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19.08.2026
05:04 Uhr
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Velaura AI will den Strombedarf von KI-Beschleunigern durch ein spezielles Chipdesign deutlich senken. Dafür spendieren Investoren 110 Millionen US-Dollar.

Das Chipdesign-Start-up Velaura AI hat bei einer Finanzierungsrunde nach eigenen Angaben 110 Millionen US-Dollar eingesammelt, wodurch der Wert der Firma nun 1 Milliarde Dollar übersteigt. Investoren versprechen sich offenbar viel von der Velaura-Technik, mit der der Strombedarf von KI-Beschleunigern und damit die Betriebskosten von KI-Rechenzentren deutlich gesenkt werden sollen.
Schon vor mehr als einem Jahr wurde von Experten erwartet, dass sich der Strombedarf von Rechenzentren wegen KI bis 2030 verdoppeln wird. Und laut einer kürzlich veröffentlichten Studie werden US-Rechenzentren 2035 ein Fünftel des Landesstroms verbrauchen. Durch die zunehmende Integration künstlicher Intelligenz (KI) in Endgeräte, neben Notebooks, Smartphones, Smartwatches und Smartglasses auch in Drohnen, Roboter und andere autonome Systeme, dürfte sich das Problem weiter verschärfen.
Velaura AI will dem auf Halbleiterebene begegnen und hat dafür im März ein Chipdesign vorgestellt, durch das die Stromaufnahme von KI-Beschleunigern ohne Leistungseinbußen um die Hälfte reduziert werden soll. Die Technik namens „Titan Core“ soll die für KI-Training und -Inferenz benötigten mathematischen Operationen wie Matrix-Multiplikationen durch spezielle Schaltungen und Bibliotheken energieeffizienter bearbeiten können – laut Start-up um den Faktor 2 bis 4. Bei einem auf 1000 Watt ausgelegten KI-System soll dies zu Einsparungen von 250 bis 500 Watt führen.
Laut Angaben von Velaura AI, das früher Auradine hieß und in dessen Vorstand unter anderem Intel-Chef Lip-Bu Tan sitzt, wird dieses Chipdesign bereits in mehr als 30 Millionen Mikrochips aus führenden Herstellungsprozessen eingesetzt. Das Start-up verrät aber nicht, um welche Chips welcher Kunden es sich handelt. Zudem spricht Velaura AI mit drei der vier größten Cloud-Provider, wie Velaura-CEO Rajiv Khemani Reuters erklärte, aber auch hier nannte er keine Namen.
Das Geschäftsmodell des Start-ups vergleicht Khemani mit ARMs Lizenzmodell für deren Chips. Velaura AI verlangt zunächst eine Vorabgebühr für den Einsatz des speziellen Chipdesigns sowie Lizenzgebühren, die auf den von den Kunden erzielten Stromeinsparungen basieren. Das hat die Investoren offenbar genauso überzeugt wie das Argument von Khemani, dass „die nächste Ära der KI nicht nur durch bessere Modelle geprägt sein wird, sondern auch durch grundlegend bessere Wirtschaftlichkeit bei der Rechenleistung“.
(fds)