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12.05.2026
16:20 Uhr
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Vier Milliarden mehr als zuletzt geschätzt +++ Iran warnt Trump vor ergebnislosen Gesprächen +++ Iranischer Abgeordneter: Prüfen Uran-Anreicherung auf 90 Prozent +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Iran: Mutmaßlicher Ölteppich offenbar durch Tanker-AbwasserEin mutmaßlicher Ölteppich im Persischen Golf vor der iranischen Insel Charg stammt nach Angaben der Regierung in Teheran wahrscheinlich aus dem Abwasser eines ausländischen Tankers. Es gebe keine Berichte über Lecks an iranischen Pipelines oder Ölanlagen, teilt die iranische Vizepräsidentin und Umweltbeauftragte Schina Ansari staatlichen Medien zufolge mit. Satellitenbilder zeigen einen Dutzende Quadratkilometer großen Teppich westlich der Insel, die der wichtigste Ölumschlagplatz des Landes ist.
Teheran: USA wollen vollständige Kapitulation IransMit Blick auf die Ungewissheit über die Zukunft des Irankriegs kritisiert Teheran die Verhandlungsstrategie der Vereinigten Staaten. Die USA strebten keine echten Verhandlungen an, sondern die vollständige Kapitulation Irans, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna Außenamtssprecher Ismail Baghai. In einem Interview mit dem indischen Magazin „India Today Global“ sagte der Sprecher demnach, statt einer Geben- und Nehmen-Diplomatie verfolgten die USA mit ihren Forderungen die Unterordnung seines Landes.Den USA gehe es nicht um eine friedliche Lösung, sondern um ein Kapitulationsdokument, schrieb auch der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf X. Der Standpunkt Irans sei eindeutig: Man wolle eine Beendigung der Kampfhandlungen, keine Wiederaufnahme des Konflikts, Entschädigungen, ein Ende der Blockade, Aufhebung von Sanktionen sowie die Achtung internationaler Rechte Irans.
Trump vor China-Reise: Benötigen keine Hilfe im IrankriegUS-Präsident Donald Trump zeigt sich vor seinem Abflug nach China siegessicher im Irankrieg. Er werde mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zwar ausführlich über den Konflikt sprechen, benötige aber nicht dessen Hilfe, sagt Trump. „Wir werden ihn auf die eine oder andere Weise gewinnen, friedlich oder mit anderen Mitteln.“ Kurz darauf relativiert er die Bedeutung des Themas für die anstehenden Gespräche: Die USA hätten Iran „sehr gut unter Kontrolle“.
Senator Graham äußert Misstrauen gegenüber Pakistan Der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham hat sich empört über einen Medienbericht gezeigt, wonach Pakistan als Vermittler im Irankrieg Teheran das Abstellen von Flugzeugen auf seinen Stützpunkten gestatten soll. „Ich traue Pakistan nicht über den Weg“, sagte der Republikaner in einem Senatsausschuss. Er konfrontierte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine mit der Frage, ob der Bericht zutreffend sei. Keiner der beiden wollte sich zu dem Sachverhalt äußern.„Wenn tatsächlich iranische Flugzeuge auf pakistanischen Stützpunkten stationiert sind, um iranische Militäranlagen zu schützen, dann sagt mir das, dass wir uns nach jemand anderem als Vermittler umsehen sollten“, sagte Graham. Er vermutete dies als Grund für die seit Wochen stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran.Zuvor hatte der US-Sender CBS News unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Regierungsvertreter berichtet, Iran habe Flugzeuge nach Pakistan und Afghanistan verbracht. Das pakistanische Außenministerium wies den CBS-Bericht in einer Stellungnahme als „irreführend und reißerisch“ zurück. Einige Flugzeuge des Iran und der USA seien nach Verkündung der Waffenruhe in Pakistan angekommen, um die Logistik im Rahmen der Friedensverhandlungen der beiden Länder in Islamabad zu unterstützen. Einige Flugzeuge und Personal seien anschließend in Erwartung weiterer Gespräche im Land verblieben.
Hegseth weist Debatte um erschöpfte Waffenvorräte zurück US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Spekulationen über stark aufgezehrte Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs heruntergespielt. „Wir wissen genau, was wir haben. Wir verfügen über reichlich von dem, was wir brauchen“, sagte er in einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses. Die Debatte um die Vorräte sei „törichterweise und wenig hilfreich übertrieben“ worden, führte Hegseth weiter aus. Generalstabschef Dan Caine betonte, dass ihm die Regionalkommandos des US-Militärs über ausreichende Munitionsvorräte für die derzeitigen Missionen melden würden.
Trump kritisiert „dämlichen Vorschlag“ IransTrump hat die seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe mit Iran öffentlich infrage gestellt. Grund dafür sei der „dämliche Vorschlag“ aus Teheran zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. „Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe.“ Aus Parlamentskreisen in Teheran hieß es am Dienstag, dass die iranische Regierung ein Wiederaufflammen der Kampfhandlungen für wahrscheinlich halte. Eine gut informierte Quelle sagte, es gebe keine Entwicklungen mit Blick auf die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington. Trumps China-Reise ist aus iranischer Sicht jedoch mit der Hoffnung verbunden, dass Staatschef Xi Jinping zu einer möglichen Deeskalation beitragen könnte.
Iran erklärt Straße von Hormus zu „riesigem Einsatzgebiet“ Iran weitet das als Straße von Hormus bezeichnete Gebiet deutlich aus und erklärt die Meerenge zu einem „riesigen Einsatzgebiet“. Sie werde nicht mehr als schmaler Streifen um eine Handvoll Inseln betrachtet, sondern sei in ihrem Umfang und ihrer militärischen Bedeutung erheblich erweitert worden, sagt Mohammad Akbarsadeh, ein ranghoher Offizier der Marine der Revolutionsgarde, der staatlichen Nachrichtenagentur Fars zufolge. „Früher wurde die Straße von Hormus als begrenzter Bereich um Inseln wie Hormus und Hengam definiert, doch heute hat sich diese Sichtweise geändert“, sagt Akbarsadeh. Die strategische Zone erstrecke sich nun von der Stadt Dschask im Osten bis zur Insel Siri im Westen. Es ist bereits die zweite derartige Ausweitung seit Beginn des Konflikts mit den USA und Israel. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgasangebots wird üblicherweise durch die Meerenge transportiert.
Kuwait nimmt iranische „Eindringlinge“ fest In Kuwait sind dem Innenministerium zufolge vier Eindringlinge festgenommen worden, die in Verbindung mit der iranischen Revolutionsgarde stehen sollen. Die Personen hätten versucht, auf dem Seeweg nach Kuwait zu gelangen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Ein Angehöriger der kuwaitischen Streitkräfte sei bei Zusammenstößen mit den Eindringlingen verletzt worden.
Iran warnt vor ergebnislosen GesprächenDer iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat die Vereinigten Staaten aufgefordert, Teherans Plan zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren. „Es gibt keine andere Möglichkeit, als die Rechte des iranischen Volkes, wie sie im 14-Punkte-Vorschlag dargelegt sind, anzuerkennen“, schrieb Ghalibaf am Dienstag im Onlinedienst X. „Jeder andere Ansatz wird völlig ergebnislos bleiben; nichts als ein Misserfolg nach dem anderen.“„Je länger sie auf der Bremse stehen, desto mehr werden die amerikanischen Steuerzahler dafür bezahlen“, warnte der iranische Parlamentspräsident. Der amerikanische Präsident Donald Trump steht unter starkem innenpolitischen Druck, den Krieg zu beenden. Die iranische Antwort auf einen amerikanischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges hatte Trump allerdings als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet.
Internationale Verteidigungsminister besprechen Hormus-Einsatz Mit Blick auf einen möglichen internationalen Einsatz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus findet an diesem Dienstag eine Videokonferenz der Verteidigungsminister von rund 40 Staaten statt. Initiiert wurde das virtuelle Treffen von Großbritannien und Frankreich. Das Bundesverteidigungsministerium hat Deutschlands Teilnahme bestätigt.
Bericht: Vereinigte Arabische Emirate haben Iran im April angegriffenDie Vereinigten Arabischen Emirate haben laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ Iran im April angegriffen. Die Angriffe hätten sich gegen eine Raffinerie auf der iranischen Insel Lawan gerichtet, berichtete die amerikanische Zeitung. Bisher waren Angriffe der Vereinigten Arabischen Emirate auf Iran im Zuge des Krieges nicht bekannt. Der iranische Sender Irib hatte am 8. April berichtet, Raketen- und Drohnenangriffe unter anderem auf die Emirate seien „wenige Stunden nach dem Angriff auf die Ölanlagen der Insel Lawan“ ausgeführt worden. Die Emirate gehören zu den engsten Verbündeten der USA in der Golfregion. Nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran Ende Februar war das Land stark von iranischen Angriffen betroffen. Dabei wurden nicht nur Einrichtungen mit Verbindungen zu den USA beschossen, sondern auch auf zivile Infrastruktur, Energieanlagen und Wahrzeichen.
USA verhängen weitere Sanktionen gegen IranDie US-Regierung verschärft den ökonomischen Druck auf Iran weiter. Sie verhängte Sanktionen gegen mehrere Personen und Unternehmen, darunter Firmen mit Sitz in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die USA werfen ihnen vor, den Verkauf und den Transport iranischen Öls durch die iranischen Revolutionsgarden nach China unterstützt zu haben.Die Revolutionsgarden nutzten Tarnfirmen, „um ihre Rolle bei den Ölverkäufen zu verschleiern und die Einnahmen an das iranische Regime weiterzuleiten“, hieß es. Die USA arbeiten demnach weiter daran, der Führung Irans die Mittel für ihre Waffenprogramme, terroristischen Stellvertreter und nuklearen Ambitionen zu entziehen, betonte US-Finanzminister Scott Bessent.
Trump: Waffenruhe wird nur noch künstlich am Leben gehaltenDie Feuerpause im Irankrieg steht nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump kurz vor dem Zusammenbruch. Die Waffenruhe werde nur noch künstlich am Leben gehalten, sagte Trump. Die Antwort Irans auf den jüngsten Vorschlag der USA für ein Friedensabkommen sei „dumm“. Die Regierung in Teheran sei in dem Schreiben nicht auf das Streben nach Atomwaffen eingegangen. Sie stimme den USA zunächst zu, nur um dann später eine Kehrtwende hinzulegen. Eine Stellungnahme der Regierung in Teheran liegt bisher nicht vor.
Tanker schalten Ortungssysteme ab, um Straße von Hormus zu passierenDrei Öltanker haben laut den Daten zweier Analysefirmen die Straße von Hormus mit abgeschalteten Ortungssystemen passiert, offenbar um iranischen Angriffen zu entgehen. Zwei der Schiffe haben am Sonntag mit jeweils zwei Millionen Barrel irakischem Rohöl an Bord die Meerenge durchquert, wie aus Daten von Kpler und LSEG hervorgeht. Ein dritter Tanker konnte den Persischen Golf bereits in der vergangenen Woche verlassen. Die staatliche iranische Nachrichtenagntur Tasnim meldet unterdessen, dass ein mit irakischem Rohöl beladener Tanker auf dem Weg nach Vietnam am Sonntag die Straße von Hormus auf einer von Iran festgelegten Route durchquert habe. Außerdem fuhr erstmals seit Beginn des Irankriegs ein Tanker mit Flüssigerdgas aus Qatar durch die Meerenge. Das Schiff war am Sonntag auf dem Weg nach Pakistan, wie aus Daten von Kpler hervorging. Reuters berichtet, dass Iran die Durchfahrt des Tankers als vertrauensbildende Maßnahme genehmigt habe. Qatar und Pakistan vermitteln in dem Konflikt.