FAZ 02.06.2026
18:52 Uhr

Gießen: Vierunddreißigjähriger nach Schüssen in Wettbüro vor Gericht


Drei Menschen werden durch Schüsse in einem Wettbüro verletzt. Jetzt beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Schützen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord vor.

Gießen: Vierunddreißigjähriger nach Schüssen in Wettbüro vor Gericht

Knapp acht Monate nach Schüssen in einem Wettbüro beginnt an diesem Mittwoch vor dem Landgericht Gießen der Prozess gegen einen 34 Jahre alten Mann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten heimtückischen Mord, gefährliche Körperverletzung sowie einen Verstoß gegen das Waffengesetz vor. Am Abend des 11. Oktober vergangenen Jahres soll der Angeklagte, der die türkische Staatsbürgerschaft hat, das Wettbüro in der Gießener Innenstadt betreten und vier Schüsse aus einer Pistole abgegeben haben. Drei Menschen im Alter von 16, 27 und 40 Jahren waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Kugeln getroffen und im Bereich der Beine und des Oberkörpers verletzt worden. Beim Verlassen des Wettbüros soll der Vierunddreißigjährige noch einen weiteren Schuss in Richtung des Eingangs abgegeben, jedoch niemanden getroffen haben. Er war noch am Abend der Tat festgenommen worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Streit zwischen dem Vierunddreißigjährigen und einem der Opfer einige Wochen zuvor Auslöser für die Schüsse gewesen sein dürfte. Darauf deuteten laut Staatsanwaltschaft Zeugenbefragungen und die Auswertung von Videoaufnahmen und Handys hin.