Heise 11.05.2026
12:04 Uhr

Digitale Selbsthilfe: App bietet Unterstützung für pflegende Angehörige


Pflegende Angehörige sind oft stark belastet und isoliert. Die App in.kontakt bietet Raum für Austausch und soll für niedrigschwellige Unterstützung sorgen.

Digitale Selbsthilfe: App bietet Unterstützung für pflegende Angehörige

Die Pflege von Angehörigen zu Hause ist oft eine enorme Herausforderung und wirkt oft isolierend. Als „Tor zur Welt“ will der Verband wir pflegen über die App in.kontakt Betroffene mit einer Online-Selbsthilfe-Community verbinden. Das soll Betroffenen helfen, sich mit anderen pflegenden Angehörigen zu vernetzen und Wissen auszutauschen. Die Anwendung ist, im Gegensatz zu kommerziellen Apps, die sich an pflegende Angehörige richten, kostenlos.

Entstanden ist in.kontakt und digitale Selbsthilfe im Rahmen des dreijährigen Modellprojekts OSHI-PA (Online-Selbsthilfe-Initiativen für pflegende Angehörige) zwischen 2018 und 2020, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit und der Techniker Krankenkasse. Seit Ende 2020 erhält das Projekt Fördermittel für die Selbsthilfeentwicklung.

Über in.kontakt und die Motivation hinter der App hat heise online mit Nicola Gansert vom Bundesverband „wir pflegen“ gesprochen.

Pflegende Angehörige haben ein viel höheres Risiko, an Depressionen zu erkranken oder sich zu überlasten. Selbsthilfeangebote haben einen präventiven Charakter und stärken die Resilienz. Das ist ein super niederschwelliges Angebot. Leider werden pflegende Angehörige bei neuen Entwicklungen oft gar nicht mitgedacht. Wir versuchen, die Bedürfnisse von unten nach oben zu entwickeln – aus den Chats heraus sehen wir genau, was die Menschen gerade bewegt.

Für die App arbeiten wir mit vmapit zusammen, weil die Entwickler insbesondere für gemeinnützige Vereine Unterstützung anbieten. Das Ganze entstand in Kooperation mit einer Hochschule. Die Daten liegen auf eigenen Servern von vmapit und es gibt keine Datenweitergabe.

wir pflegen Bundesverband

(mack)