|
03.06.2026
11:44 Uhr
|
Selenskyj: Ukraine hat Ölterminal nahe Sankt Petersburg angegriffen +++ In der Stadt findet Wirtschaftsforum statt +++ Mehr als 20 Todesopfer durch russischen Großangriff +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Die Frage, wie es der russischen Wirtschaft geht, beschäftigt Fachleute schon seit Beginn des russischen Angriffskriegs und der damit einhergehenden Verschärfung westlicher Sanktionen. Mein Kollege Friedrich Schmidt hat für das Wirtschaftsressort aufgeschrieben, wie groß die wirtschaftlichen Schwierigkeiten für Moskau aktuell wirklich sind. Putin priorisiert den Krieg, seine Regierung muss deshalb an anderen Stellen sparen und neue Schulden machen. Russland möchte sich eigentlich gerne als Wirtschaftswunderland präsentieren, etwa auf dem Internationalen Wirtschaftsforum SPIEF in Sankt Petersburg. Doch die Lücke zwischen Anspruch und Realität wird größer.
Ukraine: Haben russische Korvette getroffenIm Zuge der Drohnenangriffe auf Sankt Petersburg am Dienstag hat die Ukraine nach Angaben ihrer Streitkräfte auch die Korvette Bojkij der russischen Ostseeflotte in Brand gesetzt. Der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte Robert „Magyar“ Browdi veröffentlichte auf seinem Telegramkanal ein Video, das den Einschlag ukrainischer Drohnen in das russische Kriegsschiff zeigen soll. Die Bojkij befand sich diesen Angaben zufolge für eine planmäßige Überholung auf einem Dock in Kronstadt auf einer Insel in der Ostsee vor Sankt Petersburg. Das Schiff ist erst 2013 in Dienst gestellt worden. In Sankt Petersburg hat am Mittwoch das Internationale Wirtschaftsforum SPIEF begonnen, zu dem in nächsten Tagen auch Machthaber Wladimir Putin erwartet wird.
Rüstungsunternehmer verbreitet Videos der Angriffe auf Sankt Petersburg Der Chef des ukrainischen Rüstungsunternehmens „Fire Point“, Denis Schtiljermann, hat in sozialen Medien Videoaufnahmen verbreitet, die ukrainische Drohnen beim Anflug in Sankt Petersburg zeigen sollen. „Ich hoffe, alle Gäste des Internationalen Wirtschaftsforums werden etwas frische Luft schnappen und die Aussicht genießen“, ergänzte er in Anspielung auf die Einschläge und dadurch entstandene Rauchsäulen am Himmel.
Rutte besucht KiewNATO-Generalsekretär Mark Rutte ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew angekommen. Das teilt die ukrainische Eisenbahn mit. „Wir freuen uns, heute NATO-Generalsekretär Mark Rutte im Kiewer Hauptbahnhof begrüßen zu dürfen“, erklärt die staatliche Ukrsalisnyzia auf Telegram und veröffentlicht Fotos von seiner Ankunft. Der Besuch sei „äußerst wichtig“ und eine „Geste der Solidarität und Unterstützung“ der NATO für die Ukraine.Die NATO bemüht sich rund einen Monat vor ihrem Gipfel in Ankara darum, die Unterstützung für die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland aufrechtzuerhalten. Dabei geht es zum einen um den Kauf von Waffen aus den USA für Kiew über den sogenannten Purl-Mechanismus und zum anderen um finanzielle Unterstützung für weitere Waffenkäufe und -produktion. Rutte hatte Ende Mai kritisiert, dass viele der 32 Nato-Mitgliedstaaten nicht genug für die Unterstützung der Ukraine ausgeben würden. Als positive Beispiele für anhaltende Ukrainehilfe nannte er unter anderem Deutschland, die Niederlande und Schweden.
Ukraine hat laut Selenskyj Ölterminal nahe Sankt Petersburg angegriffenDie Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj das Ölterminal in Sankt Petersburg angegriffen. Zudem sei eine Rüstungsfabrik in der russischen Oblast Tambow beschossen worden. Tambow liegt südlich von Moskau. Die Einschläge bezeichnete Selenskyj als „gutes Resultat“ der gemeinsamen Arbeit von Drohneneinheiten verschiedener Truppengattungen und Geheimdienste. Getroffen worden sei neben dem Ölterminal auch ein rein militärisches Ziel im Stadtbezirk Kronstadt, wo die russische Kriegsflotte ihren Stützpunkt in der Ostsee hat. Die Ziele lägen fast 1.100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, betonte er. In St. Petersburg startet am Mittwoch das Internationale Wirtschaftsforum SPIEF. Kremlchef Wladimir Putin ist Gastgeber bei dem glanzvoll für Gäste aus aller Welt inszenierten Forum. Erwartet werden auch Unternehmer und Wirtschaftsvertreter aus westlichen Staaten. Aus Deutschland besuchen daneben Politiker der AfD das Forum. In weiten Teilen der Millionenstadt an der Newa waren nach dem ukrainischen Angriff Rauchschwaden zu sehen.„Ein weiteres Ziel war ein Unternehmen in der Region Tambow, das an der Produktion russischer Rüstungsgüter beteiligt ist“, schrieb Selenskyj. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um eine Fabrik, die auch Raketentechnik produziert.
Russland meldet mehrere Tote bei Angriff auf Bus in DonezkBei einem Drohnenangriff im russisch kontrollierten Teil des ostukrainischen Gebiets Donezk werden nach Angaben der dortigen Behörden sieben Menschen getötet und elf weitere verletzt. Die Drohne habe einen Reisebus getroffen, der zwischen Moskau und Simferopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim unterwegs gewesen sei, teilt der von Moskau eingesetzte Regionalgouverneur Denis Puschilin auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Russland: Gebäude bei Drohnenangriff auf Mitschurinsk beschädigtBei einem Drohnenangriff auf die Stadt Mitschurinsk in der zentralrussischen Region Tambow werden nach Angaben von Gouverneur Jewgeni Perwyschow unter anderem Nebengebäude einer Industrieanlage, ein Wohnhaus und eine Bibliothek beschädigt. Verletzte gebe es nicht, teilt er auf Telegram mit.
Russland verhängt Einreiseverbote gegen britische JournalistenRussland verhängt ein Einreiseverbot gegen fünf britische Staatsbürger, darunter zwei bekannte Journalisten. Der Schritt sei eine Antwort auf die „provokante antirussische Rhetorik britischer Regierungsvertreter, die Verbreitung von Unterstellungen gegen Russland und konkrete Schritte Londons zur Belieferung des Kiewer Regimes mit Waffen“, teilt das Außenministerium in Moskau auf seiner Internetseite mit. Betroffen von der Maßnahme seien die auf Russland spezialisierte Investigativjournalistin der „Washington Post“, Catherine Belton, sowie der Korrespondent für Sicherheitsthemen der britischen Zeitung „The i“, Richard Holmes. Holmes ist für seine Recherchen ausgezeichnet worden und war Finalist für den Pulitzer-Preis. Auf der Sanktionsliste stehen zudem Vertreter aus einer Denkfabrik sowie aus Unternehmen.
Kraftstoffausgabe im russisch besetzten Luhansk begrenztNach der Einführung von Benzin- und Diesel-Limits auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim müssen sich nun auch die Menschen im besetzten ukrainischen Gebiet Luhansk auf eine begrenzte Ausgabe von Kraftstoff einstellen. Bei den Marken AI-95 (entspricht Super in Europa) und AI-92 (Normal) sowie Diesel werde die Abgabe auf höchstens 20 Liter pro Person beschränkt, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Besatzungsbehörden.Begründet wurde der Schritt demnach mit den derzeitigen Vorräten und einer gestiegenen Kraftstoffnachfrage in den vergangenen Tagen. Es handele sich um vorübergehende Beschränkungen, hieß es weiter.Auf der 2014 von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim war bereits am Wochenende eine vorübergehende Begrenzung für die Ausgabe von Benzin eingeführt worden. Die russische Regierung untersagte außerdem erstmals und zunächst bis Ende November die Ausfuhr von Kerosin. „Ziel des Beschlusses ist die Gewährleistung einer stabilen Lage auf dem Binnenmarkt für Treibstoffe“, hieß es in einer Mitteilung.
Selenskyj warnt vor abermaligem russischen GroßangriffDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einem abermaligen massiven russischen Luftschlag. „Unseren Geheimdienstinformationen zufolge könnte es heute Nacht zu einem weiteren großangelegten Angriff kommen“, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er fordert die Bevölkerung eindringlich auf, auf Luftalarme zu achten.
Ukraine: Zahl der Toten nach russischen Angriffen steigtDie Zahl der Toten durch die jüngsten russischen Angriffe steigt nach ukrainischen Angaben auf 22. Zudem gebe es mehr als 100 Verletzte bei den Attacken mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen. Allein in Dnipro im Südosten des Landes seien 16 Menschen in der Nacht ums Leben gekommen, teilten die Behörden mit. Bei dem abermaligen russischen Beschuss im Laufe des Tages seien zwei weitere Menschen verletzt worden.
Merz fordert EU-Verhandlungen mit UkraineBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beim Empfang des ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar in Berlin gefordert, dass die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine beginnen sollen. „Wir verstehen, dass Budapest zunächst bilaterale Fragen klären will, wie etwa die Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine“, sagte Merz. „Das darf aber nicht zulasten der europäischen Unterstützung gehen und uns nicht von dem Ziel abbringen, die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine jetzt auch mit dem ersten Kapitel förmlich zu eröffnen“, fügte er hinzu.
Gouverneur der Krim ruft angesichts von Benzinknappheit zu Ruhe aufDer von Russland eingesetzte Regierungschef der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, Sergej Axjonow, ruft die Bevölkerung angesichts von Benzinknappheit zu Geduld und Ruhe auf. Auf der Krim kommt es zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung, nachdem ukrainische Drohnenangriffe die Lieferungen aus den angrenzenden, von Russland kontrollierten Gebieten eingeschränkt haben. Russland hatte die ukrainische Halbinsel bereits im Jahr 2014 annektiert.
Zahl der Toten nach russischem Angriff steigt Nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine ist die Zahl der Toten in der südöstlichen Großstadt Dnipro auf elf gestiegen. Die Leichen eines achtjährigen Jungen und einer Frau seien aus den Trümmern eines zerstörten vierstöckigen Gebäudes geborgen worden, teilt der Gouverneur der Region, Oleksandr Hanscha, mit. Unter den Todesopfern befinde sich auch ein dreijähriger Junge. Zudem seien in Dnipro bei dem nächtlichen Angriff 37 Menschen verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew wurden bei den russischen Luftangriffen den Behörden zufolge mindestens vier Menschen getötet.