Etwa anderthalb Jahre nach Vorstellung des Oura Ring 4 folgt der Oura Ring 5. Laut Hersteller ist die neue Generation 40 Prozent kleiner als der Vorgänger, soll aber dennoch eine Woche Akkulaufzeit liefern.
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28.05.2026 14:00 Uhr |

Etwa anderthalb Jahre nach Vorstellung des Oura Ring 4 folgt der Oura Ring 5. Laut Hersteller ist die neue Generation 40 Prozent kleiner als der Vorgänger, soll aber dennoch eine Woche Akkulaufzeit liefern.
„Der Oura Ring 5 ist der bedeutendste Fortschritt in der Geschichte der Smart-Ringe“, sagt Holly Shelton, Chief Product Officer bei Oura. Um das Gerät 40 Prozent kleiner zu machen, mussten demnach etwa Sensoren, Akku und die Geometrie des Rings selbst überdacht werden. Laut Oura ist der Ring 6,09 mm breit und 2,28 mm stark, bei einem Gewicht von 2 bis 2,69 g je nach Größe.
Laut Hersteller verfügt der Ring über eine neue Signalarchitektur und flache Sensordomes für einen besseren Hautkontakt. Zudem sollen leistungsstärkere LEDs für klarere, konsistentere Messwerte und zwölf stärkere Signalpfade sorgen, die eine höhere Genauigkeit bei einer noch größeren Vielfalt von Fingertypen und Hauttönen ermöglichen.
Neu ist laut Oura zudem eine Live-Aktivitätserfassung, mit der Nutzer ein Workout starten und wichtige Kennzahlen in Echtzeit auf ihrem Smartphone mitverfolgen können. Sobald ein Workout in der Oura-App gestartet wird, sollen sich Tempo und Distanz bei den beliebtesten Aktivitäten wie Laufen, Radfahren und Krafttraining erfassen lassen. Zudem können Nutzerinnen und Nutzer Herzfrequenzmessgeräte von Drittanbietern sowie unterstützte Geräte koppeln, um ihre Herzfrequenz in Echtzeit zu sehen. Ferner bringt der Hersteller Sperrbildschirm-Widgets aufs Smartphone, mit denen sich Tempo, Distanz und die verbundene Herzfrequenz in Echtzeit im Blick behalten lassen.
Überarbeitet hat Oura auch die automatische Aktivitätserkennung. Sie soll auch bewegungsärmere Aktivitäten wie etwa Pilates erkennen. Durch die neue Signalarchitektur des Oura Ring 5 soll die Erfassung präziser als bei den Vorgängern sein.
Mit dem neuen Ring bietet der Hersteller außerdem neue Funktionen zur Frauengesundheit an. Zum einen bietet das Unternehmen „Menopause Insights“ an, die Oura als „das nächste Kapitel in der Menopause-Vorsorge“ beschreibt. „Das Herzstück bildet die Menopause Impact Scale – ein proprietärer, forschungsbasierter klinischer Fragebogen, der von Oura entwickelt wurde“, heißt es.
Auch für die hormonelle Schwangerschaftsverhütung integriert das Unternehmen Neuerungen: „Ouras neue Funktion für hormonelle Verhütung passt die ‚Cycle Insights‘ individuell an Mitglieder an, die die Pille, das Pflaster, die Spirale, Implantate oder andere hormonelle Methoden nutzen.“ Die Funktionen lassen sich dem Hersteller zufolge ab sofort ab dem Ring 3 und neuer verwenden.
In den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien hat der Oura Ring 5 weitere Gesundheitsfunktionen namens „Health Radar“ erhalten, die auf dem „Symptom Radar“ aufbauen. Diese sollen frühzeitige gesundheitliche Veränderungen erkennen. Die neuen Funktionen beinhalten etwa das Erfassen der nächtlichen Blutdruck- und Atemtrends, die Möglichkeit zum Importieren von Krankenakten sowie eine Partnerschaft mit Counsel AI für einen medizinischen Chatbot. Die beiden letzteren Funktionen stehen lediglich als Betaversionen bereit. Ouras Idee hinter dem „Health Radar“: Trägerinnen und Träger sollen benachrichtigt werden, wenn sich ihre Gesundheit signifikant verändere, ohne jeden Tag jeden einzelnen Messpunkt separat überprüfen zu müssen.
Überdies unterstütze der neue Smart-Ring in einigen Regionen (nicht hierzulande) auch GLP-1-Analysen, um die Stoffwechselgesundheit im Blick zu behalten. „Oura-Mitglieder, die ein GLP-1-Medikament einnehmen, können die neue Funktion „GLP-1 Insights“ von Oura nutzen, um einen kontinuierlichen, langfristigen Überblick darüber zu erhalten, wie sich ihre biometrischen Daten und ihr Verhalten im Laufe ihrer Behandlung entwickeln“, erklärt Oura.
Damit Nutzerinnen und Nutzer mehr Kontrolle über ihre gesammelten Daten erhalten, führt Oura eine zeitbasierte Datenlöschfunktion ein. Diese ermögliche es Mitgliedern aller Oura-Ring-Generationen, in der Oura-App gespeicherte Daten auch aus einem ganz bestimmten Zeitfenster flexibel zu löschen. Das Konto und die restliche Historie bleiben dabei vollständig erhalten.
Ab dem Ring 3 bietet der Hersteller auch das Live-Aktivitäts-Tracking, eine neue Ortungsfunktion „Locate“ und die Datenlöschung an. Diese Funktionen werden ab dem 4. Juni bereitgestellt.
Der Oura Ring 5 kostet 529 Euro für die Premium-Ausführungen Gold, „Stealth“, „Brushed Silver“ und „Deep Rose“. Die Basis-Ausführungen in Silber und Schwarz schlagen mit 429 Euro zu Buche. Der Oura Ring 5 wird mit einem standardmäßigen, größenspezifischen Ladegerät geliefert. Er ist ab heute vorbestellbar und wird ab dem 4. Juni ausgeliefert.
Für den kompletten Funktionsumfang des Rings ist wie bisher ein Abonnement erforderlich, das zusätzlich zum Kaufpreis der Hardware 6 Euro im Monat oder 70 Euro im Jahr kostet.
Optional bietet der Hersteller einen neuen kabellosen Charging Case als mobile Ladelösung an, die für den Ring einen Monat zusätzliche Akkulaufzeit bieten soll. Über eine Taste lässt sich der Ladestatus ablesen und das Gerät koppeln.
Gesundheitsfunktionen ergänzt, die der Oura Ring 5 derzeit nur in wenigen Regionen unterstützt. Wann oder ob einige der Features in Deutschland angeboten werden, ist unklar.
(afl)