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05.06.2026
12:44 Uhr
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Günstige Android-Smartphones mit wenig Rechenleistung und RAM erhalten ein KI-Update: Der Google Assistant wird durch Gemini Go ersetzt.

Google weitet die Verfügbarkeit seines KI-Assistenten Gemini weiter aus. Nach „normalen“ Smartphones, smarten Uhren, Autos, dem Smart Home und TV-Geräten sind nun die eher schwachbrüstigen Einstiegs-Smartphones mit Android Go Edition an der Reihe. Diese erhalten eine funktionsreduzierte Gemini-Go-App.
Das schreibt Anish Kotthapalli, Community Manager im Gemini-Apps-Team, in Googles Support-Forum. Laut dem Beitrag handelt es sich bei Gemini Go um eine „optimierte Version von Gemini, die dir dabei helfen soll, in Verbindung zu bleiben und Aufgaben zu erledigen“. Diese App ist kompatibel mit Geräten, denen nur geringer Speicherplatz zur Verfügung stehe. Die App ersetzt Assistant Go.
Wie Google ausführt, unterstützt die App Android-Go-Geräte ab 2 GByte RAM, dabei sei Gemini über die Google-Suche-App verfügbar. Mit Gemini Go können Nutzerinnen und Nutzer etwa eine Unterhaltung starten, indem sie die Home-Taste gedrückt halten oder – auf unterstützten Geräten – die Ein-/Aus-Taste drücken.
Laut Google sollen sich mit der Gemini-Go-App verschiedene Aufgaben erledigen lassen. Beispielsweise könne man Gemini darum bitten, Kontakte anzurufen oder ihnen eine SMS zu senden. Auch zum Finden lokaler Informationen wie die Fahrzeit zur Arbeit oder zur Restaurantsuche mit spezifischen Parametern, wie bestimmten Öffnungszeiten oder einer Ladestation für Elektroautos lasse sich Gemini Go nutzen. Ebenso sei es möglich, mithilfe von Gemini den Wecker zu stellen oder einen Kalendertermin anzulegen. Auch das Dateien-Hochladen und die Medienwiedergabe seien möglich.
Mit Gemini Go scheint Google die letzten Überreste des Google Assistant abschaffen zu wollen. Dabei spielt die Entwicklung von Android Go keine sonderlich große Rolle mehr bei Google. Die letzte Version des abgespeckten Androids für Einsteiger-Smartphones scheint Android 15 Go Edition zu sein, die unter anderem im 120 Euro teuren Redmi A5 zum Einsatz kommt. Das besagen zumindest die technischen Daten auf der Xiaomi-Produktseite.
Von offizieller Seite, also von Google direkt, enden Informationen über die Android-Go-Edition im Jahr 2022 mit dem Release der Android 13 Go Edition. Auch in Googles Entwicklerdokumentation ist mit der 13er-Version Schluss. Offiziell hat Google seine Go-Edition jedoch nicht eingestampft, allerdings verfügen viele Smartphones, auch im Einsteigerbereich, über mehr als zwei GByte RAM, sodass auch günstigere Geräte ein normales Android unterstützen.
(afl)