Der Vorgarten aus der Form geraten, die Steinplatten der Einfahrt ganz grau. Dementsprechend auch die Laune. Die kalten Monate haben ihre Spuren hinterlassen. Nun leiden wir zwar nicht unter Mysophobie, wie Psychologen die extreme Angst vor Schmutz nennen. Doch im Angesicht ungepflegter Areale werden wir etwas unruhig. Gut also, dass es Hersteller gibt, die sich des Problems annehmen. Kärcher etwa führt ein riesiges und nicht immer leicht durchschaubares Sortiment an Hochdruckreinigern. Zusatzbezeichnungen wie Classic, WCM, FJ, Special, Go Further oder Eco Booster machen die Sache nicht einfacher. Merken Sie sich einfach Folgendes: Ganz unten rangieren K Mini und K2 für Einsteiger. Danach steigt die Leistungskurve bis zum K7 für alle, die gern mehr Druck mögen. Beim Reinigen, versteht sich. Komfortable Comfort-Reihe Der K7 arbeitet mit bis zu 180 Bar. Dazu kommen bis zu 60 Quadratmeter Flächenleistung pro Stunde und maximal 510 Liter Fördermenge. Auch der Schlauch fällt mit gut zehn Metern länger aus. Weil die Auswahl offenbar noch nicht genügt, lanciert Kärcher nun zusätzlich eine Comfort-Reihe für die Klassen K4 bis K7. Sie ersetzt die bisherigen Serien Power Control und Smart Control Flex. Es geht vor allem um eine komfortablere Bedienbarkeit. Das wird schon während des Aufbaus deutlich. Transportgriff, Kabelhaken, Pistolenhalter und Zubehörbox lassen sich werkzeuglos ans hübsche Kunststoffgehäuse anstecken. Es erspart jene kleinen Handgriffe, die an Saisonprodukten normalerweise wiederkehrend nerven. Überzeugt ohne digitale Spielereien Der lange Teleskopgriff wirkt stabil und lässt sich sauber arretieren, was das Rangieren und Ziehen erleichtert. Clever ist auch die Leitungsführung. Strom und Wasser liegen auf einer Seite, der Hochdruckschlauch auf der anderen. Kabel und Schlauch geraten somit seltener durcheinander. Auch der serienmäßige Schlauch, Premium Flex genannt, trägt zum Wohlbefinden bei. Er bleibt flexibel, verdreht sich kaum und läuft grundsätzlich sauber über die integrierte Trommel. Weil er vollständig auf dem Boden abgelegt werden kann, werden Stolperfallen minimiert. Es irritierte nur, dass der Anschluss am Gerät hinter der Rolle während des Reinigens siffte, was sich nicht verhindern ließ. Das 4-in-1-Strahlrohr bündelt mehrere Düsenvarianten in einer einzigen Lanze. Mithilfe einer Drehbewegung wechseln Nutzer zwischen Dreckfräser, Hochdruckflachstrahl, breitem Niederdruckstrahl und Reinigungsmittelmodus. Das ständige Tauschen einzelner Aufsätze entfällt damit. Modelle mit dem Zusatz Connect bieten zusätzlich App-Funktionen. Vermisst haben wir diese sie nicht. Das Testgerät K7 Comfort Premium Home überzeugt auch ohne digitale Spielereien. Der wirkungsvolle Flächenreiniger gehörte ebenso zum Lieferumfang wie eine zwischen die Lanze klemmbare Schaumdüse für Reinigungsmittel. Das schwäbische Reinheitsgebot hat seinen Preis, nämlich rund 645 Euro. Nun müssen wir eben mit Hochdruck Geld verdienen. Es lohnt sich.
