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27.09.2026
17:49 Uhr
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Buß und Be Josef in Stichwahl in PohlheimPohlheim. Bürgermeister Andreas Ruck ist abgewählt. Nach dem ersten Durchgang der Direktwahl zum Bürgermeisteramt von Pohlheim nahe Gießen gibt es eine Stichwahl. Dort treffen CDU-Kandidat Jörg Buß und Israel Be Josef (SPD) aufeinander. Buß holte gut 41 Prozent, Be Josef kam auf 38,4 Prozent. Der Amtsinhaber schaffte nur 18,6 Prozent. Der unabhängige Kandidat Thomas Dombrowski erreichte knapp zwei Prozent. Die Stichwahl steht am 25. Oktober an.Ruck war vor sechs Jahren für die SPD ins Rennen gegangen, trat aber nach einigen Querelen dieses Mal als unabhängiger Kandidat an. Vor zwei Jahren hatte er knapp einen Abwahlantrag überstanden, weil die SPD-Stadtverordneten sich enthalten hatten. 13.700 Wahlberechtigte waren dieses Mal zum Urnengang aufgerufen, 7972 nahmen ihr Recht wahr. Die Wahlbeteiligung betrug mithin 58,2 Prozent. 99 Prozent der abgegebenen Stimmen waren gültig. Buß ist Industriekaufmann und Betriebswirt und in der Baubranche als Handelsvertreter selbstständig. Be Josef, Verwaltungswirt, arbeitet seit 20 Jahren für die Gießener Kreisverwaltung. Beide wohnen in Pohlheim.
Rekord: Metzger stellen 114,7 Meter lange Ahle Wurscht her Melsungen. Die nordhessische Fleischwerk Hessengut GmbH hat gemeinsam mit angehenden Metzgern und Verkäufern eine „Ahle Wurscht“ hergestellt, die jetzt offiziell als längstes jemals dagewesenes Exemplar der hessischen Spezialität gilt: 114,7 Meter hat der Rekordrichter Olaf Kuchenbecker gemessen, als die Wurst an diesem Sonntag vor dem historischen Rathaus in Melsungen präsentiert wurde. Dafür gab es eine Urkunde des Rekord-Instituts für Deutschland (RID), wie dieses selbst am Sonntag bekannt gab. Für den Rekordversuch hatten 50 Metzger und Azubis zwei 120 Meter lange Würste hergestellt – in jeder wurde das Fleisch von fünf Schweinen verarbeitet. Viele Hände waren demnach nötig, um das Brät gleichmäßig in Seidendarm zu füllen und die Würste zum Reifen abzulegen. Die traditionelle nordhessische Ahle Wurscht wird aus dem Fleisch schwerer, älterer Schweine hergestellt und reift an der Luft. Nachdem die längere der beiden Würste zum Rekordhalter erklärt wurde, haben die Initiatoren sie in 50-Zentimeter-Stücken zugunsten der Melsunger Berufsschule versteigert, in der die jungen Helfer zu Fleischern und Fachverkäufern ausgebildet werden.
Die Trockenheit hält anOffenbach. Nach einem sommerlich heißen Herbsttag am Sonntag wird es die Sonne zum Start in die neue Woche schwerer haben. Der Himmel zeige sich teils stark bewölkt, kündigt der Deutsche Wetterdienst an. Mit Werten zwischen 25 und 29 Grad wird es erneut sommerlich warm und trocken. In der Nacht zu Dienstag bleibt es dann wechselnd bewölkt, den Meteorologen zufolge ist erneut kein Regen zu erwarten. In Tallagen könne sich Nebel bilden, hieß es. Am Dienstag kann der Regenschirm dann einen weiteren Tag zu Hause bleiben. Auch wenn es trocken bleibt, kann sich die Sonne in ganz Hessen meist nicht durchsetzen. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte zwischen 26 und 29 Grad, in Hochlagen auf bis zu 24 Grad.
Unfall bei Übung der Feuerwehr: Drei Fahrzeuge beschädigt Limburg. Im Landkreis Limburg-Weilburg sind bei einer Feuerwehrübung drei Einsatzfahrzeuge zusammengestoßen. Wie das Polizeipräsidium Westhessen mitteilte, bemerkte der Fahrer eines Feuerwehrautos das abrupte Bremsen eines vorausfahrenden Wagens zu spät. Dadurch sei es zur Kollision gekommen und das vorausfahrende Fahrzeug sei auf einen dritten Einsatzwagen aufgeschoben worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Es entstand an allen drei Fahrzeugen Sachschaden, dieser wird insgesamt auf etwa 37.000 Euro geschätzt.
Sechs Menschen aus brennendem Haus in Marburg gerettet Marburg. Einsatzkräfte der Feuerwehr haben in Marburg sechs Menschen aus einem brennenden Wohnhaus gerettet. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen mitteilte, brach das Feuer am späten Samstagabend im Dachgeschoss des Hauses in der Innenstadt aus. Nach der Evakuierung des Gebäudes wurden demnach fünf Menschen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.Die gegen 23.30 Uhr alarmierten Rettungskräfte setzten nach Angaben der Feuerwehr eine Drehleiter ein, um die Bewohner zu retten. Die Flammen hätten schnell auf den Dachstuhl übergegriffen, hieß es. Weil dieser drohte einzustürzen, konnten die Löscharbeiten nur noch von außen fortgeführt werden. Das Feuer wurde nach rund einer Stunde unter Kontrolle gebracht. Wegen immer wieder aufflammenden Glutnestern endeten die Löscharbeiten den Angaben zufolge erst gegen 5 Uhr am Morgen. Was den Brand ausgelöst hat, sei bislang unklar, sagte der Polizeisprecher. Der Sachschaden wird auf 300.000 Euro geschätzt. (dpa)
Neunzehnjähriger stirbt bei Unfall auf A3, drei Personen schwer verletzt Nentershausen. Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A3 bei Nentershausen ist ein 19 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Wie ein Sprecher der Polizei Koblenz mitteilte, erlitten in der Nacht auf Sonntag zudem der 35-jährige Beifahrer und ein 23-jähriger weiterer Insasse auf der Rückbank schwerste Verletzungen. Die gleichaltrige Ehefrau des 35-Jährigen, die das Auto zum Unfallzeitpunkt gesteuert hatte, wurde demnach schwer verletzt.Laut Polizei kam das Fahrzeug gegen 3.55 Uhr auf der A3 in Fahrtrichtung Köln auf Höhe der Anschlussstelle Diez aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab. Das Auto sei ungebremst nach rechts über einen Grünstreifen und einen Bordstein gefahren und dann in einen angrenzenden Hang und die dortigen Bäume katapultiert worden, hieß es. Die Bergung gestaltete sich nach Angaben der Einsatzkräfte schwierig. Um die Unfallbeteiligten überhaupt medizinisch versorgen zu können, seien zunächst Äste und Bäume gefällt worden. Der 19-Jährige sei seinen schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle erlegen, so die Polizei. Die 35-jährige Fahrerin sei ins Krankenhaus gebracht worden. Für die Rettung der beiden schwerstverletzten Männer kamen zwei Rettungshubschrauber zum Einsatz. Am Unfallauto entstand den Angaben zufolge Totalschaden in mittlerer fünfstelliger Höhe. Nach rund drei Stunden, in denen die A3 Richtung Köln gesperrt war, wurde die Fahrbahn wieder freigegeben. (dpa)
Frankfurt: Autofahrer rasen vor Polizeikontrollen davon Frankfurt. Mit einer Geisterfahrt über die Autobahn A66 ist ein noch unbekannter Autofahrer in Frankfurt einer Polizeikontrolle entgangen. Wie die Polizei am Sonntag berichtet, wollte sie den Fahrer eines Golf GTI 8 gegen 3 Uhr morgens kurz hinter einer Autobahnabfahrt anhalten. Doch als dieser die Polizeiautos sah, habe er den Wagen gewendet und gegen die Fahrtrichtung zurück auf die Autobahn gefahren. Eine Fahndung blieb erfolglos. Etwa eine Stunde später trat ein Fahrer kräftig aufs Gaspedal, um nicht den Polizisten nicht seine Papiere zeigen zu müssen. Er kam nicht weit, verlor stattdessen die Kontrolle über sein Auto und setzte es gegen einen Mast. Der Mann wurde festgenommen, er sei betrunken gewesen, berichtet die Polizei. Seit den jüngsten Brandanschlägen auf Kioske und Lokale in Frankfurt und Offenbach hat die Polizei ihre Fahrzeugkontrollen in der Nacht verstärkt.
Jugendlicher Radfahrer bei Unfall schwer verletztFulda. Bei einem Zusammenstoß mit einem Auto ist ein E-Bike-Fahrer in Rasdorf (Kreis Fulda) schwer verletzt worden. Der 14-Jährige übersah laut Polizei das Auto einer 27-Jährigen, die Vorfahrt hatte. Er prallte gegen das Auto, erlitt Verletzungen in Gesicht und einen Bruch im Bereich der Schulter und wurde in ein Krankenhaus gebracht. (dpa)
Ministerpräsident Rhein trifft Königinnen und Märchenfiguren Wiesbaden. Ehrenamtlicher Adel aus ganz Hessen hat sich in Wiesbaden ein Stelldichein gegeben: Zum Empfang der hessischen Hoheiten im Schloss Biebrich bedankten sich Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und seine Ehefrau Tanja Raab-Rhein bei den Majestäten für ihr Engagement. Insgesamt rund 140 Gäste waren der Staatskanzlei zufolge zum Empfang gekommen, unter ihnen Weinmajestäten, Märchenfiguren und Blütenköniginnen.„Unsere Hoheiten stehen für gelebte Heimat und gelebtes Ehrenamt“, erklärte Rhein. „Als Botschafterinnen und Botschafter ihrer Regionen, Städte und Gemeinden zeigen die Hoheiten die Vielfalt unseres Landes und tragen mit großem persönlichem Einsatz zur Pflege von Brauchtum und Kultur bei.“Die Majestäten ständen für das, „was unser Land ausmacht: Verbundenheit, Gemeinschaft und Tradition“, ergänzte Rhein. Der Empfang der Hoheiten beim Ministerpräsidenten findet seit 2003 jedes Jahr statt. (dpa)
Honigernte fällt trotz des Hitzesommers reichlich ausKirchhain. Die hessischen Imker dürften mit ihrer Honigernte zufrieden sein: Laut dem Bieneninstitut Kirchhain und dem Deutschen Imkerverband liegt sie mit durchschnittlich 39,7 Kilo pro Bienenvolk nur geringfügig unter den 41,4 Kilo des Rekordjahres 2025. Im Frühjahr habe der reichliche Regen in Kombination mit Sonne für eine üppige Vegetation gesorgt, erklärten die Experten. Sogenannte Trachtpflanzen wie Obstbäume, Raps oder Löwenzahn konnten den Bienen deshalb reichlich Nektar liefern. Trachtpflanzen haben ein besonders hohes Angebot an Nektar, Pollen und Honigtau. Deshalb sei die Frühjahrsernte so gut ausgefallen. Die Zahlen zur Sommerernte liegen zwar bisher nicht abschließend vor. Hitze und Trockenheit hätten sich jedoch spürbar negativ ausgewirkt. „Die guten Erntezahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Hitze und Trockenheit die Imkerei vor enorme Herausforderungen stellen“, hieß es vom Deutschen Imkerbund. Wegen der Hitze blühten die Pflanzen demnach kürzer, bei Trockenheit stellten sie ihre Nektarproduktion ein. Den Bienen fehle dann wichtige Nahrung. Die verkürzten Blühzeiten machten es den Imkern zudem schwieriger, Sortenhonige zu ernten, erklärte der Deutsche Imkerbund: „Das schränkt die Vielfalt im Honigangebot ein und stellt auch ein finanzielles Problem dar, da Sortenhonige in der Regel höherpreisig sind.“Aber auch auf die Bienen selbst wirke sich die Hitze aus, berichtete Anton Wittersheim, zweiter Vorsitzender des Landesverbands Hessischer Imker: „Die Bienen mussten sich mehr um die Kühlung ihres Bienenstocks kümmern.“ Hinzu kämen äußere Feinde wie die Asiatische Hornisse. Sie dringe in den Stock ein und versetze die Bienen in Unruhe und Alarmbereitschaft. Die Folgen: höherer Nahrungsverbrauch, weniger Honig. (dpa)
Darmstadt: Demonstranten stellen sich Reichsbürgern in den WegDarmstadt. Bei einem Treffen von sogenannten Reichsbürgern in Darmstadt haben Gegendemonstranten versucht, einen Umzug durch die Stadt zu hindern. Nachdem die Blockierer trotz der Aufforderung durch die Polizei den Weg nicht freigaben, wählten die Veranstalter eine kürzere Wegstrecke.
Uber-Fahrer in Liederbach angegriffenLiederbach. Vier Fahrgäste hat ein Uber-Fahrer in der Nacht zum Samstag nach Liederbach bei Frankfurt chauffiert, als er von zwei von ihnen angegangen wird. Wie die Polizei berichtet, habe der Mann am Ziel der Fahrt aus dem Auto steigen wollen, als die zwei jungen Männer, die eben noch in seinem Auto saßen, die Autotür gegen das Bein drückten und das Handy aus der Hand schlugen. Bevor sie wegrannten, hätten sie auch noch gegen das Auto getreten, heißt es weiter.Warum die Männer so aggressiv wurden, beantwortet die Polizei bislang nicht. Auch in welchem Verhältnis sie zu den anderen beiden Fahrgästen stehen, die unbeteiligt im Auto saßen, bleibt unklar.
Bis zu 30.000 Menschen bei DGB-Demonstration in FrankfurtFrankfurt. Mehrere Tausend Menschen sind in Frankfurt gegen Sozialkürzungen auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von etwa 15.000 Demonstrierenden, die heute unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente“ zusammenkamen. Die Veranstalter selbst nannten dagegen eine Teilnehmerzahl von über 30.000 Menschen. Nach aktuellem Kenntnisstand der Polizei blieb die Veranstaltung ohne Zwischenfälle.Die Gewerkschaften wandten sich gegen die Reformpläne der Bundesregierung, die zulasten von Arbeitnehmerinnen gingen, hieß es vom DGB. „Wer jeden Morgen aufsteht, dieses Land am Laufen hält und Steuern zahlt, darf am Ende nicht die Zeche zahlen“, sagte DGB-Bezirksvorsitzender Michael Rudolph laut einer Mitteilung. „Wer an den Acht-Stunden-Tag oder an unsere Rente nach 45 Beitragsjahren ran will, kriegt unseren entschlossenen Widerstand zu spüren!“Man wolle „echte Reformen statt stupider Spargesetze“, sagte auch Verdi-Vorsitzender Frank Werneke. „Gute Arbeit, ein starker Sozialstaat und eine verlässliche Rente sind keine Belastung, sondern das Fundament für eine gerechte Gesellschaft und eine starke Wirtschaft.\"Reformen und Investitionen seien notwendig, „aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten“, hieß es in der DGB-Mitteilung. Statt der aktuellen Reformpläne forderten die Gewerkschaften mehr Investitionen in die Infrastruktur, ein gesetzliches Rentenniveau von mindestens 50 Prozent und eine effizientere Mittelverwendung im Gesundheitssystem.Die Teilnehmer in Frankfurt kamen erst zu einer Kundgebung zusammen und zogen anschließend mit Flaggen, Bannern und Plakaten durch die Innenstadt. Darauf standen Sprüche wie „Armut kann man nicht wegsparen!“ oder „#nichtamMenschensparen“. Bundesweit waren heute Proteste in 15 Großstädten geplant. (dpa)
Wiesbaden: Bruthilfen für Falken sorgen für Polizeieinsatz Wiesbaden. Nach den jüngsten Anschlägen auf Stromtrassen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen schaut die Polizei genauer hin – und so haben Beamte in Wiesbaden erstmals bemerkt, dass an Strommasten bei Delkenheim ihnen unbekannte Metallkonstruktionen installiert sind. Sie alarmierten Kollegen, mehrere Stunden überprüften Beamte den Ort, dann kam die Auflösung. „Bei den verdächtig wirkenden Gegenständen handelte es sich um Brutkästen für Wanderfalken“, heißt es am Samstagmorgen im Polizeibericht.