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09.05.2026
05:19 Uhr
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Iran: Gefechte in Straße von Hormus beendet +++ Große Einschränkungen an iranischen Universitäten +++ Medien: Möglicher Ölteppich vor iranischer Insel Kharg +++ alle Entwicklungen im Liveblog

London entsendet Schiff für Einsatz in Straße von HormusGroßbritannien hat einen Zerstörer für einen möglichen Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus entsandt. Die „HMS Dragon“ werde in Position gebracht, um an einer von Großbritannien und Frankreich geführten Mission teilzunehmen, sobald die Feindseligkeiten zwischen Iran und israelisch-amerikanischen Streitkräften enden, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums in London. Das Schiff war zuletzt im östlichen Mittelmeer im Einsatz, nachdem ein britischer Luftwaffenstützpunkt in Zypern von einer Drohne iranischer Bauart getroffen worden war. Unter Führung Frankreichs und Großbritanniens bereitet ein internationales Bündnis einen möglichen Marineeinsatz nach einem Ende der Kampfhandlungen vor. Derzeit laufen diplomatische Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts.
Bahrain: 41 Festnahmen mit Verbindung zur iranischen RevolutionsgardeBahrain hat nach eigenen Angaben 41 Personen festgenommen, die mit der iranischen Revolutionsgarde in Verbindung stehen sollen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur des Inselstaates im Persischen Golf unter Berufung auf das Innenministerium berichtete, deckten die Sicherheitsbehörden eine entsprechende Gruppierung auf. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft umfassten zudem Fälle von Sympathiebekundungen für iranische Angriffe.
Israel meldet 85 Angriffe auf Hizbullah-Ziele in Libanon Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden 85 Ziele der Hizbullah in Libanon angegriffen. Dazu gehörten Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur. Die Armee begründete den Einsatz mit der Abwehr von Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten im Südlibanon. In der Bekaa-Ebene sei eine unterirdische Anlage zerstört worden, die von der Hizbullah zur Herstellung von Waffen genutzt worden sein soll, hieß es weiter. Zudem griffen israelische Kräfte Kämpfer die Miliz in Südlibanon an.
Trump erwartet „heute Abend“ iranische Antwort auf US-VorschlagUS-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge noch am Freitagabend (Ortszeit) mit einer Antwort Irans auf den jüngsten US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs gerechnet. „Ich erhalte angeblich heute Abend einen Brief, also werden wir sehen, wie das läuft“, sagte Trump am Freitag vor dem Weißen Haus zu Journalisten.
Irans Militär: Gefechte in Straße von Hormus beendet Das iranische Militär hat die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet erklärt. „Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig“, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle. Eine Bestätigung von US-Seite lag zunächst nicht vor. Nach iranischer Darstellung war der Beschuss eines unbeladenen Öltankers unter iranischer Flagge durch US-Streitkräfte am Mittwoch Auslöser für die jüngste Eskalation. Darauf hatte die iranische Marine demnach auf die „Verletzung der Feuerpause“ reagiert. In der vergangenen Nacht hatten sich die beiden Konfliktparteien gegenseitig angegriffen. Der Iran attackierte US-Militärschiffe, die USA griffen Ziele auf dem iranischen Festland an.In einem weiteren Bericht der Tasnim hieß es, die Marine habe in der vergangenen Nacht bei einem kombinierten Raketen- und Drohneneinsatz US-Schiffe mit acht Marschflugkörpern und 24 Kamikazedrohnen attackiert. Ein Marschflugkörper und drei Drohnen hätten amerikanische Zerstörer getroffen und Brände verursacht.
Große Einschränkungen an iranischen UniversitätenIm Zuge des Kriegs herrscht an iranischen Universitäten große Unsicherheit über die Zukunft. Irans Wissenschaftsminister sagte am Freitag, es sei immer noch keine Entscheidung über Vorlesungen in Präsenz gefallen. Dies gelte auch für Prüfungen. „Wir haben noch keine Entscheidung darüber getroffen (...) und warten ab, wie sich die Lage entwickeln wird“, sagte Hussein Simaei laut der Nachrichtenagentur Tasnim am Rande einer Gedenkfeier.Die Regierung sei immer noch dabei, die im Krieg bombardierten Universitäten wiederaufzubauen. Dafür seien jedoch erhebliche finanzielle Mittel notwendig. Seit Wochen unterrichten Dozenten an iranischen Hochschulen nur online. Informierten Kreisen zufolge soll es dabei jedoch auch massive Probleme geben. Dazu kommt die Netzsperre, die Irans Bevölkerung vom weltweiten Internet abgeschnitten hat.Studentenverbände beklagten unterdessen anhaltend harte Repressionen nach den inzwischen verstummten Massenprotesten vom Januar. Die Hochschulzeitung „Amir-Kabir“ berichtete am Donnerstag etwa, einem Studenten, der an den Demonstrationen teilgenommen habe, drohe die Hinrichtung. An mehreren Universitäten seien zudem Studenten wegen mutmaßlicher Protestteilnahme exmatrikuliert worden.
Medien: Möglicher Ölteppich vor iranischer Insel KhargSatellitenbilder deuten auf einen möglichen Ölteppich von etwa 45 Quadratkilometern vor der iranischen Ölinsel Kharg im Persischen Golf hin. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf nicht näher genannte Umweltforscher, dass eine grau-weiße Schliere auf Aufnahmen der europäischen Copernicus-Satelliten vom 6. bis 8. Mai westlich der acht Kilometer langen Insel zu sehen gewesen sei. Die Verschmutzung, etwa so groß wie der Ammersee, stimme demnach vom Aussehen mit einem Ölteppich überein. Leon Moreland vom Conflict and Environment Observatory bestätigte diesen Eindruck gegenüber der „Times of Israel\". Die Ursache und die genaue Herkunft sind Moreland zufolge unbekannt. Die Bilder zeigten keine weitere, aktive Leckagen.
USA: Zwei Tanker unter iranischer Flagge angegriffenDas US-Militär hat nach eigenen Angaben wieder unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Zwei solcher Schiffe hätten versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Von einem US-Kampfflugzeug seien an diesem Freitag Schüsse auf die Schiffe abgefeuert worden, um zu verhindern, dass sie die US-Seeblockade brechen würden, hieß es. Das US-Militär verwies darauf, dass es bereits am Mittwoch einen anderen unbeladenen Öltanker, der unter iranische Flagge fuhr, außer Gefecht gesetzt habe. „Alle drei Schiffe sind nicht mehr auf dem Weg in den Iran“, hieß es. „Die US-Streitkräfte im Nahen Osten setzen sich weiterhin für die vollständige Durchsetzung der Blockade von Schiffen ein, die den Iran anlaufen oder verlassen“, betonte der Centcom-Kommandeur, Admiral Brad Cooper.
Globales Internet in Iran seit 70 Tagen gesperrtDie Iraner sind inzwischen den 70. Tag in Folge vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Die Sperre halte bereits seit 1656 Stunden an, teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X mit. Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Die 90 Millionen Iraner können seitdem nur auf ein eingeschränktes internes Netzwerk zugreifen, in dem lediglich staatlich genehmigte Inhalte zur Verfügung stehen.
Berichte über Explosionen an iranischer SüdküsteNach nächtlichen Feuergefechten am Persischen Golf haben iranische Medien erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. Nahe der Stadt Sirik in der Provinz Hormusgan seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Mehr. Der Grund dafür war zunächst unklar, wie es in dem Bericht hieß.Zwischen den Kriegsparteien war es in der Nacht zu militärischen Spannungen gekommen. Die USA hatten Ziele auf dem iranischen Festland angegriffen. Iran hatte US-Militärschiffe mit Raketen und Schnellbooten attackiert. Unklar war, welche Kriegspartei zuerst das Feuer eröffnet hatte. Bereits am Mittwoch hatten die USA auf einen iranischen Tanker geschossen und nach eigenen Angaben dessen Ruder getroffen.
Rubio: Erwarten noch heute Antwort aus IranIn den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Irankriegs erwarten die USA nach Angaben von Außenminister Marco Rubio noch heute eine Antwort aus Teheran. Bislang habe man noch keine Rückmeldung erhalten, aber „wir sollten heute etwas erfahren“, sagte Rubio bei seinem Besuch in Italien vor Journalisten. „Wir erwarten heute irgendwann eine Antwort von ihnen“, betonte er. Er hoffe, dass es sich um ein ernsthaftes Angebot handeln werde. „Die Hoffnung ist, dass es etwas ist, das uns in einen ernsthaften Verhandlungsprozess bringen kann.“Derzeit wartet das Weiße Haus laut Medienberichten auf eine Reaktion Irans auf eine Absichtserklärung, die eine Seite lang ist und 14 Punkte enthält. Ziel ist es dabei unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.
Hizbullah feuert Raketen auf IsraelTrotz geltender Waffenruhe hat die Hizbullah abermals Raketen auf Nordisrael gefeuert. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete derweil vier Tote und mehrere Verletzte bei einem israelischen Angriff im Südlibanon. Israels Armee äußerte sich dazu zunächst nicht auf Anfrage.In Nordisrael gab es am frühen Nachmittag in mehreren Orten Raketenalarm. Ein Geschoss sei abgefangen worden, weitere seien auf offenes Gelände gestürzt, teilte das israelische Militär mit. Israels Armee hatte mit dem Beschuss aus dem Nachbarland gerechnet und zuvor mitgeteilt, dass sie sich darauf vorbereite. Dem Beschuss vorausgegangen war ein israelischer Angriff in den südlichen Vororten Beiruts, bei dem der Kommandeur der Hizbullah-Eliteeinheit Radwan getötet wurde.Israels Armee teilte weiterhin mit, dass eine mit Sprengstoff beladene Drohne der von Iran unterstützten Hizbullah in Israel abgestürzt sei. Dabei seien zwei Soldaten verletzt worden, einer von ihnen schwer. Die libanesische Miliz habe zudem weitere solcher Drohnen eingesetzt, die in der Nähe von israelischen Soldaten im Südlibanon explodiert seien. Auch dabei sei ein Soldat verletzt worden. Die Hizbullah habe im Laufe des Tages außerdem Mörsergranaten und Raketen auf Soldaten im Südlibanon gefeuert.Das israelische Militär forderte unterdes abermals die Bewohner mehrerer Ortschaften im Südlibanon auf, diese vor anstehenden israelischen Angriffen zu verlassen. Die Armee kündigte an, dort gegen die Hisbollah vorgehen zu wollen. Die israelische Armee darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen, soll aber „offensive“ Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen. Beide Kriegsparteien werfen sich Verstöße gegen das Abkommen vor.
Iran baut offenbar Behörde zur Kontrolle der Straße von Hormus aufIran hat einem Medienbericht zufolge eine eigene Behörde für die Kontrolle und zur Erhebung von Mautgebühren für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus aufgebaut. Das Amt habe bereits ein neues Regelwerk eingeführt, das „Schiffe dazu verpflichtet, eine Durchfahrtgenehmigung einzuholen und Gebühren zu entrichten, bevor sie losfahren“, meldete das Magazin „Lloyd’s List“, das über Schifffahrt und Seehandel berichtet.In den Formularen müssten „detaillierte Aufzeichnungen über Eigentümer, Versicherung, Besatzung und die geplante Transitroute“ gemacht werden. Am Dienstag hatte bereits der iranische Sender Press TV berichtet, dass ein „System zur Ausübung der Souveränität über die Straße von Hormus“ aufgebaut worden sei.Während Schiffe die Meerenge vor Beginn des Krieges Ende Februar kostenfrei passieren konnten, hat Iran zuletzt wiederholt angekündigt, künftig Gebühren für die Durchfahrt erheben zu wollen. Mit den Einnahmen, die sich Iran mit dem Oman teilen will, sollten unter anderem Kriegsschäden bezahlt werden. Ende April hatte Teheran erste Einnahmen durch die Mautgebühren gemeldet. Unter anderem Frankreich hatte eine Erhebung von Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen als „inakzeptabel“ bezeichnet.
VAE: Drei Verletzte nach iranischem AngriffNach einem iranischen Angriff am Morgen haben die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten drei Verletzte gemeldet. Das Verteidigungsministerium fing dabei nach eigenen Angaben zwei ballistische Raketen und drei Drohnen ab, die aus Iran gestartet worden seien. Die Gesamtzahl der Verletzten sei seit Ausbruch des Irankriegs Anfang Februar damit auf 230 gestiegen. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit den Angriffen liege nach offiziellen Angaben bei insgesamt 13.Das Verteidigungsministerium erklärte, die Streitkräfte seien weiterhin vollständig einsatzbereit, um auf Bedrohungen zu reagieren. Man werde entschlossen gegen alle Gefahren vorgehen, die die Sicherheit und Stabilität des Landes beeinträchtigen könnten, hieß es.Iran hatte den Golfstaat erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor rund vier Wochen am Montag und Dienstag wieder angegriffen. Die iranischen Streitkräfte hatten ihre Angriffe als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der blockierten Straße von Hormus bezeichnet. US-Präsident Donald Trump setzte die Initiative dann am Dienstag wieder aus.