FAZ 09.05.2026
15:30 Uhr

Zweite Bundesliga: Hannover lässt in Bochum wichtige Punkte liegen


Der Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga spitzt sich zu. Hannover spielt in Bochum nur 1:1 und liegt nun mit Elversberg und Paderborn gleichauf. Im Tabellenkeller punkten Magdeburg und Braunschweig.

Zweite Bundesliga: Hannover lässt in Bochum wichtige Punkte liegen

Hannover 96 hat den Patzer des SC Paderborn nicht genutzt und muss den nächsten Dämpfer im Aufstiegsrennen der zweiten Fußball-Bundesliga verkraften. Die Niedersachsen kamen am vorletzten Spieltag nicht über ein 1:1 beim VfL Bochum hinaus. Damit geht die Mannschaft von Trainer Christian Titz im Kampf um die Bundesliga-Rückkehr als Dritter mit 59 Zählern punktgleich mit den viertplatzierten Paderbornern in den letzten Spieltag. Auch die SV Elversberg steht als Tabellenzweiter bei 59 Punkten, die Saarländer spielen am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) aber noch bei Fortuna Düsseldorf. Nach einem schwachen Auftritt im ersten Durchgang köpfte Innenverteidiger Maik Nawrocki (50. Minute) kurz nach der Pause nach einer kurz ausgeführten Ecke zur zwischenzeitlichen Führung für Hannover ein. Die Bochumer Antwort ließ aber nur kurz auf sich warten: Der eingewechselte Farid Alfa-Ruprecht (55.) sorgte mit einem schönen Schlenzer ins lange Eck für den Ausgleich. Unter Zugzwang rannte Hannover 96 im ausverkauften Bochumer Ruhrstadion zum Ende der Partie immer wieder an, scheiterte aber an Bochums Schlussmann Timo Horn. Mit dem einen Auswärtspunkt gehen die Niedersachsen somit auf dem Relegationsrang in den letzten Spieltag. Die SV Elversberg hingegen könnte durch die beiden Unentschieden von Hannover und Paderborn am Sonntag einen großen Schritt in Richtung Bundesliga-Aufstieg machen. Mit einem Sieg bei den abstiegsbedrohten Düsseldorfern hätten die Saarländer den zweiten Tabellenplatz wegen des deutlich besseren Torverhältnisses quasi sicher. Heimsieg für Eintracht Braunschweig Eintracht Braunschweig hingegen hat im Kampf um den Klassenverbleib einen wichtigen Heimsieg erreicht. Nach dem 2:1 gegen Dynamo Dresden zogen die Niedersachsen in der Tabelle an Arminia Bielefeld vorbei und können nun nicht mehr auf einem Abstiegsplatz in den letzten Spieltag am 17. Mai gehen. Genau wie Dynamo schauen die Braunschweiger nun gespannt auf die Ergebnisse von Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf an diesem Sonntag. Sollten beide verlieren, wären die Dresdner nach einer starken Rückrunde vorzeitig gerettet. Für den Klassenerverbleib aus eigener Kraft hätten sie in Braunschweig einen Punkt gebraucht. Vor 22.480 Zuschauern brachte Florian Flick die Eintracht in der 20. Minute in Führung. Faride Alidou (50.) erhöhte kurz nach der Pause auf 2:0. In der 67. Minute hielt Braunschweigs Torwart Ron-Thorben Hoffmann einen Foulelfmeter von Stefan Kutschke. Kurz vor Schluss traf der erfahrene Dynamo-Stürmer per Kopfball doch noch zum 1:2 (86.). Magdeburg könnte schon am Sonntag wieder jubeln Der 1. FC Magdeburg hat derweil mit einem klaren Sieg bei Holstein Kiel den Klassenverbleib so gut wie perfekt gemacht. Das Team von Trainer Petrik Sander setzte sich an der Ostsee verdient mit 3:1 Toren durch. Schon am Sonntag kann bei Patzern der Konkurrenz der Verbleib in der Liga auch rechnerisch sicher sein. Jean Hugonet (40.), Dariusz Stalmach (45.+2) und Baris Atik (56.) trafen für den FCM, der eine Woche nach dem 1:0 gegen Hertha BSC den nächsten wichtigen Drei-Punkte-Gewinn folgen ließ. Für die bereits geretteten Kieler endete eine Serie von vier Siegen in Folge, das Tor von Adrian Kapralik (90.+2) kam zu spät. Für die Störche begann die Partie bitter, Mittelfeldspieler Kasper Davidsen verletzte sich in der dritten Minute und musste vom Platz. In der Folge entwickelte sich eine intensive und ausgeglichene Begegnung, ehe die Gäste kurz vor der Pause zweimal zuschlugen. Erst stand Hugonet goldrichtig und traf aus kurzer Distanz, dann legte Stalmach per Kopf nach. Zu Beginn der zweiten Halbzeit sorgte eine direkt verwandelte Ecke für die Entscheidung. Atik beförderte den Ball in den Strafraum, wo weder Freund noch Feind eingriffen. Anschließend war Magdeburg dem vierten Treffer nahe, den Schlusspunkt setzte aber Kapralik.