FAZ 13.09.2026
10:57 Uhr

USA unter Trump: Trump befürwortet Wiedervereinigung Irlands


Liveticker zur US-Politik unter Donald Trump / Trump dampft Militärübung mit Südkorea ein / Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

USA unter Trump: Trump befürwortet Wiedervereinigung Irlands

Trump: „Negative Kräfte“ hinter Forderungen nach Drosselung von KI-Entwicklung US-Präsident Donald Trump hat Forderungen nach einer Drosselung der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) wegen Sicherheitsbedenken zurückgewiesen. Hinter derartigen Forderungen stünden „negative Kräfte“, sagte Trump am Sonntag während seines Besuchs in Irland. Angesichts der deutlichen Warnungen vor Gefahren für die Menschheit durch KI hatte der Chef des KI-Unternehmens Anthropic, Dario Amodei, zu einer Verlangsamung der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz aufgerufen. Unterstützung erhielt er vom Chef des Konkurrenzunternehmens OpenAI, Sam Altman, und dem Techunternehmer Elon Musk.Aus seiner Sicht gebe es „viele negative Kräfte, die das zur Sprache bringen, obwohl sie es nicht sollten“, sagte Trump in Irland. „Sie bringen Dinge zur Sprache, die nicht passieren werden“, fügte der US-Präsident hinzu, der als großer Anhänger der Künstlichen Intelligenz gilt. Der Mehrheitsführer von Trumps Republikanern im US-Repräsentantenhaus, Mike Johnson, warnte ebenfalls vor einer vorschnellen Regulierung. Das Wettrennen mit China bei der Entwicklung von KI zu verlieren, wäre „eine Bedrohung für jeden einzelnen Amerikaner“, sagte er am Sonntag im US-Sender CNN. 

Trump kündigt Aufhebung von Zöllen auf irischen Whisky an Nach dem Ende der Zölle auf schottischen Whisky will US-Präsident Donald Trump nun auch die Einfuhrgebühren für das irische Pendant für nichtig erklären. Er kündigte eine Abschaffung der Importaufschläge für irischen Whisky nach einem Gespräch mit dem Taoiseach – dem irischen Regierungschef Micheál Martin – am Rande eines Golfturniers im irischen Doonbeg an. Die Spirituose wird derzeit wie viele andere EU-Importe in die Vereinigten Staaten mit 15 Prozent verzollt. Im Mai hatte Trump bereits „zu Ehren“ des britischen Königspaars schottischen Whisky von Zöllen ausgenommen. Zuvor waren diese mit zehn Prozent verzollt worden. „Der König und die Königin haben mich dazu gebracht, etwas zu tun, das niemand sonst geschafft hat, ohne mich überhaupt darum zu bitten!“, schrieb Trump nach einem mehrtägigen Staatsbesuch von König Charles III. und Königin Camilla in den USA auf der Plattform Truth Social. 

Trump befürwortet Wiedervereinigung IrlandsDer amerikanische Präsident Donald Trump hat sich für eine Wiedervereinigung des britischen Nordirlands mit der ​Republik Irland ausgesprochen. Er wolle keine Probleme verursachen, aber er würde eine Vereinigung sehr begrüßen, sagte ⁠Trump am Samstag vor Journalisten bei einem Treffen mit dem irischen Ministerpräsidenten Micheál Martin in Dublin. „Es wird letztlich dazu kommen“, fügte Trump hinzu. Großbritannien werde bei dem Thema zwar ein Wörtchen mitzureden haben, ‌er halte eine Vereinigung jedoch für eine großartige Sache. Die britische Regierung wies die Äußerungen umgehend zurück. Die Haltung von Premierminister Andy Burnham bleibe unverändert: Ein Referendum über eine Abspaltung Nordirlands ‌vom Vereinigten Königreich stehe nicht zur ‌Debatte, teilte sie mit.Auch Nordirlands größte pro-britische Unionistenpartei DUP wies Trumps Äußerungen zurück. Eine Wiedervereinigung würde zur „Zerstörung unseres Landes“ führen, schrieb DUP-Chef Gavin Robinson auf der Plattform X. Die verfassungsmäßige Zukunft Nordirlands werde von den Menschen ​dort entschieden, nicht durch Kommentare aus London, Dublin ⁠oder Washington.

Im Verkehrsknotenpunkt „Oculus“ unweit von Ground Zero erscheinen zwei Sonnenstrahlen, die an die am 11. September zerstörten Zwillingstürme des World Trade Centers in New York erinnern.

Die New Yorker gedenken auf vielfältige Weise der Menschen, die beim Terroranschlag am 11. September 2001 ums Leben kamen.

25 Jahre danach: Amerika gedenkt Terror am 11. September 200125 Jahre nach den islamistischen Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben in den USA die Trauerfeierlichkeiten begonnen. In New York versammelten sich am Freitag Angehörige der Todesopfer am Mahnmal an Ground Zero, wo früher das World Trade Center stand. An der Zeremonie nahmen neben dem amerikanischen Vizepräsidenten J. D. Vance die früheren US-Präsidenten Joe Biden, Barack Obama, George W. Bush, Bill Clinton und andere Politiker beider großer Parteien teil. Hinterbliebene verlasen bei der Gedenkfeier die Namen der Todesopfer der Anschläge, untermalt von Musik. Glockenschläge markierten die Momente, in denen die Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Center eingeschlagen waren.Präsident Donald Trump nahm an einer Zeremonie am Pentagon in Washington teil, in das Terroristen ebenfalls ein Flugzeug steuerten. „Wir werden nie vergessen“, sagte Trump in seiner Rede. „Das ist, warum wir heute kämpfen. Wir haben keine Wahl, nur ein Sieg zählt“, zog Trump eine Verbindung zum heutigen amerikanischen Krieg gegen Iran. Einen großen Teil seiner Rede verwendete Trump, um von Schicksalen der Opferfamilien des 11. Septembers zu erzählen. Insgesamt 2977 Menschen kamen bei den Anschlägen ums Leben. Mehr als 9400 Menschen starben an Krebs und anderen Krankheiten, die durch den Staub und Rauch beim Einsturz des World Trade Centers verursacht wurden. 

Mehr als 150.000 Menschen leiden an gesundheitlichen Folgen von 9/1125 Jahre nach den Anschlägen wächst die Zahl der Menschen weiter, die an den gesundheitlichen Folgen der Anschläge leiden. Nach Angaben der US-Regierung hat die Zahl der Menschen, die infolge von Erkrankungen im Zusammenhang mit dem 11. September gestorben sind, die Zahl der unmittelbar bei den Anschlägen Getöteten inzwischen weit übertroffen.Durch den Einsturz der rund 400 Meter hohen Türme und die anhaltenden Brände entstand in Lower Manhattan ein hochgiftiges Gemisch unter anderem aus pulverisiertem Beton, Glas, Gipskarton, verbrannten Kunststoffen und weiteren Schadstoffen. Zehntausende Einsatzkräfte, Helfer, Anwohner und Beschäftigte waren dem Staub und Rauch ausgesetzt. Das staatliche World Trade Center Health Program betreut inzwischen mehr als 150.000 Menschen mit möglichen Folgen dieser Belastung. 

Auch am Pentagon in Washington haben am Freitag die Trauerfeierlichkeiten 25 Jahre nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 begonnen. Der amerikanische Präsident Donald Trump wohnt der Zeremonie zusammen mit First Lady Melania Trump bei. 

Peru tritt amerikanischer Sicherheitsinitiative beiPeru tritt der amerikanischen Initiative „Shield of the Americas“ bei. Dies teilte die rechtsgerichtete Präsidentin Keiko Fujimori am Donnerstag nach einem Treffen mit Außenminister Marco Rubio in der peruanischen Hauptstadt Lima mit. Fujimori verwies zur Begründung auf grenzüberschreitende Aktivitäten krimineller Organisationen. Aus diesem Grund müsse man die Kräfte mit anderen Ländern bündeln, sagte Fujimori.Rubio begrüßte die Ankündigung. Kriminelle Banden und terroristische Gruppen seien „eine direkte Bedrohung der Souveränität unserer Länder“, sagte der Außenminister.Der „Shield of the Americas“ ist eine amerikanische Initiative zur Zusammenarbeit mit rechtsgerichteten Regierungen in Süd- und Mittelamerika. Erklärtes Ziel ist der Kampf gegen kriminelle Banden. Unter Präsident Donald Trump streben die Vereinigten Staaten strategisch eine Vormachtstellung in der Region an.Laut Außenminister Rubio gehören dem Zusammenschluss inzwischen 14 Länder an. Dazu zählen unter anderem Argentinien, Bolivien, Chile und El Salvador. Vor rund vier Wochen trat Kolumbien dem „Shield of the Americas“ bei. Dort hatte der ultrarechte Abelardo de la Espriella Anfang August das Präsidentenamt angetreten und seinen linken Vorgänger Gustavo Petro abgelöst.Keiko Fujimori wurde Ende Juli in Peru als Präsidentin vereidigt. Sie konnte sich unter anderem mit dem Versprechen auf Stabilität und Sicherheit durchsetzen. Sie ist die Tochter von Alberto Fujimori, der das Andenland von 1990 bis 2000 autoritär regiert hatte. 

Diesel kostet erstmals sechs Dollar pro GalloneDer landesweite Durchschnittspreis für Diesel ist in den Vereinigten Staaten nach Daten des Marktanalyseportals Gasbuddy auf die Rekordmarke von 6,00 Dollar je Gallone (3,785 Liter) geklettert. Damit sei Diesel so teuer wie nie zuvor. Umgerechnet sind das ungefähr 5,17 Euro. „Mit 6,00 Dollar je Gallone ist Diesel jetzt etwa 2,30 Dollar teurer als vor einem Jahr, als der nationale Durchschnittspreis bei etwa 3,70 Dollar lag“, teilte Gasbuddy mit.Laut Automobilverband AAA kostete eine Gallone am Donnerstag im Durchschnitt 5,977 Dollar. Der Preis wird dort ein Mal pro Tag aktualisiert. Zuletzt sprach der Verband von einer deutlich steigenden Tendenz. So kletterte der Preis für eine Gallone Benzin um 13 Cent auf 4,277 Dollar. Im Vergleich: Vor einem Jahr lag der Durchschnittspreis bei 3,194 Dollar.Knappes Angebot wegen Krieg in NahostDie jetzige Preisentwicklung liegt zum Großteil an der vertrackten Situation rund um die Straße von Hormus. Durch den Irankrieg und den gestörten Schiffsverkehr in der Meerenge gelangt kaum Rohöl auf den Weltmarkt, das knappe Angebot führt zu höheren Preisen. Dass Diesel auch historisch gesehen seit Jahren teurer ist als Benzin, liegt den Angaben nach unter anderem daran, dass die Nachfrage nach Diesel insbesondere in Europa, China, Indien und den Vereinigten Staaten größer ist und die Bundessteuer auf Diesel höher ausfällt als bei Benzin. Mit Benzin fährt ein großer Teil der Pkw-Flotte, mit Diesel jedoch fast sämtliche Transportfahrzeuge.Am Donnerstag war der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November erstmals seit Mai wieder auf 108 Dollar geklettert, nachdem der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Iran zuletzt militärisch wieder eskaliert war.

25 Jahre nach 9/11: USA gedenken der TerroropferMit Schweigeminuten, Glockenschlägen und Lichtinstallationen gedenken die USA am Freitag 25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 der Opfer. Im Zentrum der Gedenkveranstaltungen stehen abermals die Orte, die damals angegriffen wurden: das World Trade Center in New York und das Pentagon bei Washington – sowie ein Feld im US-Bundesstaat Pennsylvania, auf das ein Flugzeug abgestürzt war.Präsident Donald Trump wird zu einer Gedenkveranstaltung am Pentagon erwartet. In New York sollen Angehörige am Morgen am Ort der zerstörten Zwillingstürme des World Trade Centers die Namen der Getöteten verlesen. Sechs Schweigeminuten markieren unter anderem die Einschläge der beiden Flugzeuge und den Einsturz der Türme. Erstmals ist anschließend eine siebte Schweigeminute für Menschen vorgesehen, die später an Krankheiten oder Verletzungen infolge der Anschläge starben.

Vance: „Die Demokraten sind die Partei des Hasses“Zwei Monate vor den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen in den USA hat Vizepräsident J.D. Vance die oppositionellen Demokraten scharf attackiert. „Die Demokraten sind die Partei des Hasses“, sagte der Stellvertreter von Präsident Donald Trump am Donnerstag beim Parteitag seiner Republikaner im texanischen Dallas. „Sie sind die Partei, die Amerika und die Menschen, die es aufgebaut haben, verachtet.“Am Vortag des 25. Jahrestags der islamistischen Anschläge auf die USA vom 11. September 2001 warf Vance den Demokraten gar vor, in ihren Reihen gebe es Politiker, welche die damaligen Angriffe der Terroristen rechtfertigen würden.Bei den Kongress-Zwischenwahlen – den sogenannten Midterms – im November droht den Republikanern eine empfindliche Schlappe. Laut Umfragen könnte die Regierungspartei die Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren, im Senat droht ihnen demnach ein Patt mit den oppositionellen Demokraten. Hintergrund sind unter anderem die schlechten Beliebtheitswerte von Präsident Trump.

Trump zu den Midterms: „Tut so, als stünde ich auf dem Wahlzettel“Präsident Donald Trump hat die Republikaner in seiner zweiten Rede auf dem Parteikonvent in Dallas auf die Zwischenwahlen eingeschworen und die Abstimmung demonstrativ zu einem Referendum über sich selbst gemacht. Seine Anhänger sollten sich vorstellen, er stehe persönlich auf dem Wahlzettel: „Ihr müsst so tun, als stünde ich auf dem Wahlzettel. Ich stehe auf dem Wahlzettel. Ich stehe auf dem Wahlzettel.“Er wiederholte sein Versprechen vom Vorabend, bei einem republikanischen Wahlsieg eine „Trump-Dividende“ von 5000 Dollar für jeden erwachsenen amerikanischen Staatsbürger zu gewähren. Zur Begründung sagte er, das Land nehme „Billionen und Aberbillionen Dollar“ ein.Die Demokraten beschrieb Trump als existenzielle Gefahr. Sie würden Vermögen konfiszieren, die Polizei schwächen, Migranten Sozialleistungen und Wahlrechte geben und Kriminelle freilassen: „Sie sind keine Sozialisten. Sie sind keine Demokraten. Sie sind Kommunisten.“Die Menge ließ Trump einen Schwur ablegen, zur Wahl zu gehen. Danach scherzte er: „Wisst ihr, was passiert, wenn ihr nicht wählen geht? Ihr kommt in die Hölle.“Die Medien griff er abermals ausführlich an. Eine große Nation brauche eine ehrliche Presse, sagte Trump: „Wir haben weitgehend eine unehrliche Presse.“Zu Iran erklärte er: „Wir kontrollieren die Meerenge. Ich nenne sie die Trump-Meerenge.“ Gegen Ende seiner Rede sagte Trump, er habe nun nach rund einer Woche politischer Auftritte die Nase voll von Politik und wolle etwas Musik genießen.

US-Vize Vance erinnert an erschossenen Aktivisten KirkEin Jahr nach dem tödlichen Angriff auf den rechten amerikanischen Aktivisten Charlie Kirk hat Vizepräsident J.D. Vance ihn beim Parteitag der Republikaner gewürdigt. „Es wird in die Geschichte eingehen, dass euer Vater ein großartiger Mann war“, sagte Vance in Dallas im Bundesstaat Texas in Bemerkungen, die an die Kinder Kirks adressiert waren. Die Menge brach daraufhin in „Charlie, Charlie“-Rufe aus. Der Aktivist Charlie Kirk war am 10. September 2025 erschossen worden, als er auf einem Uni-Campus im Bundesstaat Utah im Freien gesprochen hatte. Kirk machte sich in konservativen Kreisen als Verfechter der Meinungsfreiheit einen Namen. Mit seiner Organisation Turning Point USA besuchte er Hochschulen und forderte Studierende – vor allem solche mit anderer politischer Haltung – zur Debatte heraus. Kritiker warfen ihm rassistische, homophobe, transfeindliche und sexistische Ansichten vor. Als prominenter Vertreter der Bewegung „Make America Great Again“ (MAGA) trug Kirk dazu bei, Präsident Donald Trump unter jungen Wählern populärer zu machen. Er galt als enger Vertrauter nicht nur von Vance, sondern auch von Trumps ältestem Sohn, Donald Trump Junior.