FAZ 09.09.2026
12:12 Uhr

Maue Immobiliengeschäfte: Stellenabbau in Sicht


Die Aussichten für die Immobilienwirtschaft sind schwierig. Einige Unternehmen streichen Arbeitsplätze, andere stehen unter Druck.

Maue Immobiliengeschäfte: Stellenabbau in Sicht

Für die Immobilienwirtschaft lässt sich die Geschäftslage aktuell als durchwachsen beschreiben. Die Unruheherde auf der Welt und die Wirtschaftsschwäche in Deutschland verleiten zur Vorsicht. Ein angekündigter Abbau von Vorschriften gerade für den Wohnungsbau muss erst noch den Praxistest bestehen. Manche Unternehmen ziehen Konsequenzen aus dem mauen Marktgeschehen und verhaltenen Geschäftszahlen. Der Fondsanbieter Union Investment kürzt im Immobilienbereich und will dort in den nächsten sechs Jahren Stellen streichen. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) kommt durch schwierige Immobilienergebnisse auf einen deutlichen Gewinnrückgang und will Arbeitsplätze des eigenen Projektentwicklers OFB abbauen, der derzeit in Frankfurt zentral das Hochhaus „Central Business Tower“ baut. Das Maklerunternehmen Engel & Völkers hat neulich seine Führungsspitze ausgetauscht. Schwierig haben es vor allem Unternehmen, die noch kurz vor dem Immobilienabschwung im Jahr 2022 Grundstücke und Immobilien kauften. Seither hat sich das Geschäft gedreht: Die Immobilienpreise sind zunächst gesunken, während sich die Zinssätze für Immobiliendarlehen vervielfacht haben. So ist die Zahl der Geschäfte gesunken. Wer davor einen günstigen Kredit aufgenommen hat, wird diesen in der Regel nur zu deutlich höheren Kosten nachfinanzieren können. Das kann noch mehr Unternehmen im langfristigen Immobiliengeschäft unter Druck setzen und auch weiteren Stellenabbau mit sich bringen.