FAZ 06.05.2026
09:54 Uhr

Kulturstaatsminister: Wolfram Weimer hat eine Schwäche für Latino-Pop


Was Musik angeht, ist Kulturstaatsminister Weimer ein ziemlicher Mainstreamer  – mit einer Ausnahme: Auch Latino-Pop gehört zu seinem Repertoire.

Kulturstaatsminister: Wolfram Weimer hat eine Schwäche für Latino-Pop

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hat eine Schwäche für Latino-Pop und modernen Fado. Er sei in Portugal aufgewachsen und habe länger in Spanien gelebt, erklärte er seine Begeisterung für die Musik von der Iberischen Halbinsel in einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“. Insgesamt sei er aber ein ziemlicher Mainstreamer. „Ich höre alles, was gerade in den Charts ist, und habe keine skurrilen Neigungen in eine bestimmte Richtung.“ Beim Eurovision Song Contest wird Weimer vor Ort in Wien die deutsche Kandidatin Sarah Engels unterstützen. „Ich wünsche, dass sie einen guten vorderen Platz belegt.“ Den Wettquoten zufolge würden allerdings die Skandinavier vorne liegen. Auch freue er sich über die Teilnahme des israelischen Sängers Noam Bettan. Wegen des Krieges in Gaza hatten mehrere Länder zum Boykott der größten Popmusik-Veranstaltung der Welt aufgerufen. Ende April forderten zudem mehr als 1000 Musiker einen Ausschluss des israelischen Fernsehsenders Kan vom ESC. Der Boykottaufruf habe ihn geschmerzt, sagte Weimer. Er habe sich deshalb dafür engagiert, dass Israel singen darf.