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19.08.2026
06:15 Uhr
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ChatGPT for Teens + Millionen für Velaura AI + Umweltbedrohung durch Kraftwerke für KI + Breadboard-Erweiterung für ESP + Sicherheitslücke mobiler Klimaanlage

Vermeint OpenAI bei Nutzung des eigenen Chatbots einen jugendlichen Nutzer zu erkennen, schaltet es automatisch auf ChatGPT for Teens um. Dessen Schranken sollen Eltern überzeugen, denn nach Angaben der KI-Entwickler soll dieser Modus das Verständnis der Materie fördern. Diese Funktion könnte zu erhöhter KI-Nutzung führen. Dass KI-Rechenzentren damit nicht mehr Strom verbrauchen, dafür könnte ein spezielles Chipdesign von Velaura AI sorgen. Die Lösung des gesenkten Strombedarfs von KI-Beschleunigern hat offenbar Investoren überzeugt, die 110 Millionen US-Dollar spendieren. Denn aktuell setzen immer mehr KI-Rechenzentren auf eigene Kraftwerke, um das Stromnetz nicht zu überlasten. Doch der CO₂-Ausstoß der US-Stromproduktion könnte um bis zu einem Drittel steigen, werden 99 geplante Gaskraftwerke für KI-Datenzentren realisiert – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
OpenAI bringt eine eigene Variante seines Chatbots ChatGPT für Jugendliche auf den Markt. Sie heißt ChatGPT for Teens und ist für Nutzer im Alter von 13 bis 17 Jahren gedacht. ChatGPT for Teens soll „Teenagern helfen zu lernen, kritisch zu denken, Verständnis zu vertiefen und KI mit Selbstbewusstsein zu nutzen“. Hinzu treten strengere inhaltliche Einschränkungen des Chatbots, der dann außerdem „gesunde Nutzung und zusätzliche Kontrollfunktionen für Eltern“ bewirbt. Dazu gehört ein „Study Mode“, der die Zeit der Kinder und Eltern für Hausaufgaben kürzen kann. ChatGPT soll dabei nicht einfach die gestellten Fragen beantworten, sondern Jugendliche durch leitende Fragen und schrittweises Vorgehen zum Verständnis der Materie führen: ChatGPT for Teens soll zu „Nutzung von KI mit Selbstbewusstsein” führen.
Für den erhöhten Stromverbrauch durch KI-unterstützte Hausaufgaben will Velaura AI eine wohl zukunftsträchtige Lösung gefunden haben. Das Chipdesign-Start-up hat eine Technik entwickelt, mit der der Strombedarf von KI-Beschleunigern und damit die Betriebskosten von KI-Rechenzentren deutlich gesenkt werden sollen. Bei einer Finanzierungsrunde hat Velaura AI nach eigenen Angaben jetzt 110 Millionen US-Dollar eingesammelt, wodurch der Wert der Firma nun 1 Milliarde Dollar übersteigt. Die Wirtschaftlichkeit bei der Rechenleistung ist nach Ansicht des Velaura-Chefs wichtiger als neue KI-Modelle. Das scheint auch Intel-Chef Lip-Bu Tan überzeugt zu haben, der letztes Jahr dem Velaura-Vorstand beigetreten ist: Chip-Entwickler Velaura AI sammelt Millionen für energieeffizientere KI-Chips.
Die Velaura-Technik könnte auch dabei helfen, drohende Umweltkatastrophen durch den KI-Hype abzuwenden. Nicht nur fallen große Mengen Elektronikschrott an, es gibt auch viel Lärm und hohen Wasserverbrauch – nicht nur in Hyperscale-Datenzentren selbst, sondern auch bei den dafür notwendigen Kraftwerken. Und diese heißen den Ausstoß von Treibhausgasen an, handelt es sich doch meist um neue, weniger effiziente Gaskraftwerke. Marktbeobachter wissen von 99 in den USA geplanten oder in Bau befindlichen Gaskraftwerken, die ausschließlich dem Antrieb von Hyperscale-Datenzentren für KI dienen. Sollten alle verwirklicht werden, würde das den CO₂-Ausstoß der US-Stromerzeugung um mehr als ein Fünftel, vielleicht sogar ein Drittel erhöhen: Enormer CO2-Anstieg durch neue Gaskraftwerke für KI befürchtet.
Das Breadboard, optimiert für ESP8266/ESP32/NodeMCU, soll ein altes Problem lösen. Bei modernen ESP32-Boards bleiben gerade mal noch zwei Zeilen auf dem Breadboard frei, um Jumper zu stecken. Komponenten wie LEDs mit Vorwiderstand finden dort keinen Platz. Also laufen dann Jumperkabel unter dem Board oder in Bündeln seitlich des Boards zu einer freien Stelle auf dem Board. Das ist unübersichtlich, fehlerträchtig und frickelig. Berrybase Electronics hat sich diesem Problem angenommen und ein neues Breadboardformat entwickeln lassen. Eine Stromschiene ist eingespart, dafür hat die Steckfläche zwei Zeilen mehr. Damit können die alten NodeMCU-Boards verwendet werden, die auf normalen Breadboards gar keine Zeilen von Kontakten erreichbar ließen, denn es ist tiefer, breiter, schneller: Spezial Breadboard für ESP-Entwicklungsboards.
PortaSplit-Klimageräte des chinesischen Herstellers Midea sind derzeit sehr beliebt und in immer mehr Haushalten zu finden. Sie lassen sich komfortabel per Hersteller-App fernsteuern – Unbefugte jedoch sollen freilich nicht die Kontrolle über das Raumklima übernehmen. Doch ein Blick hinter die Fassade zeigt: Per Bluetooth kann jeder die Geräte steuern. Das funktioniert unabhängig von Geräte-Pairing und App-Passwort. Analysiert hat das ein anonymer Hinweisgeber, der sich an unsere Redaktion gewandt hat. Der Hersteller hielt die Steuerung per Bluetooth auf Nachfrage zunächst für unproblematisch. Mittlerweile hat Midea das Problem aber erkannt und arbeitet an einem OTA-Firmware-Update, um es zu beheben: Mobile Klimaanlage Midea PortaSplit lässt sich von jedermann fernsteuern.
Auch noch wichtig:
(fds)