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11.03.2026
04:37 Uhr
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US-Armee zerstört 16 iranische Minenleger-Schiffe nahe Straße von Hormus +++ Bisher schwerste Angriffen auf Teheran +++ Irans Polizeichef warnt: Wir betrachten Demonstranten als Feinde +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Irans Polizeichef warnt: Wir betrachten Demonstranten als FeindeNach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik hat Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten gewarnt. „Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Straßen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln“, sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. „Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug.“ Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Iraner zuvor dazu aufgerufen, sich gegen ihre Regierung aufzulehnen. Israel und die USA führten „einen historischen Krieg für die Freiheit“, hieß es in einem offenen Brief. „Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ajatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen.“ Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, „und die Hilfe ist angekommen“. Auch US-Präsident Donald Trump hat die Iraner bereits mehrfach ermuntert, die amerikanisch-israelischen Angriffe als Chance zu nutzen, um die Führung in Teheran zu stürzen.
US-Armee zerstört 16 iranische Minenleger-Schiffe nahe Straße von HormusDie US-Armee hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump mehrere iranische Minenleger-Schiffe zerstört. „Zehn inaktive Minenleger-Schiffe“ seien zerstört worden, erklärte Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Später erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom im Onlinedienst X, die Zahl der zerstörten Schiffe nahe der für die weltweite Schifffahrt bedeutsamen Straße von Hormus sei auf 16 gestiegen.Trump hatte Iran zuvor davor gewarnt, die Straße von Hormus zu verminen. „Sollten aus irgendeinem Grund Minen gelegt worden sein und diese nicht umgehend entfernt werden, werden die militärischen Konsequenzen für den Iran ein Ausmaß erreichen, wie es noch nie zuvor zu sehen war“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Augenzeugen berichten von schwersten Angriffen auf TeheranEinwohner Teherans berichten von den bislang schwersten Luftangriffen des Krieges. „Es war die Hölle“, sagt ein Anwohner der Nachrichtenagentur Reuters. Im Osten der Stadt seien zwei fünfstöckige Wohnhäuser getroffen worden. Irans UN-Botschafter spricht von mehr als 1300 getöteten Zivilisten und fast 8000 zerstörten Häusern seit Kriegsbeginn. Bei iranischen Angriffen auf Israel wurden zwölf Menschen getötet.
„Wall Street Journal“: IEA schlägt größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten jemals vorAngesichts der gestiegenen Energiepreise im Zuge des Iran-Krieges hat die Internationale Energie-Agentur (IEA) dem „Wall Street Journal“ zufolge die größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten in seiner Geschichte vorgeschlagen. Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine auf den Markt gebracht hatten, berichtete die US-Zeitung am Dienstagabend unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Beamte.Der Vorschlag sei bei einer Sondersitzung der 32 IEA-Mitglieder am Dienstag unterbreitet worden, berichtete das „Journal“. Eine Entscheidung werde für Mittwoch erwartet.Die IEA und auch die EU verpflichten ihre Mitglieder, ständig Ölbestände vorzuhalten, die mindestens 90 Tagen ihrer Netto-Importe entsprechen. Seit Gründung der IEA 1974 gab es fünf koordinierte Freigaben: vor dem zweiten Golfkrieg 1991, nach den Hurrikanen Katrina und Rita 2005, während des Bürgerkriegs in Libyen 2011 und zweimal nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022.
Iran greift Israel und Golfstaaten mit Raketen und Drohnen anDie iranischen Streitkräfte haben Israel und die Golfstaaten abermals mit Raketen und Drohnen angegriffen. In Israel wurden die Raketen entweder abgefangen oder trafen unbewohnte Gebiete, wie die Zeitung „The Times of Israel“ berichtete. Die der iranischen Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim sprach von der heftigsten Angriffswelle seit Beginn des Krieges. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, in verschiedenen Regionen des Landes seien sieben ballistische Raketen und sieben Drohnen abgefangen worden. In Kuwait wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums vier Drohnen abgefangen, eine weitere stürzte demnach in offenem Gelände ab. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.
Wirtschaftliche Folgen des Irankrieges: Paris kündigt G7-Videkonferenz anDie Anführer der G7-Staaten werden nach Angaben der französischen Regierung am Mittwoch eine Videokonferenz zu den wirtschaftlichen Folgen des Irankrieges abhalten. Dabei werde es vor allem um die „Energiesituation“ gehen, erklärte der Elysée-Palast am Dienstag. Die Gespräche sollen gegen 15.00 Uhr beginnen und von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geleitet werden.Der Elysée-Palast betonte, die wirtschaftliche Koordinierung sei „ein zentrales Thema für eine wirksame und sinnvolle Reaktion auf die Lage“. Es seien die ersten Gespräche der G7-Staaten zu diesen Fragen. Frankreich hat in diesem Jahr den G7-Vorsitz inne.
Ölpreis steigt um fünf ProzentVor dem Hintergrund des Krieges der USA und Israels gegen Iran ist der Ölpreis weiter angestiegen. An der Chicagoer Börse legte der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI am Dienstagabend gegen 23.30 Uhr um fünf Prozent auf 87,65 Dollar (75,49 Euro) zu. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) beriet derweil in einer Sondersitzung über eine mögliche Freigabe von Notfall-Ölvorräten.Die Ölpreise waren am Dienstag nach einer vorübergehenden Erholung wieder gestiegen. US-Präsident Donald Trump hatte am Montagabend gesagt, der Krieg sei „so gut wie“ beendet. Dies führte zunächst zu einem Absinken der Preise. Wegen der auch in den Vereinigten Staaten gestiegenen Benzinpreise steht die Trump-Regierung unter Druck.
Israels Präsident verteidigt Angriffe auf iranische ÖldepotsIsraels Staatspräsident Izchak Herzog verteidigt die umstrittenen Angriffe auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran. Es handele sich um Öl, das vom Militär gelagert werde und das die iranische Regierung nutze, um damit auch Terror-Operationen zu finanzieren, sagte Herzog der „Bild“. „Es wird der Kriegsmaschinerie entzogen, weil sie es zur Finanzierung und, sagen wir, zum Schmieren ihrer eigenen Kriegsmaschinerie verwenden.\" Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Experten hatten vor massiven auch langfristigen Umweltschäden gewarnt. Die Weltgesundheitsorganisation warnte vor der Gefahr einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft. Herzog sagte, dass es höchste Zeit gewesen sei für den israelisch-amerikanischen Militäreinsatz im Iran, der vor anderthalb Wochen begann. „Wenn wir gewartet hätten, wären wir fast an einen Punkt gekommen, an dem es vielleicht irreversibel gewesen wäre.»
Revolutionsgarden: US-Stützpunkte ins Visier genommenDie iranischen Revolutionsgarden erklärten über die Nachrichtenagentur Tasnim, sie hätten US-Militärstützpunkte in Bahrain und in der Region Kurdistan im Irak ins Visier genommen. Eine Vielzahl ballistischer Raketen sei auf die US-Stützpunkte abgefeuert worden.
Israel: Neue Angriffswelle auf IranDas israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle auf Teheran begonnen. Sie richte sich gegen „Ziele des iranischen Terrorregimes“ in der Hauptstadt des Landes, erklärte das israelische Militär am Dienstagabend im Onlinedienst Telegram. Zuvor waren Explosionen in Teheran zu hören gewesen.
Israels Militär greift Hizbullah-Stellungen in Libanon anDie israelischen Streitkräfte haben wieder Stellungen der Hizbullah-Miliz in Libanon angegriffen. Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den Vororten im Süden der Hauptstadt Beirut, teilte das Militär mit. Der Bezirk gilt als Hochburg der schiitischen Hizbullah. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei hatte die Hizbullah nach einer längeren Kampfpause vor gut einer Woche wieder damit begonnen, Raketen auf Israel abzufeuern. Seitdem greift das israelische Militär in größerem Umfang Ziele in Libanon an. Nach offiziellen Angaben aus Beirut wurden durch die Gewalteskalation bisher nahezu 760.000 Menschen in Libanon vertrieben.
Israel plant Sonderbudget für Krieg gegen IranIsrael will mit einem Sonderbudget den Luftkrieg gegen den Iran finanzieren. Dies teilen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Finanzminister Bezalel Smotrich in einer gemeinsamen Erklärung mit. Das Kabinett komme noch am Abend zusammen, um den Kriegshaushalt zu billigen, sagt Smotrich. „Dies ist keine Ausgabe, es ist eine Investition.“ Netanjahu zufolge belegen Zahlen, dass die israelische Wirtschaft trotz der seit mehr als zwei Jahren andauernden Kriege sehr robust sei.
G7 beraten in Videokonferenz über Nahost-KriseDer französische Präsident Emmanuel Macron beruft für Mittwoch eine Videokonferenz der G7-Staats- und Regierungschefs zur Lage im Nahen Osten ein. Schwerpunkte der Beratungen seien die Auswirkungen des Konflikts auf die Energiemärkte sowie Maßnahmen zur Bewältigung der Situation, teilt der Elysée-Palast mit. Die Schalte soll um 15 Uhr (MEZ) beginnen. Zur Gruppe der Sieben (G7) gehören neben dem aktuellen Vorsitzland Frankreich auch Deutschland, Italien, Japan, Kanada, Großbritannien und die USA.