
Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch 100-Millionen-Vergleich abDie Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag geplanten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.Die Mindestsumme muss demnach binnen 45 Tagen gezahlt werden. Unter bestimmten Bedingungen könne sie auf bis zu 300 Millionen Dollar heraufgesetzt werden, hieß es weiter. Der Vergleich beendet das Verfahren drei Tage vor dem geplanten Prozessbeginn in Montgomery. Klagen von mehr als einem Dutzend weiterer US-Bundesstaaten gegen Tiktok bleiben davon unberührt.
KI von OpenAI brachte Nutzer-Bilder zu Online-PlattformenDie Künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI hat 53 Mal von Nutzern hochgeladene Bilder auf Online-Plattformen platziert. Die Links dazu seien nicht öffentlich gewesen, erklärte OpenAI. Ein Großteil sei bereits wieder entfernt worden und man arbeite mit den Plattformen daran, auch den Rest zu löschen. Es ist der erste bekanntgewordene Vorfall, bei dem auch Daten von OpenAI-Nutzern betroffen waren.Unterdessen deutet sich an, dass noch viele weitere Enthüllungen um eigenständige Hacking-Aktivitäten der KI von OpenAI folgen könnten. Man habe „Dutzende“ Organisationen informiert, mit deren Webseiten Software von OpenAI auf ungeplante Weise „interagiert“ habe, teilte die KI-Firma mit. „Einige der betroffenen Webseiten werden von Regierungen, Universitäten, Behörden und anderen Institutionen betrieben“, hieß es. Man überlasse es ihnen, die Vorfälle öffentlich zu machen.
Staat gibt Condor-Anteil an Investor abDeutschlands zweitgrößte Fluglinie wieder vollständig in privater Hand
Evonik bestätigt: BASF hat Interesse an ÜbernahmeDer weltgrößte Chemiekonzern BASF hat seinen Konkurrenten, den Essener Evonik-Konzern ins Visier genommen. „In Reaktion auf aktuelle Presseberichterstattungen bestätigt der Vorstand der Evonik Industries AG, dass ihm eine unverbindliche Ansprache durch die BASF SE zugegangen ist“, teilte Evonik in einer Ad-hoc-Mitteilung am Freitagnachmittag mit. Es gehe um „ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Gesellschaft“. Gespräche zwischen den beiden Unternehmen fänden „derzeit“ allerdings nicht statt. Evonik wollte den Vorgang darüber hinaus nicht kommentieren. Auch Evoniks Ankeraktionärin, die RAG-Stiftung, bestätigte am Freitagnachmittag, \"dass wir durch die BASF auf ein etwaiges freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot der BASF für Evonik angesprochen worden sind\". Darüber hinaus wollte sich auch die Stiftung nicht zu weiteren Details äußern. Die RAG-Stiftung hält 43 Prozent an Evonik, ihre Stimme gilt als wegweisend für einen möglichen Zusammenschluss.
BHP fährt weltgrößte Kupfermine in Chile nach tödlichem Arbeitsunfall wieder hochNach einem tödlichen Arbeitsunfall fährt der Bergbaukonzern BHP den Betrieb in der weltgrößten Kupfermine im chilenischen Escondida schrittweise wieder hoch. „Das Unternehmen prüft weiterhin die Voraussetzungen für eine schrittweise Wiederaufnahme des Bergbaubetriebs unter Berücksichtigung des Wohlergehens der Belegschaft, der Betriebsbereitschaft, der Risikokontrollen und der geltenden behördlichen Auflagen“, teilte der Konzern am Donnerstag (Ortszeit) mit. Der Betrieb war am Mittwoch komplett heruntergefahren worden, nachdem ein Arbeiter bei Wartungsarbeiten ums Leben gekommen war.In Chile dürfen Bergwerke nach einem tödlichen Unfall in der Regel erst dann den Betrieb wieder aufnehmen, wenn Inspektoren überprüft haben, dass die Bedingungen für eine Wiederaufnahme sicher genug sind. Die Escondida-Mine befindet sich in der chilenischen Atacama-Wüste. BHP betreibt die Anlage, während Rio Tinto einen Anteil von 30 Prozent hält. Weitere 12,5 Prozent gehören dem japanischen Unternehmen Jeco.
Open AI will wohl KI-Modell mit Schwerpunkt Cybersicherheit veröffentlichenDer US-Softwarekonzern Open AI will einem Medienbericht zufolge in den kommenden Tagen ein neues Modell für Künstliche Intelligenz (KI) mit dem Schwerpunkt Cybersicherheit vorstellen. Das Unternehmen plane zudem die Einführung eines neuen Produkts, das Kunden bei einer sicheren und automatisierten Anwendung helfen solle, berichtete das Magazin „Fortune“ am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf mehrere Insider. Das Modell mit dem Namen „GPT-6 Cyber“ ist bereits das vierte seiner Art in diesem Jahr. Es könnte am kommenden Dienstag auf der Entwicklerkonferenz DevDay in San Francisco zusammen mit zwölf oder mehr weiteren Produkten präsentiert werden. Eine Stellungnahme von OpenAI lag der Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht vor.
Anthropic plant vor Börsengang offenbar Stimmrechtsmehrheit für GründerDer KI-Entwickler Anthropic bittet seine Aktionäre einem Medienbericht zufolge um Zustimmung für eine neue Unternehmensstruktur, die den Gründern vor dem geplanten Börsengang die Kontrolle sichern soll. Firmenchef Dario Amodei und seine sechs Mitgründer sollen gemeinsam 50,1 Prozent der Stimmrechte erhalten, berichtete das Technologieportal „The Information“ am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Die neue Regelung sei einer Struktur bei der Softwarefirma Palantir nachempfunden. Die Gründer sollen dafür eine spezielle Aktiengattung bekommen, die ihnen bei den meisten Entscheidungen die Kontrolle sichert. Voraussetzung sei, dass mindestens drei der sieben Gründer eine Mindestanzahl an Anteilen halten. Die Wahl des Verwaltungsrats sei davon jedoch ausgenommen. Das Gremium verfüge über sieben Sitze, von denen derzeit einer unbesetzt sei. Zudem sei geplant, den Mitarbeitern eine besondere Aktiengattung zuzuteilen, die bei bestimmten Fragen als ausschlaggebende Stimme dienen solle. Anthropic reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.Das Unternehmen, das hinter dem Chatbot Claude steht und seit Monaten als führend bei KI-Anwendungen für Firmen gilt, bereitet sich auf einen der voraussichtlich größten Börsengänge der Geschichte vor. Dieser könnte auf die Zeit nach den US-Kongresswahlen im November verschoben werden. Es wird jedoch nicht erwartet, dass die Wahlen größere Auswirkungen auf die Aktienplatzierung haben. Im Mai hatte Anthropic bei einer Finanzierungsrunde 65 Milliarden Dollar eingesammelt und wurde dabei mit 965 Milliarden Dollar bewertet.
Starbucks schließt 250 Filialen in NordamerikaStarbucks schließt im Zuge seines Sanierungskurses 250 unrentable Filialen in Nordamerika und schraubt seine Expansionsziele zurück. Die Maßnahme betrifft etwa ein Prozent der rund 18.000 Standorte in Nordamerika und soll größtenteils bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 abgeschlossen sein, teilte der US-Kaffeekonzern am Donnerstag mit. Das Unternehmen erwartet dadurch Restrukturierungskosten von rund 300 Millionen Dollar. Zudem rechnet Starbucks im Geschäftsjahr 2026 weltweit mit rund 440 Neueröffnungen von eigenen und lizenzierten Filialen. Zuvor hatte das Ziel bei 600 bis 650 Eröffnungen gelegen.Konzernchef Brian Niccol treibt damit seine Pläne voran, den Absatz anzukurbeln. Der ehemalige Chef von Chipotle Mexican Grill vollendete im September zwei Jahre an der Spitze von Starbucks. Im Rahmen seines „Back to Starbucks“-Plans versucht er, Kunden mit kürzeren Wartezeiten und einfacheren Speisekarten in den USA zurückzugewinnen. Das Unternehmen investierte zudem in den Filial- und Küchenbetrieb und senkte die Kosten, indem es Stellen in der Verwaltung abbaute sowie einige Regionalbüros schloss.Bis Juli dieses Jahres steigerte Starbucks seinen Umsatz vier Quartale in Folge. Die Kundenfrequenz sei in allen Einkommensgruppen gestiegen, hatte Niccol im April erklärt. Neben einer Aktualisierung des Treueprogramms trugen neue Angebote wie Protein-Milchschaum zum Umsatz bei. Die Nachfrage nach den hochpreisigen Kaffeespezialitäten des Konzerns erwies sich trotz einer allgemeinen Konsumzurückhaltung als robust. Dies gilt insbesondere für US-Verbraucher mit geringerem Einkommen, die unter den hohen Kosten für Kraftstoffe und Lebensmittel leiden. Vor einem Jahr hatte Starbucks im Rahmen eines Umbaus mehrere unrentable Filialen in der Region geschlossen, darunter seine bekannte Rösterei in Seattle. Die Umstrukturierung schlug mit geschätzten Kosten von einer Milliarde Dollar zu Buche.
Kartellamt genehmigt alleiniges Eigentum an der „Zeit“Die Verleger Dieter von Holtzbrinck und Stefan von Holtzbrinck haben ihre Beteiligungen an führenden Medien neu geregelt. Dieter von Holtzbrincks Verlagsgruppe gibt ihre 50-Prozent-Beteiligung am Zeitverlag an Stefan von Holtzbrinck ab. Dessen Medienunternehmen Georg von Holtzbrinck wird dadurch zum Alleineigentümer der „Zeit“ und weiterer Magazine wie „Zeit Campus“, „Zeit Wissen“ und „Zeit Leo“.Das Bundeskartellamt hat laut einer Pressemitteilung vom Donnerstag keine Einwände gegen den Deal, da das Verlagshaus Georg von Holtzbrinck über keine weiteren Aktivitäten im Bereich der überregionalen Tages- oder Wochenzeitungen verfügt.Der Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG gehört seit 1996 zu Georg von Holtzbrinck. Im Jahr 2009 hatte Dieter von Holtzbrinck Medien 50 Prozent der Anteile übernommen, die nun zurückgegeben wurden. Dieter und sein Halbbruder Stefan von Holtzbrinck sind Söhne des Verlegers Georg von Holtzbrinck (1909 bis 1983). Zur Verlagsgruppe Dieter von Holtzbrinck gehören das „Handelsblatt“, die „Wirtschaftswoche“ und der „Tagesspiegel“.
Eon-Chef Birnbaum fordert besser koordinierte EnergiewendeDer Vorstandsvorsitzende des Essener Energiekonzerns Eon, Leonhard Birnbaum, hat mit deutlichen Worten vor einem falsch dimensionierten Ausbau des Erneuerbaren Energiesystems gewarnt. „Wir bauen Netze in der Nord- und Ostsee, für die wir keine Offshoreparks haben, wir bauen an Land Erneuerbare, für die wir keine Netze haben. Und insgesamt bauen wir ein System, das größer ist als die Nachfrage“, prangerte er während einer Rede auf dem „Deutschen Energierechtstag“ in Essen an. Eon werde mit Netzanschlussanfragen überrannt, viele davon ohne seriösen Hintergrund. Er verglich dies mit Urlaubern auf Mallorca, „die ihr Handtuch am Pool auslegen und dann erstmal drei Stunden frühstücken gehen“. Eon habe derzeit Batterie-Anschlussanfragen im Umfang von 500 Gigawatt und für Rechenzentren im Umfang von 70 Gigawatt. In diesem Zusammenhang lobte er das geplante Netzanschlusspaket der Bundesregierung im Grundsatz. Über die meisten Punkte bestehe ein großer Konsens, der große Streit über den so genannten Redispatchvorbehalt solle nicht überbewertet werden. „Es fühlt sich so an, als wenn ein Kulturkampf um die Energiewende läuft“, dabei gehe ein Großteil des Netzpakets „in die richtige Richtung“.Zugleich warnte Birnbaum angesichts der jüngsten Anschläge auf das Stromsystem vor zunehmenden Sabotageversuchen. „Die Angriffe auf unsere Netze nehmen signifikant zu“, sagte der Eon-Chef. Die jüngsten Anschläge auf Leitungen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen führten zwar nicht zu Stromausfällen, aber: „Wir müssen uns vorbereiten auf die erfolgreichen Attacken. Ich kann nicht auf jedes Umspannwerk einen Wachschutz setzen.“ Natürlich könne man den Datenschutz hochhalten wie bisher, „aber dann werden wir Themen haben“, sagte er in Anspielung auf die Forderungen, im näheren Umkreis von Umspannwerken auch die Umgebung per Video überwachen zu dürfen. Zugleich sei es „absurd“, welche Transparenzregeln es in Deutschland gibt, bemängelte er. In der Branche wurde zuletzt mehrfach kritisiert, dass öffentlich im Internet sehr genau einsehbar ist, wo welche Leitungen verlaufen.
Tödlicher Arbeitsunfall in der größten Kupfermine der WeltNach einem tödlichen Arbeitsunfall ist der Betrieb in der weltweit größten Kupfermine im chilenischen Escondida komplett heruntergefahren worden. „Der gesamte Betrieb in der Mine wurde eingestellt“, teilte der Minen-Konzern BHP am Mittwoch mit, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Ein Zeitrahmen für eine mögliche Wiederaufnahme wurde nicht genannt.BHP erklärte, ein Arbeiter sei bei Wartungsarbeiten ums Leben gekommen. In Chile dürfen Bergwerke nach einem tödlichen Unfall in der Regel erst dann den Betrieb wieder aufnehmen, wenn Inspektoren überprüft haben, dass die Bedingungen für eine Wiederaufnahme sicher genug sind. Escondida liegt in der chilenischen Atacama-Wüste.