FAZ 10.05.2026
09:28 Uhr

Mütter im Visier: Wenn „Mutter“ zum Schimpfwort wird


Lastenräder, die Gehwege zuparken, Kinder, die in der Buchhandlung Eis schlecken – verantwortlich ist angeblich die Mutter. Tut man ihr Unrecht? Oder trägt sie eine Mitschuld?

Mütter im Visier: Wenn „Mutter“ zum Schimpfwort wird

Neulich traf es eine Freundin. Sie war mit dem Fahrrad auf dem Fahrradstreifen unterwegs. An ihrem Rad hing ein Anhänger für die Kinder. Das Fahrrad ist deshalb deutlich schwerer, die Radfahrerin langsamer. Da schrie jemand von hinten: „Hey, Mutter, mach mal Platz da!“ Im nächsten Moment fuhr ein Mann auf seinem Fahrrad an ihr vorbei. „Heutzutage“, sagte meine Freundin, als sie später bei einem Glas Wein von dem Erlebnis erzählt, „ist Mutter ein Schimpfwort.“

Unsere Autorin hat ein zweijähriges Kind und arbeitet nun wieder Vollzeit. Für viele Menschen wirft das offenbar die Frage auf, ob sie noch eine „gute“ Mutter ist. Und was ist mit dem Vater?

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Andere gafften auf Hintern, er interessierte sich für Nylonstrümpfe: Als Jugendlicher dachte unser Autor, etwas stimme nicht mit ihm. Heute geht er offen damit um, Teil der BDSM-Szene zu sein. Wie gelang ihm das? Und was hatte der „Kitkatclub“ damit zu tun?

Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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