FAZ 21.03.2026
10:25 Uhr

„Timing“: NBA-Champion Oklahoma kommt nicht zu Trump ins Weiße Haus


Kein Besuch bei Donald Trump: Nach den Eishockey-Frauen verzichtet auch das Team des deutschen Basketballprofis Isaiah Hartenstein auf die traditionelle Ehrung durch den US-Präsidenten.

„Timing“: NBA-Champion Oklahoma kommt nicht zu Trump ins Weiße Haus

Der amtierende NBA-Champion Oklahoma City Thunder verzichtet an diesem Wochenende auf eine traditionelle Meister-Ehrung durch Donald Trump im Weißen Haus und verweist auf ein Zeitproblem. Das Basketball-Team um den Deutschen Isaiah Hartenstein hätte den US-Präsidenten im Rahmen des Auswärtsspiels am Samstag bei den Washington Wizards besuchen können. Das berichtet The Athletic und zitiert einen Teamsprecher. „Wir standen mit dem Weißen Haus in Kontakt und sind dankbar und schätzen die Kommunikation, aber das Timing hat einfach nicht gepasst“, heißt es in dem Statement. Der Besuch siegreicher Sportteams im Weißen Haus ist bereits seit der ersten Amtszeit Trumps ein politisch aufgeladenes Thema. Nur die Eishockey-Männer besuchen Trump Zuletzt hatten die amerikanischen Eishockey-Frauen nach ihrem Olympiasieg in Italien auf einen Besuch verzichtet und auf terminliche Probleme verwiesen. Trump hatte zuvor für einige Kritik gesorgt, als er in einem Glückwunschtelefonat mit der ebenfalls siegreichen Männermannschaft scherzhaft darauf hinwies, dass er auch die Frauen einladen müsse – weil er sonst „wahrscheinlich des Amtes enthoben“ werde. Die Eishockey-Männer besuchten das Weiße Haus und waren anschließend auch Gäste bei Trumps Rede zur Lage der Nation. Unterdessen qualifizierten sich die Detroit Pistons zum zweiten Mal in Serie für die Play-offs der NBA. Das Team aus dem US-Bundesstaat Michigan gewann am Freitagabend gegen die Golden State Warriors 115:101 und steht damit als erster Vertreter der Eastern Conference als Teilnehmer der Meisterrunde fest. In der Western Conference hatten sich bereits Titelverteidiger Oklahoma und die San Antonio Spurs qualifiziert. Ganz nah dran an den Play-offs sind auch die New York Knicks als Dritter der Eastern Conference. Ohne den Deutschen Ariel Hukporti gelang ein 93:92 im Stadtduell bei den Brooklyn Nets. Die Siegesserie der Atlanta Hawks endete indes, bei den Houston Rockets setzte es ein 95:117. Die Hawks hatten zuletzt elfmal nacheinander gewonnen, die Pleite in Houston ist nun auch eine gute Nachricht für Orlando Magic und das deutsche Trio Franz und Moritz Wagner sowie Tristan da Silva: Orlando und Atlanta sind derzeit direkte Konkurrenten um den letzten Play-off-Platz im Osten. Aktuell hat Orlando als Sechster knapp die Nase vorn.