Der FIFA-Friedenspreisträger Donald Trump ist schwer beschäftigt. Nicht nur damit, seinen Krieg zu verlieren, sondern auch – nein, nicht mit Fußball. Am 14. Juni, drei Tage nach Anpfiff der Fußball-WM, wird zugeschlagen: Käfigkampf auf dem Rasen vorm Weißen Haus. Mr President is excited, so voller Vorfreude auf das Geprügel anlässlich des 250. Geburtstags der Vereinigten Staaten, dass ihm bei der Präsentation im Oval Office nicht mal die Augen zugefallen sind. Wird das aufregend. Auch für den Chef des Federal Bureau of Investigation, Ka$h Patel. Das ist kein Tippfehler, so markiert der FBI-Chef den Whiskey, den er verschenkt. Im Februar soll in der Umkleide des US-Eishockey-Teams bei den Spielen in Mailand auch eine Flasche Ka$h-Whiskey gelandet sein, schreibt „The Atlantic“. Im März dann hatte Amerikas Chefermittler einige Beamte von Käfigkämpfern trainieren lassen, was, nüchtern betrachtet, der Strafverfolgung so zuträglich ist wie ein FBI-Chef, der auf Rapper macht und dabei so heftig rüberkommt wie ein Vierzehnjähriger, der die Rückseite des Schulhefts vollkritzelt. Andererseits: Wenn sich Trump, Patel und all die anderen Hauptdarsteller dieser Dauerschleife der Fremdscham während der WM auf ihren Testosteron-Zirkus in Washington und die damit einhergehenden Verdien$t-, Pardon, Verdienstmöglichkeiten konzentrierten, hätte die ganze Welt etwas davon. Wenigstens beim Fußball.
