Heise 16.04.2026
16:00 Uhr

Mähroboter Dreame A3 AWD Pro 3500 im Test: Allrad, LiDAR und Top-Kantenschnitt


Allrad, LiDAR und Kantenschnitt unter 3 cm: Der Dreame A3 AWD Pro 3500 zielt auf die Mähroboter-Spitze. Ob das gelingt, zeigt unser Praxistest.

Mähroboter Dreame A3 AWD Pro 3500 im Test: Allrad, LiDAR und Top-Kantenschnitt

Nach seinem Studium begann Kai seine journalistische Laufbahn Mitte der 90er bei der PC Professionell. Für Heise Bestenlisten by TechStage berichtet er über interessante Produkte aus den Bereichen Smart-Home, Überwachungskameras, Balkonkraftwerke, Mähroboter und vieles mehr.

Allrad, LiDAR und Kantenschnitt unter 3 cm: Der Dreame A3 AWD Pro 3500 zielt auf die Mähroboter-Spitze. Ob das gelingt, zeigt unser Praxistest.

RTK-Mähroboter scheitern in Stadtgärten häufig an hohen Gebäuden und dichtem Baumbestand – der Satellitenempfang reicht schlicht nicht aus. In einem an einem hohen Gebäude angrenzenden Garten konnten wir bei zahlreichen Mähroboter-Tests einige Modelle mit RTK-Navigation erst gar nicht in Betrieb nehmen, da der Empfang von mindestens 20 Satelliten dort nicht möglich war. Neuere Modelle auf Basis von LiDAR (Light Detection and Ranging) kennen dieses Problem nicht: Statt auf Satelliten zu setzen, erfasst der Roboter seine Umgebung mit Laserstrahlen und erstellt daraus eine detaillierte Karte. Gerade das, was für RTK zum Problem wird – Wände, Zäune, Bäume –, dient LiDAR als stabile Referenzpunkte.

Mit dem A3 AWD Pro 3500 erweitert Dreame seine Produktpalette um einen kabellosen Premium-Mähroboter für komplexe und großflächige Gärten bis 3.500 m². Das Gerät wurde auf der CES 2026 vorgestellt und ist seit März 2026 auf dem Markt. Die technologische Besonderheit liegt in der Kombination aus einem 360°-3D-LiDAR-System mit binokularer KI-Vision (OmniSense 3.0) und einem echten Allradantrieb (AWD) mit Nabenmotoren. Diese Ausstattung positioniert den Roboter in der gehobenen Klasse der kabellosen Mähroboter, die ohne RTK-Antenne oder Begrenzungskabel auskommen.

Getestet wurde der Dreame A3 AWD Pro 3500 in einem komplexen Garten mit drei Rasenzonen und einer Gesamtfläche von knapp 500 m². Eine Zone weist eine Neigung von etwa 30° auf und ist nur über 4 bis 5 cm hohe Randsteine erreichbar. Eine weitere Zone ist nur über eine 70 cm breite Engstelle zugänglich. Die Mähgeschwindigkeitstests fanden aus Vergleichbarkeitsgründen auf einem flachen, 240 m² großen Teilstück statt, das auch die anderen Testgeräte problemlos erreichen konnten.

Der A3 AWD Pro 3500 gehört mit Abmessungen von 74,5 × 53,2 × 32,5 cm nicht zu den kompaktesten Modellen, und mit einem Gewicht von etwa 24,5 kg ist er der schwerste Mähroboter, den wir bislang getestet haben. Das Gehäuse ist hochwertig verarbeitet und verfügt über ein integriertes Farbdisplay mit Bedientasten, das eine Steuerung auch ohne Smartphone ermöglicht.

Allradantrieb und Steigfähigkeit: Der Mähroboter nutzt vier einzeln angesteuerte Nabenmotoren. Zwei omnidirektionale Räder an der Vorderseite ermöglichen Wendemanöver auf der Stelle, während die Hinterräder für Traktion im Gelände ausgelegt sind. Die maximale Steigfähigkeit gibt der Hersteller mit 80 Prozent an (ca. 38,7 Grad). Im Testgarten bewältigte der Dreame die rund 30° steile Zone zuverlässig – extremere Steigungen standen für eine Überprüfung der Herstellerangabe nicht zur Verfügung.

Schnittsystem und Kantenverarbeitung: Das Doppelmessersystem arbeitet mit einer Schnittbreite von 40 cm – nur wenige Mähroboter bieten eine noch etwas größere Schnittbreite. Mehr Schnittbreite bedeutet weniger Bahnen und damit kürzere Mähzeiten, ein Vorteil vor allem auf großen Flächen. Dieser Vorteil kann aber auch bei kleineren Gärten eine Rolle spielen, wenn diese häufig genutzt werden: Ein schneller Mäher gibt den Garten früher zur uneingeschränkten Nutzung frei.

Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch zwischen 3 und 10 cm einstellen. Das Edge-Master-2.0-System verschiebt die Messerscheibe beim Kantenschnitt seitlich nach außen und erreicht so einen Restabstand von unter 3 cm zur Rasenkante. Das ist ein Spitzenwert, den kein anderer Mähroboter aktuell erreicht. Lediglich Modelle mit integrierter Trimmeinheit wie der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro versprechen einen noch saubereren Kantenschnitt.

Modellvariante: Der A3 AWD Pro 5000 unterscheidet sich durch einen größeren 10-Ah-Akku und eine Flächenkapazität von bis zu 5.000 m², bleibt ansonsten technisch identisch.

Die Einrichtung erfolgt über die Dreamehome-App. Zunächst wird eine Bluetooth-Verbindung zum Roboter hergestellt, anschließend das Gerät in das heimische 2,4-GHz-WLAN integriert. Die Basisstation sollte auf ebenem Untergrund mit mindestens einem Meter Freiraum vorne sowie 40 bis 50 cm seitlichem Abstand positioniert werden.

Kartierungsprozess: Das System bietet zwei Verfahren:

Im Testgarten mit mehreren Zonen und offenen Übergängen zu einem Blumenbeet lieferte der Dreame erwartungsgemäß keine zufriedenstellende automatische Kartierung. Bei schwierigen Rasenkanten oder weichen Übergängen zu Beeten, Kiesflächen oder unbefestigten Bereichen ist die manuelle Kartierung daher dringend empfehlenswert.

Warum eine Aufteilung in Zonen sinnvoll ist:

Die Aufteilung der Mähkarte in separate Zonen bringt in der Praxis erhebliche Vorteile. Unterschiedlich ausgerichtete Rasenflächen lassen sich mit individueller Mährichtung bearbeiten, was zu einem gleichmäßigeren Schnittbild führt. Zudem können Wachstumsunterschiede berücksichtigt werden, indem sonnige Bereiche häufiger gemäht oder mit angepasster Schnitthöhe gepflegt werden. Bei Hangneigungen kann die Mährichtung pro Zone angepasst werden, um eine saubere Spurführung sicherzustellen. Auch die Hinderniserkennung lässt sich feinjustieren, sodass unter Büschen oder bei tief hängenden Ästen die Sensoreinstellungen gezielt pro Zone angepasst werden können. Darüber hinaus lässt sich die Akkulaufzeit effizient nutzen, indem Zonen geschaffen werden, die jeweils innerhalb einer Akkuladung bearbeitet werden können – dies reduziert unnötige Ladeunterbrechungen. Nicht zuletzt kann die Beanspruchung gesteuert werden, indem stark frequentierte Spiel- oder Laufzonen gezielt geschont werden.

Weitere App-Konfigurationsparameter:

Geschwindigkeit und Flächenleistung: Der A3 AWD Pro 3500 arbeitet mit einem strukturierten Bahnenmähsystem und fährt Flächen systematisch ab, statt zufällige Muster zu generieren. Die Mähgeschwindigkeit wurde im Test nicht verändert – im Auslieferungszustand ist die niedrigste Geschwindigkeit eingestellt, die für die höchste Schnittpräzision sorgt.

Laut Hersteller mäht der Dreame im Standardmodus bis zu 2.500 m² innerhalb von 24 Stunden, im Effizienzmodus bis zu 3.500 m² und im Schnellmodus 5.000 m². Diese Werte werden in der Praxis – ähnlich wie Reichweitenangaben bei E-Bikes oder E-Autos – in einem Garten mit Hindernissen wie Bäumen, Büschen oder Wäschegerüsten selten erreicht.

Die etwa 240 m² große Teilfläche unseres knapp 500 m² großen Testgartens bewältigte der Dreame in 1,3 Stunden – der schnellste Wert im Vergleichstest. Die knapp 500 m² große Gesamtfläche schaffte er allerdings nicht mit einer Akkuladung. Für den Test haben wir das untere Akku-Limit, bei dem der Mähroboter zur Ladestation zurückkehrt, von 15 auf 10 Prozent reduziert. Damit mähte er eine Fläche von 437 m² innerhalb von etwa drei Stunden – das ergibt eine Stundenleistung von rund 145 m². Da diese Fläche auch den steilen Bereich mit einigen Hindernissen umfasst, der zudem nicht in der optimalen Mährichtung bearbeitet werden konnte, reduziert sich die Stundenleistung gegenüber dem flachen Terrain (186 m²/h) erwartungsgemäß.

Kantenschnitt: Das EdgeMaster 2.0-System reduziert den Abstand zur Rasenkante auf unter 3 cm – eine der beste Wertem, die aktuelle Mähroboter zu bieten haben.

Zum Vergleich: Die neuen Ecovacs-Modelle der A-Serie erreichen rund 5 cm Abstand und ergänzen dies mit einem integrierten Trimmer, der allerdings mit 82 dB(A) so laut ist wie ein herkömmlicher Rasentrimmer. Der kürzlich getestete Segway Navimow i208 LiDAR lässt mit rund 9 cm deutlich mehr Rand stehen – hier fällt entsprechend mehr Nacharbeit an.

Überwindung von Hindernissen: Das Gerät überwindet Randsteine und Absätze bis zu einer Höhe von 5,5 cm. Schmale Passagen ab 70 cm Breite werden zuverlässig durchfahren – im Testgarten meisterte der Dreame die Engstelle ebenso souverän wie der bereits getestete Mammotion Luba Mini AWD LiDAR (Testbericht).

Rasenschäden und Bodenverhältnisse: Der knapp 24,5 kg schwere Mähroboter kann bei feuchtem Rasen im steilen Gelände bei Richtungswechseln Spuren hinterlassen. Der Allradantrieb minimiert zwar das Durchdrehen der Räder, das hohe Gewicht bleibt jedoch ein Faktor. Steile Rasenflächen sollten daher nur bei Trockenheit gemäht werden, um Schäden am Rasen zu vermeiden.

Garden Guardian: Der A3 lässt sich in der App so konfigurieren, dass er von erkannten Hindernissen und Personen automatisch Fotos erstellt. Manuell lassen sich auch Videos aufzeichnen. Allerdings beträgt die Auflösung lediglich 640 × 360 Pixel. Im Test funktionierte die Erkennung grundsätzlich, doch der Roboter interpretierte auch Regenrinnen und andere Objekte als Personen. Die Erkennungsquote lag bei nur rund 50 Prozent – die Qualität ist also nicht mit der einer dedizierten Überwachungskamera vergleichbar. Wer diese Funktion nutzt, sollte zudem den Datenschutz beachten, insbesondere wenn der Mähroboter in Bereichen mit Einsicht auf Nachbargrundstücke oder öffentliche Wege unterwegs ist.

Navigationsprinzip: Der 360°-LiDAR-Sensor mit einer Reichweite von bis zu 70 m erfasst die Umgebung kontinuierlich und nutzt feste Strukturen wie Wände, Zäune oder Bäume als Referenzpunkte. Mithilfe von SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) bestimmt der Roboter seine Position laufend neu. Gerade in verwinkelten, schattigen oder dicht bebauten Gärten ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber RTK-basierten Systemen.

Ganz ohne Einschränkungen kommt LiDAR allerdings nicht aus: Auf sehr großen, offenen Flächen mit wenigen markanten Strukturen kann die Positionsbestimmung ungenauer werden. Hier spielt RTK weiterhin seine Stärken aus. Der Dreame setzt – anders als etwa der Mammotion Luba Mini AWD LiDAR mit seinem Tri-Fusion-Ansatz aus LiDAR, Kamera und cloudbasiertem Net-RTK – ausschließlich auf LiDAR plus KI-Vision.

Hinderniserkennung: Das System erkennt laut Hersteller über 300 verschiedene Hindernistypen, darunter Gartenmöbel, Spielzeug, Tiere und Personen. Im Test funktionierte die Erkennung bei Schläuchen, kleinen Bällen und anderen Gegenständen tadellos. Eine hundertprozentige Zuverlässigkeit gibt es dennoch nicht – sehr flache oder kleine Gegenstände können gelegentlich überrollt werden. Zur Verbesserung der Erkennungsrate empfiehlt Dreame die Einstellung der Hindernisempfindlichkeit auf „Hoch“.

Laufzeit und Ladezeit: Der 36-V-Akku mit 7,5 Ah Kapazität trieb den Dreame im Praxistest über die gesamte 240-m²-Teilfläche ohne Zwischenladung an. Für die knapp 500 m² große Gesamtfläche mit Steigung und Hindernissen reichte eine Ladung hingegen nicht aus (siehe Abschnitt 4).

Die Ladezeit gibt Dreame mit 70 Minuten an. Im Test dauerte das Laden von 10 auf 100 Prozent allerdings 80 Minuten – ein guter Wert im Vergleich. Der Mammotion Luba Mini AWD LiDAR benötigt mit 140 Minuten fast doppelt so lang. Ähnlich schnelle Ladezeiten wie der Dreame bietet der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro (Test folgt) mit rund 85 Minuten.

Stromkosten: Bei einem angenommenen Strompreis von 35 Cent/kWh fallen pro Ladung rund 8 Cent an – vernachlässigbar im laufenden Betrieb.

Klingenkosten: Die 18 mitgelieferten Ersatzklingen reichen für den Einstieg. Sind diese aufgebraucht, kosten 12 Originalklingen 20 Euro. Kompatible Dritthersteller-Klingen sind teilweise deutlich günstiger – 45 Stück gibt es im Handel bereits ab 25 Euro.

Ersatzakku: Anders als Mammotion (Ersatzakku für 219 Euro, Selbsteinbau möglich) bietet Dreame keinen Ersatzakku für Privatanwender an. Ein Austausch ist offenbar nur durch Service-Personal möglich. Ob dazu der Mähroboter eingeschickt werden muss oder ein Austausch bei einem Service-Partner vor Ort erfolgen kann, blieb bis Redaktionsschluss offen.

Die Betriebslautstärke des Dreame A3 AWD Pro 3500 liegt bei 65 dB(A) und damit etwas höher als beispielsweise beim Segway Navimow i208 LiDAR (Testbericht) mit 59 dB(A). Im Freien nimmt man diesen Unterschied jedoch kaum wahr. Grundsätzlich arbeiten alle von uns getesteten Mähroboter erfreulich leise.

Dennoch sollte man die geltenden rechtlichen Bestimmungen beachten. Nach herrschender Rechtsauffassung gelten für den Betrieb von Mährobotern die Zeiten der 32. BImSchV: Montag bis Samstag von 7:00 bis 20:00 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist der Betrieb prinzipiell untersagt.

PIN-Schutz: Beim Dreame muss vor der Inbetriebnahme eine PIN eingegeben werden. Auch ohne PIN hätten Diebe wenig Freude: Der Mähroboter lässt sich nicht mit einer anderen App verbinden, solange er noch mit einem Konto verknüpft ist.

GPS-Ortung und Alarmsystem: Der Dreame lässt sich über GPS lokalisieren. Zusätzlich löst das Gerät einen Alarm aus, wenn es angehoben wird oder die Mähkarte verlässt, und sperrt sich automatisch. Eine Integration in Apples „Wo ist?“-Netzwerk wie der kürzlich getestete Segway Navimow i208 LiDAR (Testbericht) bietet der Dreame allerdings nicht.

Tierschutz: Zum Schutz nachtaktiver Tiere sollte der Mähroboter ausschließlich tagsüber betrieben werden. In einigen Kommunen gibt es bereits Nachtfahrverbote mit empfindlichen Geldbußen – in Leipzig beispielsweise bis zu 50.000 Euro. Geht es nach dem Deutschen Städtetag, könnte ein Nachtfahrverbot bald bundesweit gelten.

App-Qualität: Die Dreamehome-App bietet alle wesentlichen Funktionen zur Konfiguration und zum Betrieb: Schnitthöhe, Mährichtung, Mähgeschwindigkeit, Kantenmähen, Hindernisempfindlichkeit und Zeitpläne. Einschränkend: Die App ist nicht für Tablets wie das iPad optimiert, sondern lediglich zoombar.

Besonders nützlich ist die Möglichkeit, für einzelne Zonen die Hinderniserkennung zu deaktivieren. Das ist etwa in Bereichen mit herunterhängenden Ästen von Vorteil, weil der Mähroboter diese Flächen dann nicht auslässt. Der Stoßfänger bleibt als mechanische Hinderniserkennung bei Kontakt weiterhin aktiv.

Ebenfalls praktisch: Der Akkustand für das automatische Aufladen lässt sich in Stufen von 10, 15, 20 und 25 Prozent konfigurieren. Ebenso kann der Akkustand für die Wiederaufnahme des Mähvorgangs zwischen 80 und 100 Prozent in 5er-Schritten definiert werden. Wer den Wert auf 80 Prozent setzt, verkürzt die Wartezeit an der Ladestation – vorausgesetzt, die verbleibende Akkuladung reicht für die Restfläche aus.

Sprachsteuerung: Unterstützt werden Amazon Alexa, Google Assistant und Siri-Kurzbefehle für grundlegende Steuerungsbefehle wie Start, Stopp und Rückkehr zur Ladestation.

Smart Home by Hornbach: Der Dreame lässt sich einbinden, die Integration bietet jedoch kaum Mehrwert über einfache Start-/Stopp-Befehle hinaus.

Home Assistant: Über eine Community-basierte Integration besteht Zugriff auf den Mähroboter. Die Dreame-Integration zeigt unter anderem Mähkarten und den aktuellen Fortschritt an – ein deutlich größerer Funktionsumfang als bei den meisten nativen Smart-Home-Anbindungen. Wichtig: Die Integration ist an die Hersteller-Cloud gekoppelt – ein rein lokaler Zugriff ist nicht möglich.

Fehlende Integrationen: Eine native Anbindung an Apple Home besteht nicht – das gilt allerdings bislang für alle Mähroboter. Generell spielt Smart Home bei den Herstellern eine untergeordnete Rolle.

Die App informiert, wenn die Klingen gewechselt werden müssen. Der Wechsel selbst ist unkompliziert und ohne Werkzeug möglich. Mit 18 mitgelieferten Ersatzklingen ist der Einstieg gut abgedeckt.

Ein Ersatzakku für Privatanwender ist bei Dreame nicht erhältlich (siehe Abschnitt 6). Für die Überwinterung empfiehlt der Hersteller, den Mähroboter frostfrei zu lagern und den Akku auf etwa 50 Prozent Ladezustand zu halten. Eine automatische Reinigungsfunktion ist nicht vorhanden – das Gehäuse und die Messer sollten regelmäßig von Grasresten befreit werden.

Der Dreame A3 AWD Pro 3500 hat eine UVP von knapp 2600 Euro und ist aktuell für ungefähr 2400 Euro erhältlich. Das größere Modell A3 AWD Pro 5000 wird für 2.999 Euro angeboten. Dreame gewährt drei Jahre Garantie.

Der Dreame A3 AWD Pro 3500 richtet sich an Besitzer großer, komplexer Gärten mit Hanglagen, mehreren Zonen und schwierigen Übergängen. Der Mähroboter entfaltet seinen Mehrwert insbesondere dort, wo herkömmliche Geräte an Traktions- oder Navigationsgrenzen stoßen. Beim Kantenschnitt ist er mit unter 3 cm Restabstand einer der besten – wer Nacharbeit mit dem Rasentrimmer minimieren will, findet hier eine sehr gute Lösung.

Die Mähleistung überzeugt: Mit 186 m²/h auf flachem Terrain ist der Dreame einer der schnellsten Mähroboter. Auch die Gesamtfläche von knapp 500 m² mit Steigung und Hindernissen bewältigte er zuverlässig, wenn auch nicht in einer Akkuladung. Die Ladezeit von rund 80 Minuten hält die Zwangspause kurz.

Schwächen zeigt der A3 AWD Pro bei der Software-Reife: Die automatische Kartierung erfordert bei komplexen Gärten manuelle Nacharbeit, die Garden-Guardian-Funktion liefert mit einer Erkennungsquote von nur 50 Prozent und niedriger Auflösung keine zuverlässige Überwachung, und die Smart-Home-Anbindung bleibt rudimentär – Apple Home fehlt, eine iPad-optimierte App ebenfalls. Auch das hohe Gewicht von 24,5 kg kann auf feuchtem, steilem Rasen zu Spuren führen.

Die Kaufentscheidung sollte primär an der Gartensituation festgemacht werden: Für große, steile oder verwinkelte Gärten mit dem Anspruch an minimale Nacharbeit an den Kanten ist der Dreame A3 AWD Pro 3500 eine der besten verfügbaren Optionen. Für einfache, kleine Rasenflächen ist er überdimensioniert – hier fahren günstigere Modelle wie der Segway Navimow i208 LiDAR wirtschaftlicher.