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19.08.2026
03:35 Uhr
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Die Vereinigten Arabischen Emirate werfen Teheran abermalige Angriffe vor +++ Iran dementiert Raketenangriff auf Emirate +++ Trump provoziert mit Karte der Straße von Hormus +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Iran dementiert Raketenangriff auf EmirateInmitten neuer Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat Teheran Vorwürfe eines Raketenangriffs auf den Golfstaat „kategorisch“ zurückgewiesen. Die Vorwürfe seien falsch und schadeten der Stabilität in der Region, erklärte am Dienstagabend der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei. Die Emirate hatten zuvor erklärt, dass Iran erstmals seit Monaten wieder Raketen auf das Land abgefeuert habe.Irans Außenamtssprecher Bakaei erklärte dazu, dass Teheran „den Vorwurf der Vereinigten Arabischen Emirate, dass Iran ein Rakete in Richtung dieses Landes abgefeuert hat, kategorisch zurückweist“. Der Vorwurf aus Abu Dhabi sei schädlich für das Vertrauen und die Sicherheitsbemühungen in der Region.
Vereinte Arabische Emirate melden Raketenangriff aus IranIran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate erstmals seit Monaten zwei Raketen auf das emiratische Staatsgebiet abgefeuert. Die Luftabwehr habe „zwei vom Iran aus in Richtung des Landes abgefeuerte ballistische Raketen geortet, von denen die erste außerhalb der Hoheitsgewässer und die zweite innerhalb der Hoheitsgewässer niederging“, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag auf der Plattform X mit.Zwei Stunden zuvor hatten die emiratischen Behörden eine Warnung vor „einer möglichen Bedrohung durch Raketen“ an Mobiltelefone gesendet und die Bürger aufgefordert, umgehend sichere Orte aufzusuchen. Es war die erste derartige Warnung seit einem Alarm im Juli wegen eines Angriffs, bei dem die Geschosse letztlich nicht in den emiratischen Luftraum eindrangen.
Trump provoziert mit Karte der Straße von HormusNach dem Ende der 60-Tage-Frist des Rahmenabkommens stehen Washington und Teheran laut US-Präsident Donald Trump nicht in Verhandlungen. „Es finden derzeit keine Gespräche oder Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran statt, und es sind auch keine geplant“, teilte er auf der Plattform Truth Social mit. Erst am Vortag hatte Trump dem Sender Fox News gesagt, Vertreter der US-Regierung stünden im direkten Kontakt mit den iranischen Revolutionsgarden. Zudem behauptete Trump, die Straße von Hormus bleibe geöffnet. Tatsächlich gab es in den vergangenen Tagen immer wieder Angriffe auf Handelsschiffe. Die US-Seeblockade gegen iranische Schiffe bleibe intakt, schrieb Trump weiter.Zuvor hatte er eine Karte auf der Plattform geteilt, in der die Straße von Hormus als neues US-Territorium beschrieben wird. „New U.S. Territory“, steht darüber.An ihrer schmalsten Stelle ist die Straße von Hormus nur 21 Seemeilen breit – und liegt damit vollständig in den Küstenmeeren von Iran und Oman. Das internationale Seerecht – maßgeblich geprägt durch das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen – teilt die Meere in verschiedene Zonen. Küstenmeere sind Teil des Staatsgebiets, sie reichen bis zu zwölf Seemeilen vor die Küste, deshalb ist auch von einer Zwölf-Meilen-Zone die Rede.
Erdoğan fordert Trump zu weiteren Gesprächen mit Iran aufDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat zu direkten Gesprächen mit Iran aufgefordert. Erdogan habe erklärt, es sei von großer Bedeutung, bei den Spannungen zwischen Iran und den USA die Diplomatie bestmöglich zu nutzen, teilte das türkische Präsidialamt am Dienstag mit. Die Türkei hoffe auf eine Fortsetzung der Gespräche und werde die Friedensbemühungen weiter unterstützen. Die Türkei, die über die zweitgrößte Armee der NATO verfügt und an Iran grenzt, hat wiederholt ein Ende des Krieges gefordert.
Kushner: Verhandlungen mit Iran verlaufen „sehr positiv“Die Gespräche zwischen Washington und Teheran über ein Ende des Irankrieges kommen nach Angaben des US-Gesandten Jared Kushner voran. Beide Seiten führten „sehr positive Gespräche“, sagte der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump am Montag dem Fernsehsender Fox News. Er schränkte zugleich aber ein, dass es „nach all den Jahren eigentlich kaum Vertrauen zwischen den USA und Iran“ gebe. Trump werde in den Verhandlungen „sehr geduldig sein“, sagte Kushner weiter. Der Präsident wolle „nichts überstürzen“. Er werde „das richtige Abkommen schließen, sobald das richtige Abkommen bereit ist“.
Washington vergibt Auftrag für Tomahawk-RaketenNach Berichten über Engpässe bei den Raketenbeständen der USA infolge des Irankrieges hat das Pentagon einen milliardenschweren Auftrag zur Herstellung von Tomahawk-Raketen vergeben. Der Vertrag mit dem US-Unternehmen Raytheon mit einem Volumen von 22,9 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 19,8 Milliarden Euro) werde die Lieferung der Geschosse an die US-Streitkräfte „in beispiellosem Tempo beschleunigen“, erklärte der geschäftsführende Marine-Staatssekretär Hung Cao am Montag.Es sei von „entscheidender Bedeutung sicherzustellen, dass unsere Marine und die Streitkräfte insgesamt über die nötige Feuerkraft verfügen, die sie zur Abschreckung und zum Schutz des Heimatlandes brauchen“, erklärte Cao weiter. Das Pentagon nutze „alle verfügbaren Mittel, um den Anforderungen unserer derzeitigen Einsätze gerecht zu werden“.
Trump droht OmanMit einer scharfen Drohung hat US-Präsident Donald Trump den Druck auf Oman erhöht. Das Sultanat soll derzeit mit Iran klären, wie künftig die Schifffahrt durch die Straße von Hormus geregelt sein soll – bisher ohne Einigung. „Wenn Oman uns in die Quere kommt, werden wir sie in Grund und Boden bombardieren“, sagte Trump dem Sender Fox News. Oman ist bislang keine aktive Kriegspartei.Das zwischen Teheran und Washington ausgehandelte Rahmenabkommen sah vor, dass Oman und Iran gemeinsam eine Lösung für die Schifffahrt finden – in Absprache mit den Anrainerstaaten und unter Berücksichtigung internationalen Rechts. Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde bisher aber nicht verkündet.
Huthi setzen Angriffe fortDie von Iran unterstützte jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben mehrere Kriegsschiffe Saudi-Arabiens im Roten Meer angegriffen. Ein saudi-arabisches Landungsschiff und vier begleitende Patrouillenboote seien vor der Küste des Jemen nahe der Hafenstadt Mokka mit mehreren ballistischen Raketen beschossen worden, erklärte Huthi-Militärsprecher Jahja Saree am Montag. Jemenitischen Armeekreisen zufolge haben die Huthi zudem Ziele in der Nähe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab angegriffen. Die mit Iran verbündete Miliz habe fünf ballistische Raketen auf Stellungen der international anerkannten jemenitischen Regierung gefeuert, hieß es weiter. Um welche Ziele es sich dabei genau handelte, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Es war den Angaben zufolge zunächst unklar, ob es dabei Schäden oder Opfer gab.
60-Tage-Frist des Rahmenabkommens abgelaufenIn diesen Tagen endet die sechzigtägige Frist, die sich Iran und die USA gesetzt hatten, um eine langfristige Vereinbarung über die Beendigung des Irankriegs zu schließen. Lange hielt das Mitte Juni geschlossene Rahmenabkommen allerdings nicht. Ein ranghoher Vertreter der Revolutionsgarde äußerte am Montag nun, dass der Krieg auf der Grundlage dieses Abkommens beendet werden müsse. „Die Öffnung der Straße von Hormus wird erst erfolgen, wenn die Amerikaner ihre Verpflichtungen aus diesem Abkommen erfüllen“, sagte Yadollah Javani in einem Interview mit dem Klub junger Journalisten, der zum staatlichen iranischen Medienapparat gehört. Javani betonte aber auch: „Die Straße von Hormus und die sie regelnden Vorschriften werden nie wieder so sein wie vor dem Krieg.“ Dazu, ob es weitere Verhandlungen mit den USA gibt, äußerte er sich nicht. Der Klub junger Journalisten zitierte außerdem den Sprecher des iranischen Außenministeriums damit, dass die 60-Tage-Frist theoretisch hätte verlängert werden können. Doch Ismail Baghaei sagte auch: „Es wurden keine Verhandlungen aufgenommen, weil die USA gegen die Vereinbarung verstoßen haben.\"Das Mitte Juni zwischen Iran und den USA geschlossenen das Rahmenabkommen sollte eine Waffenruhe, eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus und eine langfristige Friedenslösung bringen. Zu den strittigen Fragen gehörten unter anderem Irans Atomprogramm und die Verwaltung der Straße von Hormus.
Kreise: Kushner mit Netanjahu zusammengetroffen Im Ringen um die Umsetzung des US-Friedensplans für den Gazastreifen ist der US-Sondergesandte Jared Kushner mit dem israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zusammengetroffen. Aus Diplomatenkreisen wurde der Nachrichtenagentur AFP bestätigt, dass das Treffen des Sondergesandten und Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump mit Netanjahu am Montagvormittag begonnen habe. Es wurde erwartet, dass Netanjahu auch mit Nickolay Mladenov, dem Gaza-Gesandten des von Trump ins Leben gerufenen „Friedensrat“, zusammentreffen würde. Diesen hatte Kushner bereits am Sonntag in Ägypten getroffen. Israelischen Medien zufolge sollte zudem der ehemalige britische Premierminister Tony Blair an den Gesprächen beteiligt sein. Ein Vertreter der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas sagte, die Hamas habe Kushner mitgeteilt, dass Druck auf Netanjahu ausgeübt werden solle. Dessen Regierung solle sich an die getroffenen Vereinbarungen halten und diese umsetzen.
Iranischer Angriff auf kurdischen Ministerpräsidenten im IrakDer Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani, ist nach eigenen Angaben in der Nacht zum Montag zum Ziel eines iranischen Drohnenangriffs geworden. Dabei seien sein Büro und das Haus des örtlichen Geheimdienstchefs in der Ortschaft Pirmam nahe Erbil ins Visier genommen worden, erklärte Barsani am Montag auf der Plattform X. Opfer habe es nicht gegeben.Der Regierungschef verurteilte „die unverantwortlichen und inakzeptablen Angriffe aufs Schärfste“. Sie stellten eine „gefährliche Eskalation“ dar und seien eine „direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region“. Kurdischen Einheiten zufolge erfolgte die Attacke um kurz nach Mitternacht (Ortszeit). Dabei seien „zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen des Typs Hadid 110“ zum Einsatz gekommen. Seit Beginn des Irankriegs wurde die autonome Kurdenregion im Nordirak mehrfach beschossen. Die Angriffe richteten sich dabei auch gegen iranisch-kurdische Exil-Oppositionsgruppen und US-Stützpunkte.
Trump begrüßt Verteidigungsabkommen zwischen Saudi-Arabien, Türkei und PakistanEs waren symbolstarke Bilder, als die drei Anführer wichtiger islamischer Mächte vor anderthalb Wochen ihren Schulterschluss zelebrierten. Nun hat US-Präsident Donald Trump das zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan geschlossene Verteidigungsabkommen begrüßt. „Es zeigt, wie der Nahe Osten zusammenkommt und wie die Länder endlich in der Lage sein werden, sich auf bedeutendere Weise zu verteidigen“, schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er bezeichnete das Vorgehen als einen „große, mutigen, wichtigen ersten Schritt“.Die mehrheitlich sunnitischen Staaten Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan hatten das „Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka“ am 7. August bekanntgegeben. Sie schlossen es infolge des Irankriegs und seiner Folgen. Die Hintergründe des Abkommens haben unsere Korrespondenten Friederike Böge und Christoph Ehrhardt aufgeschrieben:
Schiffsverkehr in Straße von Hormus geht nach Angriffen zurückDer Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus geht nach Angriffen auf Tanker und ins Stocken geratenen Friedensgesprächen zwischen den USA und Iran deutlich zurück. Am Wochenende passierten den Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge nur fünf Frachtschiffe die Meerenge, wobei an einem Tag sogar kein einziges Schiff registriert wurde. Am vorangegangenen Wochenende waren es noch 31 Schiffe.
Trumps Gesandter Kushner trifft mit Hamas-Anführern zusammen Im Bemühen um die Umsetzung des US-Friedensplans für den Gazastreifen ist der US-Sondergesandte Jared Kushner mit führenden Vertretern der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas zusammengetroffen. Bei dem Treffen in Ägypten am Sonntag forderte der Sondergesandte und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump die Hamas abermals zu einer überprüfbaren Entwaffnung auf, wie aus mit den Gesprächen vertrauten Quellen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP verlautete. Eine Rolle der Hamas bei einer künftigen Regierung des Gazastreifens schloss Kushner demnach weiter aus. Zudem habe er betont, dass der Gazastreifen „nie wieder eine Quelle des Terrors gegen Israel“ werden dürfe. Die Hamas beteuerte den Angaben zufolge bei dem Treffen ihr Bekenntnis zu dem Friedensplan, der von Israel zurückgewiesen wird. Die Hamas, die von den USA als Terrororganisation eingestuft wird, wurde bei dem Treffen unter anderem durch ihren neuen Anführer Chalil al-Hajja vertreten.Vertreter von acht mehrheitlich muslimischen Staaten verurteilten derweil die Zurückweisung des Gaza-Friedensplans durch Israel. In einer am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung kritisierten die Außenminister von Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, Pakistan, Indonesien, Katar, der Türkei und der Vereinigten Arabischen Emirate „die von Israel erklärte Zurückweisung des Rahmenplans“ sowie eines Palästinenserstaats. Sie warfen Israel vor, die Umsetzung des Plans sowie „die gemeinsamen Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden“ im Gazastreifen zu torpedieren. Die Likud-Partei des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu beschuldigte die Unterzeichner daraufhin, Netanjahu „zur Strecke bringen“ zu wollen.