FAZ 05.05.2026
16:33 Uhr

Erste Visualisierung: So könnten Olympische Spiele in Berlin aussehen


Berlin stellt seine Kampagne zur Olympia-Bewerbung vor. Was man sich nun erstmals vorstellen kann: wie es wirklich aussehen könnte, wenn die Spiele 2036, 2040 oder 2044 in der Hauptstadt stattfinden.

Erste Visualisierung: So könnten Olympische Spiele in Berlin aussehen

Die Sichtbarkeit der Kampagne war zuletzt oft ein Thema, wenn es um die Berliner Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ging. Zu wenig sichtbar im Stadtbild, sagten diejenigen, die es gut mit den Ambitionen der Hauptstadt meinen, viel sichtbarer als vorher, sagten die Macher. Was man sich nun erstmals konkret vorstellen kann: wie es wirklich aussehen könnte, wenn die Spiele 2036, 2040 oder 2044 in Berlin stattfinden. Mit dem Senatsbeschluss vom Dienstag lieferte Berlin eine Visualisierung des Host-City-Konzepts. Das setzt zum einen auf effektvollen Dekor, mit großformatigen Ringen in Olympia-Farben an markanten Orten wie dem Fernsehturm oder auch dem Flughafen. Vor allem aber auf eine besondere Erfahrbarkeit des Stadtraumes: Mit viel Gold in den Augen soll die Welt Berlin neu kennenlernen, auf einer goldenen Rampe etwa, die von West und Ost zum Brandenburger Tor aufsteigt, wo die Medaillen verliehen würden. Ein goldenes Band verbände das Olympiastadion weit im Westen mit dem Tempelhofer Feld, wo die Eröffnungsfeier geplant ist, in Abgrenzung auch zu den Nazi-Spielen von 1936. Mit der Kulisse von internationalem Format zielt Berlin letztlich auf die Entscheider beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Vorher aber geht es darum, mit Zahlen zu überzeugen. Im operativen Budget veranschlagt Berlin 4,82 Milliarden Euro, dem sollen 5,24 Milliarden an Einnahmen gegenüberstehen, die Investitionen in Infrastruktur – vor allem aus öffentlicher Hand – sollen knapp 1,6 Milliarden Euro betragen. Am 21. Mai ist ein Votum im Abgeordnetenhaus geplant. Das Ergebnis geht, geringer gewichtet als die Referenden der drei Konkurrenten, in die Matrix ein, auf deren Basis der Deutsche Olympische Sportbund am 26. September seinen Kandidaten küren will.