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07.05.2026
16:54 Uhr
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Außenminister: Beziehungen sind robust +++ Irans Präsident hat nach eigener Aussage Obersten Führer getroffen +++ Trump: Iran hat Verzicht auf Atomwaffen zugesagt +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Iran meldet Explosionen am Persischen GolfInmitten militärischer Spannungen mit den USA haben iranische Medien mehrere Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Nahe der Hafenstadt Bandar Abbas an der Südküste seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die genaue Ursache dafür sei jedoch unklar. Auch in den sozialen Medien meldeten Bewohner aus den Küstengebieten Explosionen. Auf der Insel Gheschm etwa seien Explosionsgeräusche und Lichter über dem Meer beobachtet worden, berichtete der bekannte Netzaktivist Vahid unter Berufung auf lokale Einwohner.
CIA-Bericht: Irans Raketenbestände noch erheblich Nach Informationen des Geheimdienstes CIA könnte Iran die amerikanische Seeblockade mindestens drei bis vier Monate durchstehen, bevor das Land dadurch in schwerwiegende wirtschaftliche Schwierigkeiten geriete. Das berichtete die „Washington Post“ am Donnerstag unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht der CIA. Dieser soll Entscheidungsträgern der Regierung in dieser Woche vorgelegt worden sein und weckt Zweifel an Teherans Bereitschaft für eine schnelle Einigung mit Washington. Allerdings schreibt die „Washington Post\" unter Berufung auf einen Geheimdienstmitarbeiter, die Blockade füge Iran echten Schaden zu.Die Analyse der CIA kommt offenbar auch zu dem Schluss, Iran verfüge entgegen der Angaben Donald Trumps und seiner Minister trotz intensiver Angriffe weiterhin über erhebliche Fähigkeiten in Bezug auf Raketen. Die Zeitung zitiert einen Beamten mit der Information, Iran verfüge nach wie vor über etwa 75 Prozent seiner Vorkriegsbestände an mobilen Abschussrampen und etwa 70 Prozent der Vorkriegsbestände an Raketen.
Washington: Gespräche zwischen Israel und Libanon für kommende Woche geplantIsrael und Libanon führen am 14. und 15. Mai Gespräche in Washington. Das kündigte ein Vertreter des US-Außenministeriums an. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam hatte am Mittwoch ein baldiges Spitzentreffen von Vertretern beider Staaten abgelehnt. Auf welcher Ebene die Gespräche stattfinden, ist zunächst unklar. Salam fordert vor weiteren Schritten zunächst die Einhaltung der Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump dringt auf ein Friedensabkommen der beiden Staaten noch in diesem Jahr.
Klingbeil: Steuereinnahmen brechen auch wegen Irankrieg einDie Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen brechen 2026 um voraussichtlich 17,8 Milliarden Euro ein. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) führte die Steuerausfälle vorwiegend auf externe Einflüsse zurück. „Die Ergebnisse zeigen, wie hart uns der Irankrieg wirtschaftlich trifft“, sagte er. „Trumps verantwortungsloser Krieg und der daraus resultierende weltweite Energiepreis-Schock bremsen die positive wirtschaftliche Dynamik vorerst aus.“ Dies führe auch zu geringeren Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen, als noch im Herbst angenommen. Laut der am Donnerstag veröffentlichten neuen Steuerschätzung fehlen 6,8 Milliarden Euro durch bereits bekannte Änderungen des Steuerrechts, weitere 11,0 Milliarden Euro gehen auf Abweichungen im Vergleich zur Schätzung vom vergangenen Oktober zurück. Bis 2030 summieren sich die Steuerausfälle demnach auf insgesamt 87,5 Milliarden Euro, darunter Schätzabweichungen von 39,8 Milliarden Euro.Die neue Steuerschätzung habe auch Auswirkung auf den Bundeshaushalt 2027, sagte Klingbeil. Es ergebe sich für kommendes Jahr ein zusätzlicher Konsolidierungsbedarf von einer Milliarde Euro. Der Minister stellte klar, dass der Staat „kein Krisengewinner“ des Irankriegs sei. Im Gegenteil: „Der Irankrieg kostet Deutschland Geld.“
Iranischer Präsident hat Obersten Führer Khamenei getroffenDer iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich nach eigenen Angaben kürzlich mit dem Obersten Führer Modschtaba Khamenei getroffen. Dies berichten staatliche Medien. Es ist der erste öffentliche Bericht über eine Begegnung der beiden, seit Khamenei zu Beginn des amerikanisch-israelischen Krieges gegen Iran schwer verwundet wurde. Das Treffen sei von einer „bescheidenen und zutiefst herzlichen“ Atmosphäre geprägt gewesen, wird Peseschkian zitiert.
Israel tötet Hizbullah-Kommandeur in BeirutDas israelische Militär hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff auf Beirut einen Kommandeur der Hizbullah-Elitetruppe Radwan getötet. Es handelte sich um den ersten israelischen Angriff auf die libanesische Hauptstadt seit der im vergangenen Monat vereinbarten Waffenruhe, wie die Streitkräfte am Donnerstag mitteilten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hatten das Vorgehen bereits am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung angekündigt. Von der Hizbullah lag zunächst keine Stellungnahme vor.Die Attacke gefährdet die ohnehin brüchige Feuerpause zwischen den USA und Iran. Eine Kernforderung Irans war dabei ein Stopp der israelischen Militäraktionen im Libanon. Ungeachtet der Waffenruhe halten sich israelische Truppen weiterhin in Gebieten südlich des Litani-Flusses auf. Zudem setzte Israel seine Militärschläge in Südlibanon fort. Bei einem Luftschlag auf die Stadt Selaja wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch vier Menschen getötet. Die Hizbullah feuerte daraufhin erneut Raketen auf Israel ab.Israel hat in Südlibanon eine bis zu zehn Kilometer tiefe Sicherheitszone eingerichtet, um den Norden des eigenen Landes vor Raketenbeschuss durch die Hizbullah zu schützen. Parallel führt Israel Gespräche mit der libanesischen Regierung. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete ein Treffen auf höchster Ebene am Mittwoch allerdings als verfrüht. Zunächst müsse die Waffenruhe gefestigt werden. US-Präsident Donald Trump will ein Treffen von Netanjahu mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun in Washington organisieren.
Trump kündigt abermals schnelles Ende des Irankriegs anBei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Georgia hat US-Präsident Donald Trump ein schnelles Ende des Irankriegs vorausgesagt. Die USA dürften nicht zulassen, dass Iran eine Atomwaffe bekommt, sagte er. „Ich denke, die meisten Leute verstehen das. Sie verstehen, dass das, was wir tun, richtig ist, und es wird schnell vorbei sein.“
US-Marineeinsatz offenbar wegen Unstimmigkeiten mit Saudi-Arabien unterbrochenDer US-Sender NBC News berichtet, US-Präsident Donald Trump habe wegen Unstimmigkeiten mit Saudi-Arabien den Marineeinsatz „Project Freedom“ zur Wiedereröffnung der blockierten Meerenge von Hormus unterbrochen. Saudi-Arabien habe dem US-Militär die Nutzung eines Stützpunkts im Land für die Operation untersagt, meldet der Sender unter Berufung auf zwei nicht genannte US-Regierungsvertreter. Die saudische Führung sei von Trumps Ankündigung, Schiffe durch die Straße von Hormus eskortieren zu wollen, überrascht und verärgert gewesen, heißt es in dem Bericht. Daraufhin habe Riad Washington mitgeteilt, es werde den USA die Erlaubnis verweigern, Militärflugzeuge von dem Stützpunkt aus oder durch den saudischen Luftraum fliegen zu lassen. Auch ein Telefonat zwischen Trump und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman habe das Problem nicht lösen können.
Trump: Iran hat Verzicht auf Atomwaffen zugesagt Iran hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump zugesichert, keine Atomwaffen zu besitzen. „Iran darf keine Atomwaffe haben (…) und sie haben dem zugestimmt“, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Teheran habe zudem auch bei anderen Punkten zugestimmt – welche das sein sollen, ließ der Republikaner offen. Trump bezeichnete unterdessen die jüngsten Gespräche mit Iran als „sehr gut“. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir einen Deal machen werden“, sagte er. Zur Behauptung Trumps liegt bislang keine Stellungnahme Irans vor. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai hatte zuvor Berichte als überzogen zurückgewiesen, wonach beide Kriegsparteien kurz vor einem Abschluss eines Abkommens stünden. Ein US-Verhandlungsvorschlag werde geprüft und die Antwort an den Vermittler Pakistan übermittelt, sagte er der iranischen Nachrichtenagentur Isna.
Trumps Zickzackkurs Donald Trump hat im Irankrieg seine Strategie schon oft und immer wieder auch abrupt geändert. Nikolas Busse analysiert den Zickzackkurs des amerikanischen Präsidenten:
Macron telefoniert mit Irans PräsidentFrankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach eigenen Angaben mit dem iranischen Präsidenten telefoniert und angekündigt, nun auch das Gespräch mit US-Präsident Donald Trump suchen zu wollen. Macron schrieb dazu auf der Plattform X, er wolle Kontakt zu Trump aufnehmen. Hintergrund sind die französischen Vermittlungsbemühungen in der Krise um die Straße von Hormus. Paris hatte zuvor im Namen der internationalen Marinemission für die Straße von Hormus ein Verhandlungsangebot vorgelegt, das die blockierte Meerenge wieder für die Schifffahrt öffnen soll. Unter folgenden Bedingungen: Washington soll die Blockade für iranische Öltanker aufheben; Teheran soll im Gegenzug die Verhandlungen über alle strittigen Punkte wieder aufnehmen.
Iranischer Abgeordneter nennt amerikanischen Vorschlag „Wunschzettel“ Ein Sprecher des außenpolitischen Ausschusses des iranischen Parlaments, Ebrahim Rezaei, hat den amerikanischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges als realitätsfernen Wunschzettel bezeichnet. Er sei mehr Wunschliste als die Realität. Übereinstimmenden Berichten strebt Washington eine Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges an, die 14 Punkte umfassen soll. In einer anschließenden 30 Tage langen Verhandlungsphase soll Iran die Anreicherung von Uran aussetzen, während die USA bereit seien, Sanktionen aufzuheben und eingefrorene Ölgelder freizugeben.
Iran: USA wollen Teheran zur Kapitulation zwingen Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat den USA vorgeworfen, Teheran mit verschiedenen Methoden zur Aufgabe zwingen zu wollen. „Der Feind versucht in seiner neuen Strategie, durch eine Seeblockade, wirtschaftlichen Druck und Medienmanipulation den Zusammenhalt des Landes zu zerstören, um uns zur Kapitulation zu zwingen“, sagte Ghalibaf in einer am Mittwoch auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Botschaft. Auf einen von den USA vorgelegten Friedensplan, den Teheran eigenen Angaben zufolge noch prüft, ging der einflussreiche Politiker und Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA nicht weiter ein. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei hatte iranischen Staatsmedien zufolge mit Blick auf den Vorschlag zuvor erklärt, Teheran werde „seine Positionen endgültig festlegen“ und sie dem Vermittler Pakistan mitteilen.
Beratungen zur Hormus-Mission am DonnerstagAus dem Verteidigungsministerium in Berlin war zu erfahren, dass es gelungen sei, die Vorschläge zur internationalen Marinemission von Großbritannien und Frankreich zu synchronisieren. Zur Absprache konkreter Fähigkeitsbeiträge in der Straße von Hormus solle am morgigen Donnerstag eine „Force Generation Conference“ stattfinden. An dieser werde sich auch Deutschland beteiligen. Unter anderem geht es dabei um das bereits auf dem Weg in die Region befindliche Minenjagdboot Fulda und den Tender Mosel. Weiter hieß es im Verteidigungsministerium, Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung seien allerdings, wie bereits zuvor gesagt, ein verlässlicher Waffenstillstand, ein völkerrechtliches Mandat und ein Bundestagsbeschluss.