Ein Nachbrenner für Windows, nicht weniger steckt in der aktuellen Windows-Insider-Vorschau im Release-Preview-Kanal. Künftig soll zudem die Taskleiste flexibler werden.
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19.05.2026 11:25 Uhr |

Ein Nachbrenner für Windows, nicht weniger steckt in der aktuellen Windows-Insider-Vorschau im Release-Preview-Kanal. Künftig soll zudem die Taskleiste flexibler werden.
In der Ankündigung der Windows-Insider-Vorschau geht das spannendste Feature leicht übersehbar fast unter. Ein knapper Abschnitt „Allgemeine Performance“ erklärt, dass das Update den App-Start beschleunigt sowie die Kern-Shell-Erfahrungen wie das Startmenü, die Suche und das Action Center. Dahinter steckt ein sogenanntes „Low Latency Profile“, wie der üblicherweise gut informierte Zac Bowden von Windows Central berichtet. Dahinter steckt eine kurzzeitige Anhebung des CPU-Takts auf Maximum beim Start einer App oder bei ausklappenden Systemfunktionen wie dem Startmenü. Das soll die Schwuppdizität bei App-Starts um bis zu 40 Prozent und von Systemfunktionen bis zu 70 Prozent verbessern. Die Funktion ist für Nutzer nicht sicht- und einstellbar. Ein Blick in den Leistungs-Tab des Task-Managers kann jedoch Hinweise auf die aktive Funktion liefern. Microsoft zieht damit mit anderen Betriebssystemen wieder gleich. Seit Android 13 gibt es etwa einen Modus „GAME_LOADING“, der die CPU-Frequenz hochdreht und so Spiele schneller lädt.
Die anderen Änderungen fallen dagegen etwas ab. Sie sind auch schon aus älteren Vorschauen in den Beta- und Dev-Kanälen bekannt, etwa das geteilte Audio, bei dem zwei Leute gleichzeitig über Bluetooth-LE-Audio denselben Ton hören können. Die Bildschirmlupe soll insbesondere mit Screen-Readern besser harmonieren. Für Prozessoren mit eingebauter NPU (KI-Coprozessor) liefert der Task-Manager verbesserte Einblicke in KI-bezogene Systemlasten. Die Kamera im System lässt sich nun mit mehreren Apps gleichzeitig nutzen. Die Ankündigung listet noch weitere kleine Verbesserungen auf.
Außerdem arbeiten Microsofts Entwickler auch an Verbesserungen für die Taskleiste. Die soll demnächst tatsächlich an jeder Kante des Bildschirms anheftbar sein, schreibt Microsoft in einem Blog-Beitrag. Das war einer der größten Kritikpunkte, der viele Menschen vom Umstieg von Windows 10 auf Windows 11 abhielt. Die Positionierung von Icons auf der Taskleiste lässt sich für jede Taskleistenposition auswählen. Das soll in den Windows-Einstellungen unter „Personalisierung“ – „Taskleiste“ im ausklappbaren Menü „Verhalten der Taskleiste“ einstellbar werden. Außerdem soll eine Option hinzukommen, die ein kompakteres Startmenü konfiguriert. Die Änderungen können Interessierte im Insider-Kanal „Experimental“ ausprobieren.
Was Microsoft im Release-Preview-Kanal veröffentlicht, kommt erfahrungsgemäß bereits am Monatsende auch in die Windows-Update-Vorschau für die kommenden Patchday-Updates. Somit sollten alle Windows-11-Nutzer Ende Mai in den Genuss eines sich deutlich flotter anfühlenden Betriebssystems kommen. Allerdings schaltet Microsoft die Funktionen nicht alle gleichzeitig frei. Möglicherweise ist dann doch noch ein wenig Geduld gefragt – oder eine ViveTool-ID zum Freischalten der Funktion. Für die Insider-Vorschau ist es offenbar die ID 58989092, kurz zuvor waren noch die IDs 60716524 und 61391826 gültig. Die ID dürfte sich im allgemeinen Release daher nochmals ändern.
(dmk)