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31.05.2026
09:05 Uhr
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Schiff habe sich trotz US-Seeblockade iranischem Hafen genähert +++ Israel meldet Einnahme libaniesischer Burg +++ Gespräche zwischen Israel und Libanon +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Netanjahu spricht von „entscheidender Wendung“ in LibanonIsraels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Einnahme der strategisch bedeutsamen Kreuzritterburg Beaufort im Libanon durch die israelische Armee als „entscheidende Wendung“ im Kampf gegen die pro-iranische Hizbullah-Miliz bezeichnet. Israel sei „vereint, entschlossen und stärker als jemals zuvor“ auf die Burg zurückgekehrt, sagte Netanjahu in einem am Sonntag veröffentlichten Video. Die Einnahme der Festung sei eine „dramatische Etappe“ im israelischen Vorgehen gegen die Hisbollah.„Wir haben die Schranken der Angst durchbrochen“, sagte der israelische Regierungschef: „Wir ergreifen die Initiative, wir operieren an allen Fronten – in Syrien, im Gazastreifen, im Libanon.“Die israelische Armee hatte die Kreuzritterburg Beaufort bereits im Libanonkrieg 1982 erobert und nutzte sie bis zu ihrem Rückzug aus dem Libanon im Jahr 2000 als Stützpunkt. Beaufort gilt wegen der Lage mit Blick über weite Teile des Südlibanon als strategisch wichtiger Punkt.
Iranischer Chefunterhändler: Kein Vertrauen in die USAIran wird nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Baqer Ghalibaf kein Abkommen zur Beendigung des Konflikts mit den USA akzeptieren, solange die Rechte der iranischen Bevölkerung nicht gesichert sind. Es gebe kein Vertrauen in die Worte und Versprechen des Feindes, sagt Ghalibaf staatlichen Medien zufolge. Das einzige Kriterium seien spürbare Ergebnisse, bevor Iran seinerseits Verpflichtungen erfülle. Ghalibaf äußert sich nach seiner Vereidigung als wiedergewählter Parlamentspräsident.
Deutsche Abschussanlage in der Ukraine angekommenDie Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj aus Deutschland eine weitere Abschussanlage für die Iris-T-Luftabwehr erhalten. Das System sei am Samstag eingetroffen, teilt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zugleich fordert Selenskyj weiteren Nachschub an Munition. „Wir benötigen auch Raketen für die Luftabwehrsysteme, um über ausreichende Kapazitäten zur Abwehr russischer Angriffe zu verfügen“, erklärt er. Das Bundesverteidigungsministerium hatte Mitte April mitgeteilt, dass mit der Firma Diehl die Lieferung weiterer Startgeräte für Iris-T-Luftabwehrsysteme vereinbart worden sei.
Israel meldet Einnahme der Burg Beaufort in LibanonIsrael hat nach eigenen Angaben im Zuge seiner Bodenoffensive gegen die Hizbullah im Süden Libanons die Burg Beaufort eingenommen. Israelische Soldaten seien „auf den Gipfel von Beaufort zurückgekehrt und haben dort erneut die israelische Flagge gehisst“, erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Sonntag und bezog sich auf die frühere Eroberung der mittelalterlichen Kreuzritterburg im Libanonkrieg im Jahr 1982. Zugleich riefen die israelischen Streitkräfte zur Evakuierung sämtlicher libanesischer Gebiete südlich des Flusses Sahrani auf.
Israel: Bodeneinsatz in Libanon ausgeweitetDie israelische Armee hat eine Ausweitung ihres Bodeneinsatzes in Libanon gemeldet. Die Offensive zur Erweiterung einer „vorgeschobenen Verteidigungslinie“ werde derzeit „auf zusätzliche Gebiete“ ausgedehnt, erklärte die Armee am Sonntag. Israelische Soldaten hätten zudem den Fluss Litani überquert.Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte bereits am Freitag erklärt, die israelischen Streitkräfte hätten den rund 30 Kilometer nördlich der gemeinsamen Grenze verlaufenden Litani überschritten. Die Armee erklärte nun, sie habe „vor einigen Tagen“ einen Einsatz in der Gegend des Beaufort-Kamms und des Wadi al-Saluki im Süden Libanons begonnen. Ziel sei es, „direkte Bedrohungen“ für Orte im Norden Israels und die Stadt Metula zu beseitigen und die operative Kontrolle im Südlibanon zu stärken.
Behörde: Sicherheitslage in Straße von Hormus kritischDie Sicherheitssituation in der Straße von Hormus bleibt kritisch. Das stellte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) in einer Mitteilung klar. Die US-Seeblockade iranischer Häfen bestehe unverändert. „Schiffe, die der Blockade unterliegen, sollten weiterhin den Anweisungen der Blockadekräfte Folge leisten“, hieß es. Die Nichtbefolgung könne zu einer „raschen Eskalation“ führen.Innerhalb der letzten 24 Stunden passierten nach iranischen Angaben insgesamt 20 Schiffe die Straße von Hormus. Laut dem Staatssender Irib durften die 20 Schiffe in Koordination mit der Marine der Revolutionsgarden (IRGC) die Meerenge passieren.Schon am Freitag teilte die IRGC-Marine mit, dass 24 Schiffe, unter anderem Tanker, Containerschiffe und Handelsschiffe, trotz der US-Blockade die Meerenge durchqueren konnten. Die IRGC warnte jedoch erneut, dass die Überwachung der Straße von Hormus weiterhin strikt erfolge und jeder Übergriff „mit vernichtenden Schlägen“ erwidert werde.
Medien: Trump forderte strengere Bedingungen für AbkommenDonald Trump hat US-Medien zufolge gefordert, mehrere Bedingungen eines Vorschlags zur Beendigung des Irankrieges zu verschärfen. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen, Trump habe den neuen Entwurf zur Prüfung an Iran geschickt.Dem Bericht zufolge war zunächst unklar, was die Änderungen genau enthalten. Das Nachrichtenportal Axios berichtete allerdings, Trump wolle mehrere Punkte des Abkommens verschärfen, die ihm persönlich wichtig seien. Dazu gehöre der Umgang mit dem iranischen Nuklearmaterial.Die neuen Änderungen könnten die Verhandlungen um Tage verlängern. Aus US-Kreisen hatte die Nachrichtenagentur AFP erfahren, dass noch Trumps Unterschrift für ein Abkommen fehle, er nach einer Sitzung im sogenannten Situation Room am Freitag aber keine Entscheidung getroffen habe.
Iran: Laut Absichtserklärung könnten Vermögenswerte freigegeben werdenIn den Bemühungen zur Beendigung des Irankrieges beinhaltet ein „inoffizieller“ Entwurf einer Absichtserklärung mit den USA iranischen Staatsmedien zufolge die Freigabe von eingefrorenen iranischen Vermögenswerten in Höhe von zwölf Milliarden Dollar (rund 10,3 Milliarden Euro). Die USA hätten zugesagt, Iran innerhalb von 60 Tagen vollen Zugriff darauf zu gewähren, meldete das iranische Staatsfernsehen am Samstag. Eine frühere Meldung über angebliche US-Zusagen im Zuge eines Abkommens hatte das Weiße Haus als „Erfindung“ zurückgewiesen.Die Frage der im Ausland aufgrund von US-Sanktionen eingefrorenen iranischen Vermögenswerte ist einer der Kernpunkte in den laufenden Verhandlungen über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges. Die iranische Nachrichtenagentur Isna hatte am Donnerstag gemeldet, Teheran wolle die Freigabe von 24 Milliarden Dollar erreichen.Iranischen Medienberichten zufolge belaufen sich die im Ausland eingefrorenen Vermögenswerte auf 100 bis 123 Milliarden Dollar.
Libanons Regierungschef wirft Israel „gefährliche Eskalation“ vorDer libanesische Regierungschef Nawaf Salam hat die anhaltenden israelischen Angriffe auf Ziele im Süden des Libanon scharf kritisiert. „Angesichts der gefährlichen und beispiellosen israelischen Eskalation in den vergangenen Tagen ist es notwendig, die politischen und diplomatischen Bemühungen zu verstärken, um eine rasche und echte Waffenruhe zu erreichen“, sagte Salam am Samstag in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Er warf Israel vor, eine Strategie „der verbrannten Erde und der Kollektivstrafe“ zu betreiben, indem die Armee „Städte und Dörfer zerstört und ihre Bewohner zur Flucht zwingt“. Salam verteidigte die seit April laufenden direkten Verhandlungen mit Israel. Ein Erfolg sei dabei zwar „nicht garantiert“, sagte der Regierungschef. „Aber sie sind der am wenigsten kostspielige Weg für unser Land und unser Volk.“
Gespräche zwischen Israel und LibanonAls „produktiv“ hat die amerikanische Regierung die stundenlangen Gespräche israelischer und libanesischer Militärvertreter vom Freitag gelobt. Die Ergebnisse, so hieß es, würden in die politischen Konsultationen in der kommenden Woche einfließen. Es seien vor allem ein technischer Meinungsaustausch gewesen, hieß es aus diplomatischen Quellen. Konkrete Resultate hat die Zusammenkunft allerdings nicht gebracht, denn am Boden sprechen vor allem die Waffen. Der Waffenstillstand, den US-Präsident Donald Trump im April ausgerufen hat, wurde in der Erklärung des Pentagon zu den Militärgesprächen nicht erwähnt. Er existiert auch fast nur noch in der Theorie. Israel und die von Iran gelenkte Hizbullah, die nicht Teil der Vereinbarung ist und die israelisch-libanesischen Gespräche als „Verrat“ ablehnt, setzen ihren Schlagabtausch fort. Auch am Samstag ging die Gewalt nicht zurück. Das israelische Militär hat seine Operationen zuletzt deutlich verstärkt. Die Luftangriffe wurden ausgeweitet und auch am Boden rücken israelische Truppen immer weiter auf libanesisches Territorium vor. Sie operieren inzwischen weit jenseits der von Israel erklärten „Vorwärtsverteidigungslinie“, die etwa fünf bis zehn Kilometer im Landesinneren Libanons verläuft.
Hegseth: US-Militär kann Krieg gegen Iran wieder aufnehmenDie USA sind nach Angaben ihres Verteidigungsministers Pete Hegseth „mehr als fähig“, den Krieg gegen Iran wieder aufzunehmen. „Unsere Bestände sind dafür mehr als ausreichend – sowohl vor Ort als auch weltweit“, sagte der Pentagon-Chef am Samstag in Singapur. „Wenn es notwendig ist, können wir wieder starten.“Ihre gute Situation verdankten die US-Streitkräfte „der Art und Weise, wie wir besondere und massenhaft verfügbare Munition miteinander ausbalancieren“, führte Hegseth auf einem Forum zu Verteidigungsfragen in Singapur aus. Derzeit gilt im Irankrieg eine Waffenruhe.
Libanon: Tote bei neuen israelischen AngriffenBei neuen israelischen Angriffen in Libanon sind nach Angaben der Regierung im Süden des Landes mindestens elf Menschen getötet worden. Unter ihnen sei auch ein Angehöriger der Rettungskräfte gewesen, teilte am Freitagabend das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Bei den Angriffen an verschiedenen Orten in der Region von Tyrus seien zudem acht Menschen verletzt worden, auch unter ihnen sei ein Mitglied der Rettungsteams.Das libanesische Gesundheitsministerium sprach von einer „schweren Verletzung des Völkerrechts“. In Libanon gilt derzeit eigentlich ein Waffenstillstand, der von der pro-iranischen Hizbullah-Miliz abgelehnt wird. Beide Seiten greifen sich inzwischen wieder täglich an.
Keine Entscheidung bei Iran-Treffen im Weißen HausUS-Präsident Donald Trump will nach Angaben aus dem Weißen Haus nur bei der Erfüllung seiner Grundbedingungen ein Abkommen mit Iran schließen. Trump bestehe auf die Einhaltung „seiner roten Linien“, erklärte ein Vertreter des Weißen Hauses am Freitag nach neuen Beratungen in Washington gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Eine der Grundbedingungen sei, dass Iran „niemals eine Atomwaffe besitzen“ dürfe.Nachdem Trump zuvor eine „endgültige Entscheidung“ zu den Verhandlungen mit Teheran angekündigt hatte, verließ er eine Lagebesprechung im Weißen Haus US-Medienberichten zufolge nach zwei Stunden ohne eine Entscheidung. Seit Tagen wird zwischen den USA und Iran intensiv über ein Abkommen für ein Ende des Irankriegs verhandelt. Berichten zufolge soll eine Einigung kurz bevorstehen. Zuletzt war jedoch offen, ob Trump einer von Unterhändlern ausgehandelten Vereinbarung zustimmen wird. Teherans Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte laut der Nachrichtenagentur Isna, dass Iran und die USA weiterhin Botschaften austauschten. Eine endgültige Einigung sei aber bislang nicht erzielt worden.
Teheran: Vorbereitungen für verschobenes Staatsbegräbnis für KhameneiDrei Monate nach der Tötung von Ayatollah Ali Khamenei am ersten Tag des Krieges haben die Behörden in Iran mit den Vorbereitungen für das zunächst verschobene Staatsbegräbnis begonnen. Es solle ein „grandioses\" Ereignis im Beisein eines „großen Publikums\" werden, kündigte am Freitag im staatlichen Fernsehen der Chef des für die Organisation zuständigen Islamischen Koordinierungsrates, Mohsen Mahmoudi, an. Ein Datum für das Staatsbegräbnis stehe aber noch nicht fest.Nach mehr als 36 Jahren an der Spitze der Islamischen Republik war Khamenei am 28. Februar, dem ersten Tag des Iran-Kriegs, getötet worden. Der oberste Führer Irans starb bei US-israelischen Angriffen. Unmittelbar nach der Tötung von Khamenei hatte die Führung in Teheran ein sofortiges großes Staatsbegräbnis für ihn angekündigt, dieses aber wenige Tage später auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Als Grund wurde dabei nicht auf den Krieg verwiesen, sondern auf den erwarteten großen Andrang bei der Trauerfeier in Teheran. Die Behörden rechneten mit „der Teilnahme von Millionen von Menschen\", sagte Mahmoudi vor drei Monate beim Aufschub der Veranstaltung. Für eine solche Menschenmenge müsse „die entsprechende Infrastruktur\" bereitgestellt werden.