FAZ 05.10.2026
16:00 Uhr

Für Israel, für Palästina: Zwei Kundgebungen am 7. Oktober


Der Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel jährt sich zum dritten Mal. In Frankfurt wollen Israel-Unterstützer, aber auch propalästinensische Aktivisten am Mittwoch auf die Straßen gehen.

Für Israel, für Palästina: Zwei Kundgebungen am 7. Oktober

In Israel spricht man vom „schwarzen Schabbat“: An diesem Mittwoch jährt sich der Angriff der Terrororganisation Hamas auf das Land vom 7. Oktober 2023 zum dritten Mal. Rund 1200 Israelis wurden bei dem Massaker getötet, 251 Geiseln in den Gazastreifen entführt. In Frankfurt wird es zum Gedenken an die Opfer der Hamas einen Schweigemarsch geben, zu dem die Jüdische Gemeinde, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und weitere Initiativen aufrufen. Vom Opernplatz wollen die Demonstranten schweigend zur Westend-Synagoge ziehen, in ihrem Aufruf werben die Veranstalter um „Solidarität mit Israel und jüdischem Leben“. Beginn der Veranstaltung ist am Mittwoch um 17 Uhr. Ebenfalls für den 7. Oktober geplant ist auch eine Demonstration von propalästinensischen Aktivisten, die an den auf den Terroranschlag folgenden Gazakrieg erinnern wollen. Zwischen 70.000 und 100.000 Opfer des Krieges wurden während des Krieges gegen die Hamas gezählt, noch immer hält Israel einen Teil des Gazastreifens besetzt. „Gaza schreit nach Freiheit“ lautet das Motto der geplanten Demonstration, die am Mittwoch um 18 Uhr an der Hauptwache beginnen soll. In den Vorjahren gab es scharfe Kritik daran, dass Palästina-Aktivisten ausgerechnet für den 7. Oktober zu Protesten aufriefen. Die Stadt hatte versucht, die Kundgebungen zu verbieten, war dabei aber am Widerspruch der Gerichte gescheitert. In diesem Jahr wurde die angekündigte Demonstration dagegen kaum kritisiert.