Es heißt, der deutsche Basketball sei so sexy wie noch nie. Doch wie sexy kann ein Sport sein, wenn der wichtigste Wettbewerb Easy-Credit-Basketball-Bundesliga heißt, wo an diesem Wochenende auch die BMA365 Bamberg Baskets im Halbfinale antreten? Nein, wenn es nur nach den Namen geht, ist der deutsche Basketball – WM-Titel hin, EM-Titel her – so sexy wie die letzte Banane im Supermarkt am Abend vor einem Feiertag. Apropos. In der kommenden Saison wird ein Lebensmitteldiscounter Haupt- und Namenssponsor des BBL-Pokals und Ernährungspartner der Easy Credit BBL. Dieser hat nun einen Werbespot veröffentlicht, in dem der deutsche Welt- und Europameister Andreas Obst (Bayern München) mit Hape Kerkeling auftritt, der nicht Horst Schlämmer spielt, sondern Gerd Müse. Also Obst und G. Müse. Wer in dem Werbespot leider fehlte, war der Nowitzki – wenn man ihm das „No“ und das „ki“ nimmt. Dafür gibt’s im deutschen Basketball zum Glück Per Günther, den früheren Bundesligaspieler, der in seinem Podcast „Abteilung Europameister“ vorgeschlagen hat, dass Obsts neuer Spitzname der Name des Discounters sein sollte. Das spielt damit, dass Obst seit seiner Vertragsverlängerung der erste deutsche Bundesligaspieler sein soll, der pro Saison eine Million Euro verdient. Nicht brutto. Netto.
