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22.05.2026
07:59 Uhr
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Bungie beendet die Entwicklung von „Destiny 2“ mit einem letzten Update am 9. Juni. Das soll auch in Entlassungen münden, schreibt Bloomberg.

„Destiny 2“ erhält am 9. Juni sein letztes Content-Update: Bungie gab das Entwicklungsende des Online-Shooters am Donnerstag in einem Blogpost bekannt. Gleichzeitig berichtet Bloomberg-Journalist Jason Schreier unter Berufung auf mit dem Studio vertraute Personen, dass im Zuge dessen eine signifikante Zahl an Stellen gestrichen werden soll.
Das letzte Update heißt „Monument of Triumph“. Es soll laut Bungie die Geschichte des ursprünglich 2017 veröffentlichten Online-Shooters zu einem versöhnlichen Ende führen: Die Sparrow Rennliga kehrt zurück, Raid- und Dungeon-Loot wird modernisiert, neue Klassenfertigkeiten kommen hinzu und ein zentrales Director-Menü ersetzt den Portal-Bildschirm, den viele Spieler abgelehnt hatten. Das Spiel selbst bleibt dauerhaft online und spielbar – so wie der erste „Destiny“-Teil bis heute zugänglich ist.
Laut dem Bloomberg-Bericht hat das „Destiny 2“-Team nach dem letzten Update noch kein Projekt, auf das es wechseln könnte. Auch „Destiny 3“ soll nicht in unmittelbarer Planung sein. Mitarbeiter hätten zwar neue Projekte gepitcht, darunter mögliche Destiny-Nachfolger, allerdings sei bisher nichts von Mutterfirma Sony genehmigt worden. Wie viele Stellen gestrichen werden sollen, ist noch nicht bekannt. Bungie hat den Schritt bisher nicht bestätigt.
Nach fast zwölf Jahren seit dem Release von „Destiny 1“ sei klar geworden, dass auch „Destiny 2“ enden müsse, schreibt Bungie in dem Blog-Eintrag. Das Team konzentriert sich nun auf den Extraktionsshooter „Marathon“, der laut Bloomberg bisher nicht die Erfolgserwartungen des Studios erfüllen konnte. Bungie hoffe aber darauf, dass die Spielerzahlen noch steigen.
Sony hatte Bungie im Jahr 2022 für 3,6 Milliarden US-Dollar übernommen. Die Erwartung war damals, dass das Studio mit „Destiny 2“ eine stabile Live-Service-Plattform liefern und Sony in diesem Segment stärken würde. Das ist nicht eingetreten: Im vergangenen Geschäftsjahr verbuchte Sony eine Wertberichtigung von 765 Millionen US-Dollar auf die Akquisition. Schreier weist darauf hin, dass der Betrieb von Bungie besonders teuer für Sony ist – unter anderem wegen der hohen Lebenshaltungskosten in Seattle und wegen der langen Betriebszugehörigkeit vieler Angestellter.
Für Bungie wäre es schon die zweite größere Entlassungswelle seit der Sony-Übernahme. Im Juli 2024 strich das Studio 220 Stellen – weniger als zwei Monate nach dem Start von „The Final Shape“, der bis dahin erfolgreichsten Erweiterung. Damals wechselten außerdem rund 155 Mitarbeiter intern zu Sony Interactive Entertainment.
(dahe)