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15.03.2026
19:39 Uhr
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Araghtschi wirft Trump „illegalen Krieg“ vor +++ Direkte Kämpfe mit Hizbullah in Südlibanon +++ Wadephul: Ausweitung von EU-Mission Aspides nicht notwendig +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Berichte über neue Angriffswelle auf TeheranIn der iranischen Hauptstadt Teheran haben Medien eine neue Angriffswelle gemeldet. Im Stadtzentrum nahe der Revolutionsstraße sei die Flugabwehr im Einsatz, berichtete das Onlineportal „Hammihan“ auf Telegram.In den sozialen Medien berichteten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über zahlreiche Explosionen in mehreren Stadtteilen der Millionenmetropole. „Geräusch von vier relativ starken Explosionen. Es regnet stark und es ist nicht klar, wo sie eingeschlagen sind“, hieß es in einem Post. Kampfjets und Drohnen sollen am Himmel zu hören gewesen sein.Die Bevölkerung ist nun seit mehr als zwei Wochen vom Internet abgeschnitten. Nachrichten dringen folglich nur schwer nach außen. Am Sonntag meldete die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks zudem den Einbruch von Verbindungen bei einem der letzten Telekommunikationsnetzwerke.
Israelische Armee will „tausende“ weitere Ziele in Iran angreifenGut zwei Wochen nach Beginn des Krieges will die israelische Armee noch „tausende“ weitere Ziele in Iran angreifen. „Wir haben einen präzisen Plan“, sagte Militärsprecher Effie Defrin am Sonntagabend in einer Fernsehansprache. „Wir haben immer noch tausende Ziele in Iran und identifizieren jeden Tag neue Ziele.“ Die iranische Führung sei „geschwächt und wir werden sie noch weiter schwächen“, fügte Defrin hinzu.
Drei separate Vorfälle: UN-Soldaten in Libanon unter BeschussWieder sind im Libanon Friedenstruppen unter Beschuss geraten. Es habe sich um voneinander getrennte Vorfälle an drei verschiedenen Orten gehandelt, teilte die UN-Beobachtermission Unifil mit. Die Blauhelmsoldaten seien auf Patrouille in der Nähe ihrer Stützpunkte im Süden des Landes gewesen, als sie mutmaßlich von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen beschossen worden seien. Verletzt worden sei niemand. Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Angreifern machte Unifil nicht.
Verletzte nach Raketenangriff im IrakIm Irak sind bei einem Raketenangriff im Bereich des Hauptstadtflughafens einem Bericht zufolge mindestens fünf Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten waren Angestellte des internationalen Flughafens, Sicherheitskräfte und ein Ingenieur, wie die staatliche Nachrichtenagentur INA berichtete.
Wadephul skeptisch gegenüber Ausweitung von EU-Mission AspidesBundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) schließt eine deutsche Beteiligung an einem Marineeinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus zum jetzigen Zeitpunkt aus. Für einen solchen Einsatz sehe er keine „unmittelbare Notwendigkeit – vor allen Dingen auch nicht, dass Deutschland sich beteiligt“, sagte Wadephul am Sonntagabend in der ARD. Der Minister forderte von den USA und Israel mehr Informationen über die Kriegsziele und die weiteren Planungen im Krieg gegen Iran.„Bevor wir über weitere Maßnahmen in der Zukunft reden, wollen wir erst einmal eingebunden werden in den Entscheidungsprozess“, sagte Wadephul. Die USA und Israel müssten „uns informiert halten, uns sagen, welche konkreten Ziele noch verfolgt werden, und dann gemeinsam mit uns darüber zu reden, wie man diesen Krieg beenden kann“.
Kapitänin der iranischen Fußball-Nationalmannschaft zieht Asylantrag zurückNach mehreren Mitspielerinnen hat iranischen Staatsmedien zufolge nun auch die Kapitänin der iranischen Fußball-Nationalmannschaft ihren Asylantrag in Australien zurückgezogen. Sahra Ghanbari werde in den kommenden Stunden über Malaysia zurück nach Iran fliegen, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Sonntag. Damit änderten bereits fünf Mitglieder des iranischen Teams ihre Meinung und zogen ihre Asyl-Anträge zurück.
16 Tote im Westjordanland und im GazastreifenIm von Israel besetzten Westjordanland und im Gazastreifen haben israelische Streitkräfte Gesundheitsbehörden zufolge am Sonntag 16 Palästinenser getötet. Im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen wurden nach Angaben von Sanitätern und dem Innenministerium bei einem Luftangriff ein ranghoher Polizeibeamter und acht weitere Polizisten getötet. Der Angriff habe ihrem Fahrzeug nahe der Stadt Sawaida gegolten. Zudem wurden mindestens 14 weitere Menschen verletzt, zumeist Unbeteiligte. Im besetzten Westjordanland wurde eine vierköpfige Familie in ihrem Auto getötet. Zuvor waren bei einem weiteren Luftangriff im Gazastreifen drei Menschen ums Leben gekommen. Eine israelische Stellungnahme dazu lag zunächst nicht vor.Im Westjordanland seien eine Mutter, ein Vater und zwei ihrer Kinder getötet worden, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium mit. Die 35 Jahre alte Mutter, der 37 Jahre alte Vater sowie ihre fünf und sieben Jahre alten Kinder seien im Dorf Tammun in den Kopf geschossen worden, als sie in ihrem Auto fuhren. Zwei weitere Kinder des Paares seien verletzt worden. Das israelische Militär erklärte, dass Streitkräfte in dem Dorf im Einsatz waren, um Palästinenser festzunehmen, die wegen Beteiligung an „terroristischen“ Aktivitäten gegen Sicherheitskräfte gesucht würden. Dabei sei ein Fahrzeug beschleunigt auf die Einsatzkräfte zugefahren, die das Feuer eröffnet hätten.
Israel stockt Militärhaushalt aufZwei Wochen nach Beginn des Irankrieges hat die israelische Regierung laut Medienberichten in einem Dringlichkeitsbeschluss eine Aufstockung des Militärbudgets auf den Weg gebracht. Das Kabinett habe in einer telefonisch abgehaltenen Sitzung einen zusätzlichen Haushaltsposten von 2,6 Milliarden Schekel (720 Millionen Euro) für Rüstungskäufe verabschiedet, meldete am Sonntag die israelische Zeitung „Haaretz“. Das Geld seien für „dringenden Bedarf“ vorgesehen, berichtete das Blatt, ohne dies zu konkretisieren. Mehrere israelische Medien zitierten aus einem Dokument des Finanzministeriums, wonach die Bereitstellung des zusätzlichen Geldes durch „die Intensität der Kämpfe“ notwendig geworden sei. Es sei der „dringliche und sofortige Bedarf“ entstanden, unter anderem weitere Munition und moderne Waffensysteme zu erwerben und wichtige Arsenale für die Kriegsführung aufzufüllen.Die zusätzlichen Mittel für den Rüstungserwerb wurden den Berichten zufolge nachträglich in den Entwurf des Gesamthaushalts der Regierung aufgenommen, den das Kabinett einige Tage zuvor verabschiedet hatte. Der Haushalt mit einem Volumen von umgerechnet rund 194 Milliarden Euro soll demnach am 31. März vom Parlament verabschiedet werden.
Hizbullah: Direkte Kämpfe mit Israel in SüdlibanonDie von Iran unterstützte Hizbullah liefert sich nach eigenen Angaben im Südlibanon „direkte“ Kämpfe mit der israelischen Armee. Die Kämpfe in der südlibanesischen Stadt Chiam hätten am Samstagabend begonnen, teilte die Miliz mit. Es seien „leichte und mittelschwere Waffen sowie Raketengeschosse“ zum Einsatz gekommen. Zudem griff die Miliz nach eigenen Angaben israelische Soldaten in drei Grenzdörfern an. Bei israelischen Luftangriffen gab es abermals mehrere Tote.Der Konflikt zwischen Israel und der Hizbullah war nach Beginn des Irankriegs wieder eskaliert. Seit der Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Khamenei bei den amerikanisch-israelischen Angriffen feuert die Hizbullah Raketen auf Israel ab. Israel beschießt immer wieder Hizbullah-Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor.Das amerikanische Nachrichtenportal „Axios“ berichtete am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise in Israel und den Vereinigten Staaten, Israel plane eine großangelegte Bodenoffensive im Libanon mit dem Ziel, das gesamte Gebiet südlich des Flusses Litani einzunehmen. Israel hat die Menschen in dem Gebiet, das mehrere hundert Quadratkilometer umfasst, bereits zur aufgerufen, es zu verlassen.
Raketen in Tel Aviv eingeschlagenBei einem weiteren iranischen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv ist es nach israelischen Medienberichten zu mehreren Einschlägen gekommen. Videoaufnahmen zeigten, wie ein Fahrzeug in Flammen aufging. An anderen Orten waren Einschlagskrater zu sehen. Der TV-Sender N12 berichtete, Iran habe dem Verdacht nach wieder Streumunition eingesetzt. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mindestens zwei Menschen verletzt. Eine zuvor aus Iran auf die Küstenstadt Eilat im Süden des Landes abgefeuerte Rakete sei von der Raketenabwehr abgefangen worden, hieß es in den Berichten.
Teheran weist Gerüchte über Khameneis Gesundheitszustand zurückDer iranische Außenminister hat Gerüchte über den Gesundheitszustand des neuen obersten Führers des Landes, Modschtaba Khamenei, zurückgewiesen. Khamenei erfreue sich bester Gesundheit und habe die Lage im Griff, sagte der iranische Chefdiplomat Abbas Araghtschi nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna. Die USA hatten am Freitag mitgeteilt, dass Khamenei nach ihren Kenntnissen verletzt sei. Details wurden nicht genannt.
Revolutionsgarden drohen Netanjahu mit TodDie iranischen Revolutionsgarden haben dem israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu mit dem Tode gedroht. Sollte Netanjahu noch leben, werde man ihn verfolgen und töten, berichteten die Nachrichtenagenturen Fars und Irna unter Berufung auf eine Erklärung der Elitestreitkräfte.
Angriffe auf Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen EmirateSaudi-Arabien hat nach eigenen Angaben insgesamt 14 Drohnen im Raum der Hauptstadt Riad und im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Weitere Details nannte das saudische Verteidigungsministerium nicht. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am Morgen neue Angriffe mit Raketen und Drohnen aus Iran.Iran dementierte den Angriff auf Saudi-Arabien nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Dieser stehe in keinem Zusammenhang mit der Islamischen Republik. „Die saudische Regierung sollte sich bemühen, die Herkunft der Angriffe aufzudecken“, hieß es.
20 Menschen in Iran wegen angeblicher Zusammenarbeit mit Israel festgenommenDas meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft der Provinz West-Aserbaidschan im Nordwesten des Landes. Den Festgenommenen werde vorgeworfen, Daten über die Standorte militärischer und sicherheitsrelevanter Einrichtungen Irans an Israel übermittelt zu haben. Israel hat eine neue Phase seiner Angriffe auf Iran eingeleitet und zielt dabei auf Sicherheitskontrollpunkte. Es stütze sich dabei auf Hinweise von Informanten vor Ort, hatte eine mit der israelischen Militärstrategie vertraute Person in der vergangenen Woche Reuters gesagt.